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Brief Ihrer kath. Pfarrgemeinde Otterstadt

Nr. 81 Maria Himmelfahrt

 

 

 

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Maria Himmelfahrt (St. Bonnet - Kirche ca.1480)

 

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Militärdekan Bernhard Niederer und Michael Böhm
beim Lagergottesdienst der Pfadfinder , Pfingsten 2012
Die Otterstadter Firmlinge

 

„Blume des Feldes und Lilie der Täler"
Mariä Himmelfahrt am 15. August ist das älteste bekannte Marienfest

Einzelheiten über die Mutter Jesu sind außer in den Weihnachtsgeschichten des Lukas und Matthäus in der Bibel kaum zu finden. In den Paulusbriefen sucht man Maria vergeblich, in der Apostelgeschichte wird sie anlässlich der Himmelfahrt Jesu erwähnt. Dennoch pflegt die römisch-katholische Kirche eine tiefe Marienverehrung. Sie beginnt am 1. Januar mit dem Hochfest der Gottesmutter Maria, wird an allen folgenden Samstagen fortgesetzt und erreicht im Marienmonat Mai eines jeden Jahres ihren Höhepunkt. Auch der 15. August ist als der Tag "Mariä Himmelfahrt" für die römisch-katholischen Christen von besonderer Bedeutung.

Das Fest Mariä Himmelfahrt, auch "Heimgang" genannt, stammt aus dem 5. Jahrhundert und ist das älteste bekannte Marienfest. Es gedenkt der unmittelbaren Aufnahme der Muttergottes nach ihrem Tod in den Himmel. Diese Himmelfahrt dient vielen als Erklärung, warum es weder ein Grab noch Reliquien Marias geben kann. Die Bezeichnung "Mutter Gottes" wird im Übrigen auf das Konzil von Ephesus im Jahr 431 zurückgeführt, das Maria erstmals die "Gottesgebärerin" nannte.

"Geheimnisvolle Heiligkeit"

Gerade die geringe Zahl biblischer Belege trug zur Ausweitung der Marienverehrung bei, weil die Gottesmutter von "geheimnisvoller Heiligkeit" umgeben schien. Die innige Vertrautheit mit Maria, die in allen Notlagen um Hilfe angerufen werden kann, wird mit recht unterschiedlichem volkskundlichem und religiösem Brauchtum verknüpft. "Büschelfrauentag" oder "Unser Frauen Würzweih" heißt der 15. August vor allem in ländlichen Gemeinden, denen Maria als "die Blume des Feldes und die Lilie der Täler" galt.

Volkskundler führen den noch lebendigen Brauch der Blumen- und Kräuterweihe an diesem Festtag auf Legenden um die Blumenliebe Marias zurück oder bringen sie mit der legendären Öffnung des Grabes der Gottesmutter in Verbindung. Statt eines Leichnams, so die Legende, fanden die Apostel darin "Lilien und fruchtbare Gewächse"; der Erde soll an dieser Stelle ein wundersamer Kräuterduft entwichen sein.

Gottesdienste mit Kräuterweihen lösten wohl im 9. Jahrhundert germanische Erntebräuche ab. Die Weihe sollte die von Maria ausgehenden heilsamen Einflüsse und Kräfte auf die Kräuter- und Würzbüschel übertragen. Besonders vor Klosterkirchen der Franziskaner und Kapuziner - deren Mönchen man im Mittelalter hohe Weihekraft zuschrieb - wurden zu Mariä Himmelfahrt körbeweise Heilkräuter geweiht. Bei der Weihe spielt die magische Zahl "drei", auch in gesteigerter Form der "neun", als Inbegriff des Mächtigen und Segensreichen eine besondere Rolle.

Schutz für Haus und Hof

Dreierlei, neunerlei Kräuter oder ein Vielfaches davon bindet man in Bayern und Österreich (Anm.: In Otterstadt sind es lt. Horst Kuhn 15 Kräuter) heute noch am Gedenktag Marias zu Sträußen; mancherorts dominiert auch die symbolische Siebenzahl. In der Festmesse werden Johanniskraut, Arnika, Baldrian, Tausendgüldenkraut, Frauenmantel oder Augentrost geweiht, nach Hause getragen und über der Tür oder im Herrgottswinkel aufgehängt, damit Haus und Hof geschützt sowie Mensch und Tier vor Krankheit bewahrt bleiben.

Für katholische Christen ist der Festtag Mariä Himmelfahrt der Auftakt für die anschließenden "30 Marientage", die als besonders segensreich gelten und mit "Mariä Namenstag" im September ihren Abschluss finden.

Karl-Heinz Wiedner (www.katholisch.de)

Die Firmung 2012

In unserer Pfarreiengemeinschaft werden 100 Jugendliche im Herbst diesen Jahres gefirmt. Frau Doris Heiner, Pastoralreferentin aus Limburgerhof, leitet die Vorbereitung des Firmunterrichtes für die Jugendlichen und die Katecheten. Am Mittwoch, dem 12. September, ist abends um 18.00 in Waldsee der Firmgottesdienst mit Weihbischof Otto Georgens. Den Firmlingen aus Altrip, Otterstadt und Waldsee spendet der Weihbischof in einem feierlichen Gottesdienst das Sakrament der Firmung. Wegen der großen Anzahl der Firmbewerber haben Limburgerhof und Neuhofen zusammen einen eigenen Firmtermin.

Aus unserer Pfarrei Maria Himmelfahrt Otterstadt werden gefirmt:

Celine Berthold
Daniela Kaminsky
Lara Blau
Katrin-Jana Pendzialek
Lisa Frey
Chiara Rappa
Natalie Grimbs
Anna Schwerdel
Alice Jung
Jana Wagner

Am Samstag, dem 23. Juni, trafen sich die Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft Altrip, Limburgerhof, Neuhofen, Otterstadt und Waldsee mit ihren Katecheten zu einem Besinnungsnachmittag im Pfarrzentrum in Limburgerhof.

Das Thema lautete: „Wie wirkt der Heilige Geist in der Welt“
Zu diesem Thema gab es mit den Firmlingen verschiedene Gruppen, die weitere Aspekte zu dem Thema erarbeiten sollten.

1. Das Interview

Einige Jugendliche stellen einigen Bürgerinnen und Bürgern in Limburgerhof folgende Fragen:

Glauben Sie an Gott?
Beten Sie regelmäßig?
Besuchen Sie die Gottesdienste?

Die Jugendlichen berichteten anschließend, dass die Menschen ihnen sehr freundlich entgegengekommen sind und es gut fanden, dass sich junge Menschen mit ernsten Themen beschäftigen und darüber nachdenken.

2 . Wenn mein Glaube Hand und Fuß bekommt

Die Gedanken der Jugendlichen zu diesem Thema lauteten:

Ich glaube an Gott, der die ganze Welt trägt
Ich glaube an den Heiligen Geist, der uns zum Guten anstiftet
Ich glaube, dass es einen Gott gibt, der immer bei mir ist
Ich trete ein für den Frieden der Welt
Ich trete dafür ein, anderen Menschen zu helfen

3. Was bedeutet „fremd sein“?

Bei diesem Thema sollten die Jugendlichen überlegen, wovor sie Angst haben, wenn sie im Ausland leben müssten. Folgende Antworten wurden gegeben:

Angst davor, die Sprache nicht genügend zu kennen
Angst vor der fremden Kultur
Angst, den gewohnten Lebensstandard aufgeben zu müssen u.a.

Was hilft uns, uns in einem neuen Land zurechtzufinden?

Es helfen uns:
Die Familie, die Freunde, die Gemeinschaft, der Glaube, die Vereine, ein Haustier

4. Eine weitere Gruppe befasste sich mit der Bibelstelle vom „Barmherzigen Samariter“.

Die Jugendlichen arbeiteten heraus, dass es mutig ist, Zivilcourage auch in unserer Zeit zu zeigen. Wichtig ist es, sich auch für Menschen einzusetzen, die unsere Hilfe brauchen.

5. Das Thema lautete „Die Namenspatrone der Kirchen in der Pfarreiengemeinschaft“.

Die Jugendlichen erkannten, dass bei den Heiligen der einzelnen Kirchen


Altrip   
St. Peter & Paul
Limburgerhof
St. Bonifatius
Neuhofen
St. Nikolaus
Otterstadt
Maria Himmelfahrt
Waldsee
St. Martin
die Nächstenliebe und die Glaubensverkündung im Vordergrund standen.
6. Die Aufgabe hieß: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben.“ ( Mt; 25,35)

Diesen Gedanken galt es in die heutige Zeit umzusetzen. Für die Jugendlichen bedeutete dieser Satz, sich für Menschen einzusetzen, denen es nicht so gut geht, z.B. sich um Obdachlose kümmern, für ältere Menschen einkaufen gehen oder sie zu einem Spaziergang zu begleiten und die Kinder- und Jugendarbeit in der Pfarrei.

Für den Abschlussgottesdienst bereiteten die Jugendlichen die „Kyrie-Rufe“, die „Lesung“ und die „Fürbitten“ vor.

Im Abschlussgottesdienst, den Pfarrer Frank Aschenberger gemeinsam mit den Firmlingen feierte, wurde Lukas Buschbacher aus der Pfarrgemeinde Limburgerhof für ein Jahr als „Missionar auf Zeit“ nach Brasilien ausgesandt. Lukas ist 25 Jahre alt und studiert katholische Theologie in Mainz. Er stellte im Gottesdienst seinen freiwilligen Missionseinsatz vor. Die Steyler Missionare entsenden jedes Jahr 15 junge Erwachsene in ihre weltweiten Einsatzgebiete.

Während der Firmvorbereitung gibt es wöchentlich ein Treffen der Firmlinge mit den Katecheten vor Ort in jeder Gemeinde.

Die Katecheten
Elisabeth Simon Frank Berthold Bernd Blau
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Pastoralreform 2015
70 neue Pfarreien suchen einen neuen Namen

Die Pastoralreform 2015 schreitet weiter voran. Fast überall in der Diözese gibt es jetzt Pfarreiengemeinschaften, die den neuen Großpfarreien entsprechen. Noch sind aber die Pfarreien selbständig und haben einen eigenen Namen (bei uns Maria Himmelfahrt, Otterstadt). 2015 wird es aber nur noch das Patrozinium unserer Kirche, nicht mehr aber die Pfarrei geben. Wir werden zusammen mit Altrip, Limburgerhof Neuhofen und Waldsee in der neuen Großpfarrei Waldsee aufgehen.

Wie aber soll das neue Gebilde heißen? Für insgesamt 70 neue Pfarreien in der Diözese wird ein neuer Name gesucht.   Man kann sich gut vorstellen, dass die Namenssuche nicht ganz einfach ist. Deshalb sind einige Kriterien vorgegeben. So solles z.B. keine aus mehreren Heiligennamen zusammengesetzte Namen geben (Ausnahmen Klassiker wie Peter und Paul). Es soll ein ganz neuer Namen gefunden werden, den es bisher in den Gemeinden noch nicht gab. Neben den Namen von Seligen oder Heiligen können auch sog. Titularfeste wie „Herz Jesu“ oder „St. Fronleichnam“ gewählt werden.

Die Gemeinden sollen durch Befragungen oder bei Versammlungen in die Namensfindung eingebunden werden. Ein Namensfindungsgremium aus den Seelsorgern und Vertretern aus den Pfarrgemeinderäten sammelt die eingegangenen Namensvorschläge. Mit Dreiviertelmehrheit kann sich dieses Gremium auch für einen bestehenden Namen als Vorschlag aussprechen. Zwei Namensvorschläge werden an das Ordinariat weiter gegeben. Die gesammelten Vorschläge in der Diözese werden im Allgemeinen geistlichen Rat beraten. Letztendlich legt der Bischof den neuen Namen fest. Zwei Namen werden gebraucht, damit der Bischof eine Alternative hat, wenn zwei Nachbargemeinden denselben Namen vorschlagen.

Das Verfahren soll bis Oktober 2013 abgeschlossen sein.

Sie alle sind aufgefordert sich über einen neuen Namen Gedanken zu machen und einen oder mehrere Vorschläge einzureichen.

                                        Klaus Feichtner

Hildegard von Bingen wird Kirchenlehrerin

Papst Benedikt XVI. hat Hildegard von Bingen (1098-1179) am 10. Mai 2012 offiziell heilliggesprochen und sie damit der ganzen Weltkirche als leuchtendes Beispiel des Glaubens und der Heiligkeit vor Augen gestellt.

Zur Erläuterung: Hildegard war zwar nach ihrem Tod sofort von den Gläubigen als Heilige verehrt worden, es war aber nie zum Abschluss eines offiziellen Heiligsprechungsverfahren in Rom gekommen. Ihr Fest wurde im 13. Jhd. in den Eigenkalender der Diözese Mainz aufgenommen, diese Praxis wurde von Papst Johannes XXII. im Jahr 1326 bestätigt. Papst Pius XII. ermöglichte dann mit Schreiben vom 21. Februar 1940 die Verehrung Hildegards in allen Diözesen deutscher Sprache. Seit dem 10. Mai diesen Jahres kann nun in der ganzen Welt das Fest der hl. Hildegard mit den Texten aus dem Messbuch und dem Stundenbuch jeweils am 17. September, ihrem liturgischen Gedenktag, gefeiert werden.

Am Pfingstsonntag kündigte Papst Benedikt XVI. darüber hinaus an, dass er die hl. Hildegard am 7. Oktober 2012 in Rom zur Kirchenlehrerin erheben werde, diese Auszeichnung wurde bisher nur 33 Personen - darunter nur 3 Frauen – zuteil.

Hildegard wurde im Jahr 1098 in Bermersheim bei Alzey als Tochter adliger Eltern geboren. Mit 14 Jahren wurde sie in das Benediktinerkloster auf dem Disibodenberg aufgenommen und von der seligen Jutta von Sponheim erzogen und ausgebildet. Nach deren Tod übernahm sie 1136 die Leitung des Klosters. Wegen der vielen Neueintritte gründete Hildegard 1150 ein Kloster auf dem Rupertsberg bei Bingen und 1165 ein 2. Kloster auf der anderen Rheinseite in Eibingen bei Rüdesheim. Beiden Klöstern stand sie als Äbtissin bis zu ihrem Tod vor.

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Hildegard war eine der gebildetsten Frauen ihrer Zeit, sie verfasste naturwissenschaftliche und geistliche Werke, dichtete und komponierte, entwickelte eigene Gesundheitslehren, die bis heute starke Beachtung finden. Sie war eine Seherin, erfüllt von feurigem Prophetengeist und glühender Liebe zur Kirche, viele ihrer Visionen – die sie von Kindheit an empfing - sind in ihren Schriften niedergelegt bzw. eingearbeitet. Daneben fungierte sie als Beraterin von Königen, Fürsten, Päpsten und Bischöfen. Auf die Bitten von Papst Hadrian IV. und Alexander III. hin unternahm sie ab 1159 mind. 4 Predigtreisen, um an öffentlichen Orten und in etlichen Kathedralen und Klöstern die Menschen aufzurütteln. Sie predigte u. a. in Köln, Lüttich, Trier, Metz, Bamberg, Würzburg, Maulbronn, Hirsau, Zwiefalten. Schon zu Lebzeiten galt Hildegard als von Gott gesandte Prophetin. Sie starb am 17. September 1179 auf dem Rupertsberg bei Bingen, umgeben von ihren Schwestern, im Rufe der Heiligkeit.

Die Reliquien der hl. Hildegard werden in einem Schrein im Chorraum der Pfarrkirche von Eibingen aufbewahrt und verehrt. Das Andenken dieser großen deutschen Frau wird besonders intensiv gepflegt in der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard Eibingen, die 1904 neu errichtet wurde. Die derzeitig amtierende Äbtissin Clementia Killewald ist Nachfolgerin Hildegards und bezeugt die ununterbrochene klösterliche Tradition von Hildegards Klostergründungen. Seit 2002 ist die Abtei St. Hildegard Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal. Die Schwestern beschäftigen sich mit dem Gesamtwerk Hildegards. Daneben betreiben die Benediktinerinnen das hochangesehene Klosterweingut, eine Goldschmiede, eine Keramikwerkstatt, eine Restaurierungswerkstätte für alte Handschriften und führen einen gut sortierten Klosterladen. Die Abtei pflegt das tägliche Chorgebet in lateinischer Liturgiesprache auf allerhöchstem Niveau. Freunde des gregorianischen Chorals aus der ganzen Welt besuchen das Kloster aus diesem Grund. Die im Beuroner Kunststil ausgemalte Abteikirche fasziniert die vielen kleinen und großen Besucher bis auf den heutigen Tag.

Wir schließen mit einem Zitat aus dem aktuellen Rundbrief der Abtei:

„Wir sind überzeugt, dass die Kanonisation Hildegards ein bedeutendes Signal für viele suchende und fragende Menschen unserer Zeit und für viele Bewunderer und Verehrer der heiligen Hildegard ist. Sie würdigt nicht nur die herausragende Lebensleistung unserer Patronin, sondern vor allem auch ihren unermüdlichen Einsatz für die Glaubensweitergabe. Sie stellt der Welt und der ganzen Kirche eine leuchtende, kraftvolle und überzeugende Vorbildgestalt vor Augen, der die Liebe zum Menschen, die Liebe zur Schöpfung, die Liebe zu Gott und die Liebe zur Kirche über alles ging und die diese mit ihrem eigenen Leben bezeugt hat.“

Frank Berthold

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Hildegardisschrein Wallfahrtskirche zu Eibingen

Die Steyler Missionare und Missionsschwestern

1875 gründete der deutsche Priester Arnold Janssen (er wurde 2003 heiliggesprochen) im niederländischen Ort Steyl einen Missionsorden für Männer „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ – der lateinische Name lautet „ Societas Verbi Divini“ – SVD. Abgeleitet vom Gründungsort Steyl bürgerte sich im Volksmund schnell der Name „ Steyler Missionare“ ein. Die Gründung konnte damals wegen des Kulturkampfes im deutschen Reich mit seinen anti-katholischen Maßnahmen nicht im Inland erfolgen, der Gründer ging daher über die Grenze ins holländische Grenzgebiet. Die neue Genossenschaft hatte das Ziel der Ausbreitung des christlichen Glaubens in fremden Ländern und Kontinenten. Schon 1879 konnte der erste Missionar vom Missionshaus Steyl nach China entsandt werden, es war der hl. Josef Freinademetz, der 30 Jahre bis zu seinem Tod voll gewinnender Güte bei den Chinesen wirkte und wie er selbst sagte „zu einem Chinesen wurde“.

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Arnold Janssen

1889 wurden die Steyler Missionsschwestern und 1896 die Steyler Anbetungsschwestern gegründet, hier waren die Pionierinnen die inzwischen seliggesprochenen Schwestern Helena Stollenwerk und Hendrina Stenmanns. Ohne die harte Aufbauarbeit und tatkräftige Unterstützung der Ordensschwestern wäre das rasche Wachstum des Steyler Missionswerkes nicht denkbar gewesen!

Heute arbeiten mehr als 10 000 Schwestern, Brüder und Patres in den 3 Steyler Kongregationen. Sie kommen aus 70 verschiedenen Ländern und verkünden das Evangelium weltweit. In Deutschland sind die größten Niederlassungen St. Wendel im Saarland und St. Augustin bei Bonn. Beide Klöster haben Missionsmuseen angegliedert mit einer großen Anzahl interessanter und teils wertvoller Exponate aus fernen Ländern, die von den Missionaren heimgebracht wurden und von der Hochschätzung der fremden Kulturen Zeugnis geben. Im österreichischen Missionshaus St. Gabriel in Mödling bei Wien wirkte übrigens ein Onkel des Showmasters Thomas Gottschalk als Priester. Viele Jahre lang war Gottschalk hier nach eigener Aussage ein begeisterter Messdiener gewesen. Sein Lieblingsdienst war die Bedienung des Weihrauchfasses.

Papst Benedikt XVI. ist der Steyler Ordensfamilie schon immer sehr gewogen. Er besuchte am Montag, 9. Juli 2012, das Generalkapitel der Steyler Missionare in Nemi in den Albaner Bergen nahe Rom. 120 Ordensmitglieder aus der ganzen Welt waren zu dieser nur alle 6 Jahre stattfindenden Hauptversammlung des Ordens zusammengekommen. Bei seinem Besuch dankte der Papst den Missionaren und Missionarinnen für ihr weltweites Wirken und erinnerte an die dringend nötige Neu-Evangelisierung in Europa selbst, von wo aus in der Vergangenheit die Missionare in die ganze Welt hinaus gingen!

Die „Stadt Gottes“ der Steyler Missionare

Von Anfang an gehörten religiöse Schriften zum Angebot des neuen Ordens. Die Familien- und Missionszeitschrift „Stadt Gottes“ erscheint ununterbrochen seit Januar 1878 – also schon 134 Jahre! Die von Beginn an reich bebilderte Zeitschrift expandierte zu einem der bedeutendsten und meist gelesenen katholischen Blätter im deutschen Sprachraum. Allein in Deutschland hat die „Stadt Gottes“ im Jahr 2012 immerhin noch über 150 000 Abonennten.

Die „Stadt Gottes“:

·     nimmt zu Alltagsthemen und Glaubensfragen Stellung

·     vermittelt Werte aus Kultur, Brauchtum, Tradition

·     ist eine tragfähige Brücke zur Weltkirche

·     informiert über das aktuelle Geschehen innerhalb des Ordens, der Kirche und der Welt

Von den Steyler Missionaren wird auch der Michaelskalender, die Kinderzeitschrift Pico und Weite Welt verlegt, früherer Name der Kindermissionszeitschrift war „Jesusknabe“.

In unserer Pfarrgemeinde Otterstadt nahm mit Gründung der Schwesternstation im Jahr 1918 die Förderung des Missionsgedankens einen gewaltigen Aufschwung. Die Pfarrer Wilhelm Sarreither (1918-1924) und Johannes Steets (1924-1942) förderten neben der   Katholischen Sonntagszeitung „Der Pilger“ auch die Missionszeitschriften „Stadt Gottes“ und „Jesusknabe“. Die Ordensschwestern kümmerten sich in den 20er und 30er Jahren um die Verteilung dieser Zeitschriften in die einzelnen Familien. Sie wurden von den größeren Mädchen in der Volksschule dabei tatkräftig unterstützt.

Bei der Durchsicht der Abonennten aus dieser Zeit ist festzustellen, dass in sehr vielen Familien sowohl der Pilger als auch die Stadt Gottes zuhause waren. Es ist natürlich sehr schade wenn in der heutigen Zeit viele diese religiösen Zeitschriften abbestellen – ein Zeichen der wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber dem christlichen Glauben.

Die Ordensschwestern hielten über den Kindheit-Jesu-Verein und das Werk der Glaubensverbreitung Kontakt mit Missionaren in verschiedenen Erdteilen. Viele Gläubige gaben Geld für Missionspatenschaften. Die Spendenfreudigkeit war trotz Wirtschaftkrise und Inflation in den 20er Jahren so groß, dass die Schwestern und Missionsfreunde von Otterstadt 1928 aus Dankbarkeit ein Zertifikat der Steyler Missionare erhielten – das sich im Nachlass des Schwesternhauses bis heute erhalten hat:

„ Diplom für Ehrwürdige Schulschwestern Otterstadt. Zum Zeichen der Erkenntlichkeit und Wertschätzung für das, was Sie bisher zur Förderung des hl. Werkes der Glaubensverbreitung in Gemeinschaft mit uns getan, habe ich veranlasst, Ihnen dieses Diplom als Beförderer und Wohltäter unserer Missionsgesellschaft auszustellen, indem ich Ihnen zugleich die Teilnahme an allen Gebeten und guten Werken der ganzen Genossenschaft in- und außerhalb Europas, insbesondere in den Missionsländern, verleihe. Steyl und St. Wendel am 25. Dezember 1928: Der Generalsuperior der Gesellschaft des Göttlichen Wortes Pater Wilhelm Gier.“

Dank an Frau Quinttus für 30 Jahre Austragen der „Stadt Gottes“ und weiterer Missionszeitschriften !

Die katholische Pfarrgemeinde ist Frau Inge Quinttus sehr dankbar, dass sie von 1980 bis Anfang diesen Jahres in treuer und bescheidener Pflichterfüllung jeden Monat die „Stadt Gottes“ und andere religiöse Zeitschriften ausgetragen hat. Auch den jährlichen Vertrieb des Michaelskalenders und das Einsammeln der Jahresbeiträge zu den einzelnen Schriften führte sie ohne jegliche Vergütung immer zuverlässig durch. Wie damals bei ihrer Vorgängerin Frau Else Beil, so sind es auch bei Frau Quinttus gesundheitliche Gründe, die sie zu diesem Schritt der Abgabe dieser Aufgaben im Zeitschriftenapostolat veranlassen.

Frau Quinttus ist froh, dass sich 3 Gemeindemitglieder, die selbst Bezieher der „Stadt Gottes“ sind, bereit erklärt haben, diese Aufgabe für jeweils ein Wohnviertel von ihr zu übernehmen: Wir danken als Pfarrgemeinde Frau Maria Ackermann, Herrn Wolfgang Weinspach und Herrn Dr. Theo Berthold für ihre Mitarbeit!

                                                                                              Frank Berthold

Maria, in den Himmel aufgenommen

Unbefleckte Jungfrau, Mutter Gottes und Mutter der Menschen, wir glauben, dass du mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurdest, wo Chöre der Engel und Scharen von Heiligen dich preisen. Wir vereinen unsere Stimmen mit ihren, um Gott zu loben und zu preisen, der dich über alle Geschöpfe erhoben hat, und bezeigen dir so unsere Liebe. Wir vertrauen darauf, dass du deine barmherzigen Augen unserer Not und unserem Leiden zuwendest, dass das Lächeln deiner Lippen Ausdruck deiner Freude über unsere Freude sei, dass du die Stimme deines Sohnes vernimmst, der dir im Hinblick auf jeden einzelnen von uns sagt, sieh da, dein Sohn. Und wir rufen dich an als unsere Mutter und erwählen dich, wie Johannes getan hat, zu unserem Leitbild und zu unserer Trösterin in unserm Leben. Wir glauben, dass du in der Herrlichkeit, bekleidet mit der Sonne und gekrönt mit den Sternen, die Freude der Engel und der Heiligen bist. Und wir schauen von dieser Erde aus, wo wir als Pilger weilen, auf zu dir, du unsere Hoffnung. Ziehe uns an dich und führe uns dereinst zu Jesus, den du in deinem Schoss trugest, du gütige und milde Jungfrau Maria.

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+ Papst Pius XII. 

Katholischer Kirchenchor St. Caecilia Otterstadt 1891

Kirchenmusik im Hochamt an Mariae Himmelfahrt (Patronatsfest)

19. August 2012 um 09.30 Uhr

Kath. Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt Otterstadt

Chorwerke:
Leopold Mozart 1719-1787:

 

Missa brevis in G für 2 Traversflöten, Chor und Basso Continuo

Dirk Manfred Schneider (Satz) *1972:
Maria aufgenommen ist
Eduard Rottmanner1809-1843:
Assumpta est Maria
Anonymus (ostkirchlich):
Hymnos Akathistos
Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791:
Ave verum
Karl Norbert Schmid (Satz) 1926-1995:  
Großer Gott, wir loben dich
Orgelwerke:
Johann Sebastian Bach 1685-1750:
Praeludium und Fuge in F-Dur
Felix Mendelssohn-Bartholdy 1809-1847:
Allegro maestoso e vivace

Es singen und musizieren :

Carmen Konietzny Querflöte

Jana Wagner Querflöte

Katrin Tremmel, Basso continuo

Kath. Kirchenchor St. Caecilia Otterstadt 1891

Leitung und Orgel: Dirk Manfred Schneider

Unser Ausflug nach Ötigheim

Obligatorisch wird in jedem Jahr vom Kirchenchor für die aktiven und passiven Mitgliedern ein Ausflug gemacht. Im vergangenen Jahr besuchten wir die Wirkungsstätte der Hl. Hildegard. Doch dieses Jahr fuhren wir zu einer Aufführung der Freilichtbühne Ötigheim. Auf dem Spielplan stand u. a. „Der Glöckner von Notre Dame“. Die Mehrheit der Fahrtteilnehmer entschied sich für dieses Drama. Unser Vorstand musste nur noch die Eintrittskarten besorgen und den Reisebus bestellen. Der Termin für die Fahrt wurde auf den 17.06.2012 festgelegt. Die Abfahrtzeit für den Bus wurde auf 12 Uhr festgesetzt, da die Aufführung um 14:30 begann.

Wir waren also pünktlich und rechtzeitig in Ötigheim, um uns noch kulinarisch zu versorgen. Die einheimischen Vereine bieten vor dem Festspiel auf einem schönen grünen Gelände Getränke und Essen in jeder Form an. Weiße Gartentische und - Stühle laden zum gemütlichen Beisammensein ein. Wir nutzten diese Annehmlichkeit und ließen uns von der kath. Frauengemeinschaft Ötigheim mit Kaffee und Kuchen verwöhnen. Nach dieser Stärkung wurde es dann Zeit unsere nummerierten Plätze im Schauspielhaus aufzusuchen. Gewöhnlich sitzt der Kirchenchor so ziemlich beisammen, sodass bis das Spektakel beginnt eine lebhafte Unterhaltung stattfindet.

Dann ist es endlich soweit! Mit Spannung und Interesse wird das Geschehen auf der Bühne aufmerksam verfolgt. Während einer längeren Pause   kann man sich bei einem Glas Sekt oder Wasser erholen und danach noch einmal ca. 2 Stunden den Glöckner und die schöne Esmeralda auf der Bühne bewundern. Die Aufführung war eine tolle Sache. Von der Inszenierung und der Besetzung der Künstler waren alle Zuschauer restlos begeistert. Dies kam in einem schier endlosen Applaus zum Ausdruck.

Der Tag war für den Kirchenchor ein wunderbares Erlebnis. Die Freilichtbühne Ötigheim ist eben etwas einmaliges in unserer näheren Umgebung. Deshalb werden wir sicher auch in den nächsten Jahren Aufführungen dieser Bühne besuchen. Wir freuen uns schon jetzt darauf!

Gertrud Riedel

Gebetsanliegen des Hl. Vaters für 2012

AUGUST

Allgemeine Gebetsmeinung: … dass Inhaftierte gerecht behandelt werden und ihre Menschenwürde geachtet wird.

Missionsgebetsmeinung: … dass junge Menschen, die zur Christusnachfolge berufen sind, bereit sind, das Evangelium bis an die äußersten Grenzen der Erde zu verkünden und zu bezeugen.

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SEPTEMBER

Allgemeine Gebetsmeinung: … dass Politiker stets ehrlich, integer und wahrheitsliebend handeln.

Missionsgebetsmeinung: … dass in christlichen Gemeinden die Bereitschaft wächst, Missionare, Priester und Laien, und konkrete Mittel für arme Kirchen zur Verfügung zu stellen.

OKTOBER

Allgemeine Gebetsmeinung: … für die Entwicklung und den Fortschritt der Neuevangelisierung in Ländern mit alter christlicher Tradition.

Missionsgebetsmeinung: … dass die Feier des Weltmissionssonntags der Evangelisierung neue Impulse schenkt.

NOVEMBER

Allgemeine Gebetsmeinung: … dass Bischöfe, Priester und alle Diener des Evangeliums ihre Treue zum gekreuzigten und auferstandenen Herrn mutig bezeugen.

Missionsgebetsmeinung: … dass die pilgernde Kirche auf der Erde als Licht der Nationen leuchtet.

DEZEMBER

Allgemeine Gebetsmeinung: … dass Zuwanderer in aller Welt, vor allem in christlichen Gemeinden großherzig und mit authentischer Liebe aufgenommen werden.

Missionsgebetsmeinung: … dass Christus sich der ganzen Menschheit in jenem Licht offenbart, das von Bethlehem ausstrahlt und sich auf dem Antlitz seiner Kirche widerspiegelt.

Die wichtigsten Gottesdienste in nächster Zeit

Fr. 17.08.2012
9:00 Uhr

Ökum . Schulanfangsgottesdienst der 1. Klasse
in der prot. Kirche

So. 19.08.2012
Mariä Aufnahme in den Himmel 9:30 Uhr

Festgottesdienst zu unserem Patronatsfest mit Aufnahme der neuen Meßdiener
Einzug mit Vereinsfahnen,
Kräuterweihe
Es singt der Kirchenchor. Anschließend sind alle herzlichst zu unserem Patronatsfest in die Sommerfesthalle eingeladen.

Mi. 22.08.2012
8.00 Uhr
Ökum . Schulanfangsgottesdienst der 2.-4. Klasse in der kath. Kirche
Fr. 31.08.2012
8.30 Uhr
Gottesdienst mit allen Firmbewerber-innen in der kath. Kirche Waldsee
Mi. 12.09.2012
18.00 Uhr
Firmung mit Weihbischof Otto Georgens in der kath. Kirche in   Waldsee
Mo. 01.10.2012
9.00 Uhr
Kerwemontag - Requiem für alle Verstorbenen der Pfarrgemeinde
Gertrud André
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Fronleichnam 2012 Blumenteppich von Kindern und Jugendlichen gestaltet

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