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Brief Ihrer kath. Pfarrgemeinde Otterstadt

Nr. 78 Allerheiligen 2011

_DSC9225A,Textfeld:       Adieu       Pfarrer Thomas Buchert

 

Patronatsfest 2011

 

Unser scheidender Pfarrer Thomas Buchert wollte sich nicht einem zentralen Gottesdienst   von seinen bisherigen Pfarrkindern verabschieden. Er hat es vorgezogen bei sowieso stattfindenden Festen in den einzelnen Gemeinden   Abschied von diesen zu nehmen. So geschah dies in Waldsee   an Fronleichnam und in Altrip an Pfimgstmontag

Als letzte Gemeinde war nun am 21. August   - am Patronatsfest „Maria Aufnahme in den Himmel“ - Otterstadt an der Reihe.

In gewohnter Weise wurde am Vormittag ein feierlicher Gottesdienst in der voll besetzten Kirche gefeiert. Mit Pfarrer Buchert standen unser ehemaliger Pfarrer Wilhelm Feit und Pater Wiesler, sowie eine große Messdienerschar   am Altar. Angeführt vom Kirchenschweizer zogen mit den Zelebranten und Messdienern Abordnungen Otterstadter Vereine, zum Teil mit ihren Fahnen, in die Kirche ein. Die Messe wurde vom Kirchenchor musikalisch mitgestaltet. Die Frauen der kfd hatten ca. 350 Würzwische gebunden und nach dem Gottesdienst gegen eine kleine Spende abgegeben.

Im Anschluss waren alle in die Sommerfesthalle eingeladen, wo bereits unser traditionelles Essen, Fisch bzw. Rollbraten mit Kartoffelsalat oder   Pommes frites, bereit stand und das Kuchenbuffet wieder reichlich bestückt war. Eine Bilderausstellung mit kirchlichen Motiven war aufgebaut und die kfd war mit einem Stand vertreten. Zu Gunsten der Kirchenrenovierung   wurden noch einmal Patenschaften angeboten und vom Kirchenchor eine Tombola angeboten. Die kleinen Besucher konnten sich schminken lassen oder sich auf einer Hüpfburg vergnügen.

Bei all der Freude über den schönen Gottesdienst, das schöne Wetter und die gut besuchte Sommerfesthalle machte sich dann doch ein wenig Wehmut breit. Alles Verdrängen nutzte nichts mehr. Nur noch etwa 10 Tage, dann war nach 13 Jahren die Amtszeit unseres Pfarrers   in Otterstadt   vorbei. Ein   wenig Traurigkeit war auch bei Pfarrer Buchert zu spüren, dabei ist doch der 21. August normalerweise für ihn ein Freudentag, sein Geburtstag.

Beides, - Abschied nehmen und Geburtstag feiern, - kam auch bei den Reden der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Elisabeth Simon, des Ortsbürgermeisters, Bernd   Zimmermann und der Gemeindediakonin der ev. Kirche, Frau Marion Wagner zum Ausdruck. Auch die Kinder des Kindergarten Casa Vincentina haben sich mit einem eigenen Beitrag vom Pfarrer verabschiedet.

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Die musikalische Unterhaltung des Patronatsfestes wurde vom Musikverein Otterstadt unter Leitung von Heike Schneider   übernommen. Alle Besucher des Festes haben beim   Geburtstagsständchen kräftig mitgesungen.

Zum Nachlesen sind die o.g. Beiträge auf den folgenden Seiten abgedruckt.

Klaus Feichtner

Rede von Elisabeth Simon, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates:

Lieber Herr Pfarrer Buchert,

heute begrüße ich Sie ganz besonders herzlich.

Ebenso begrüßen möchte ich unseren Verbandsbürgermeister Otto Reiland mit Frau und unseren Ortsbürgermeister Bernd Zimmermann mit Familie.

Weiterhin begrüße ich die beiden Ordensschwestern Schwester Fabia und Schwester Germana,

ich begrüße auch ganz herzlich Herrn Militärdekan Pfarrer Niederer und Frau Dreyer und Pater Wiesler, ebenso begrüße ich ganz herzlich unseren ehemaligen Pfarrer Wilhelm Feit und die Diakonin der evangelischen Kirchengemeinde Frau Wagner, weiterhin begrüße ich die Direktorin unserer Grundschule Frau Borger und den Landtagsabgeordneten Johannes Zehfuß und Sie, liebe Festgemeinde begrüße ich auch ganz herzlich.

Lieber Herr Pfarrer Buchert,

Ihr Wunsch war es, Ihren Abschiedsgottesdienst an unserem Patronatsfest Mariä Himmelfahrt zu feiern, um sich von den Gläubigen verabschieden zu können. Das Patronatsfest haben Sie immer gerne mit uns gefeiert, und an diesem Tag wollen wir Ihnen danke sagen für die Jahre ihres Wirkens in Otterstadt. Das Patronatsfest, das mal klein mit einem Sektempfang und Brezeln begann, initiiert von Pfarrer Koch, ist in den letzten Jahren mit Ihrer Unterstützung zu einem großen, schönen Fest geworden. Weil sich viele Menschen mit ihren Ideen eingebracht haben, ist unser Kirchengarten inzwischen für das Patronatsfest zu klein geworden. Daher treffen wir uns seit einigen Jahren nach dem festlichen Gottesdienst, der vom Kirchenchor musikalisch mitgestaltet wird, in der Sommerfesthalle. Bei allen, die zum Gelingen unseres Festes beigetragen haben und beitragen, möchte ich mich herzlich bedanken. Und heute haben wir ein weiteres ganz besonderes Anliegen, nämlich wir wollen Ihnen, lieber Herr Pfarrer Buchert, „danke schön“ sagen.

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Das möchte ich zum Anlass nehmen, auf Ihre Zeit in Otterstadt zurückzublicken. Aus Zeitgründen kann ich nur auf einige wenige Punkte eingehen. Am 1. November 1998 wurden Sie zum Administrator unserer Pfarrei bestimmt. Da Sie bereits seit 1. Februar 1998 die Pfarrei St. Martin in Waldsee übernommen hatten, war mit der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Otterstadt Ihr Aufgabenbereich für die Seelsorge für die Menschen umfangreicher und vielfältiger geworden. Ein besonderes Anliegen war Ihnen, dass sich die beiden Pfarreien Otterstadt und Waldsee näher kennenlernen sollten. Das erste große gemeinschaftliche Fest beider Pfarreien war die Bittprozession am Vorabend vor Christi Himmelfahrt im Jahr 2000, damals noch auf dem Aussiedlerhof der Familie Erbach, die uns dankenswerterweise ihren Hofplatz zur Verfügung gestellt hatte. Die Pfarrangehörigen aus Otterstadt trafen sich im Niederfeld und die Pfarrangehörigen aus Waldsee am neuen Rathaus. Betend und singend trafen sich die beiden Pfarreien auf dem Hof zur gemeinsamen Eucharistiefeier als Vorabendmesse zu Christi Himmelfahrt. Anschließend saßen wir alle bei einem Imbiss bis zum Dunkelwerden gemütlich zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Diese schöne Idee von Ihnen wurde in beiden Pfarreien so gut aufgenommen, dass seitdem jedes Jahr die Bittprozession am Vorabend vor Christi Himmelfahrt stattfindet. Seit einigen Jahren ist der Treffpunkt mit Gottesdienst und gemütlichem Beisammensein an der Flurkapelle der 14 Nothelfer.

Ein weiterer Vorschlag von Ihnen war, anlässlich des Otterstadter Weihnachtsmarktes eine Krippenausstellung im Pfarrheim zu organisieren. Diese Idee ist gut angenommen worden, und einige Otterstadter und Waldseer Bürger bauten ihre Krippen zu Anfang noch im alten Pfarrheim auf, die während des Weihnachtsmarktes von den zahlreichen Besuchern mit großem Interesse angeschaut wurden. Somit wurde von den Initiatoren beschlossen, immer mal wieder eine Krippenausstellung am Weihnachtsmarkt zu organisieren.

Viel Zeit, Kraft, Ausdauer, Geduld und Klärungsbedarf hat in den letzten Jahren die Kirchenrenovierung benötigt. Auch um dafür Geld zu sammeln, haben Sie Ideen eingebracht. Als begeisterter Gärtner haben Sie zusammen mit Horst Kuhn den inzwischen alljährlich stattfindenden Blumenmarkt im Frühjahr im Kirchengarten ins Leben gerufen. Das Prinzip des Blumenmarktes ist recht einfach. Jeder Otterstadter Bürger, der Pflanzen, Ableger, Stauden oder Gemüse aus seinem heimischen Pflanzenbestand übrig hatte, konnte diese den Vormittag über im Kirchengarten abgeben. Gleichzeitig konnten Pflanzenspender und andere Bürger aus der Rheingemeinde gegen eine kleine Spende zugunsten der Kirchenrenovierung die für sich passenden Pflanzen mitnehmen. Durch diese Aktion sind immer einige Hundert Euro für die Kirchenrenovierung gespendet worden. An einem dieser Samstage kamen auch mal Besucher mit ihrer Schildkröte, die nicht mehr richtig fressen wollte, vorbei. Ihr Ratschlag lautete: Schön warm einpacken, dann wird es wieder.

Zurück zum Patronatsfest. Um die Kirchenrenovierung voranzubringen, gibt es am Otterstadter Patronatsfest den Schnapsverkauf durch Sie persönlich. Sie kommen dadurch mit den Festbesuchern ins Gespräch, und die Besucher spenden gerne einen Geldschein für einen Schluck Schnaps. Diese Aktion ergibt wiederum eine schöne Summe, die der Kirchenrenovierung zugute kommt. Lassen Sie mich an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, allen ganz herzlich zu danken, die die Finanzierung unserer Kirchenrenovierung unterstützt haben. Insbesondere dem Bistum, vielen privaten Spendern und unserer politischen Gemeinde. Sehr vorangetrieben haben das Projekt Arno Zimmermann und Klaus Feichtner, denen ich auf diesem Wege ganz besonders danken möchte.

Als Pfarrer brauchen Sie für Ihre seelsorgerlichen Aufgaben die Mitarbeit und Unterstützung der Pfarrgemeinde. Diese Zusammenarbeit fiel uns umso leichter, da Sie Ihren Dienst zum Wohle der Pfarrgemeinde mit Freude ausgeübt haben. Viele fleißige Hände und Köpfe stellen sich in den Dienst der Gemeinschaft und helfen mit, die täglichen Arbeiten unserer Kirchengemeinde zu bewältigen. Hiermit möchte ich mich auch herzlich bei allen bedanken, die sich ehrenamtlich für die Gemeinde engagieren. Mein besonderer Dank gilt der kfd, dem Kirchenchor, den Messdienern, unserem Sakristan Frank Berthold, dem Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat. Mein besonderer Dank gilt auch der Feuerwehr, die die Kirche bei großen Veranstaltungen tatkräftig unterstützt.

Ein kleiner Appell: Wir haben diese Jahr wieder Pfarrgemeinderats- und Verwaltungsratswahlen. Sie sind herzlich eingeladen, sich einzubringen.

Gott sei Dank hat sich unser und auch Ihr Wunsch, dass schnell ein Nachfolger für Sie gefunden wird, erfüllt. Pfarrer Frank Aschenberger, zur Zeit Pfarrer in Hettenleidelheim, wird am 1. September die Nachfolge von Ihnen antreten. Die fünf Schafe, die Pfarrer Aschenberger, der gute Hirte, mitbringt, werden sich sicherlich in Waldsee in ihrem „paradiesähnlichen Garten“ pudelwohl fühlen.

Lieber Herr Pfarrer Buchert,

im Namen unserer Pfarrgemeinde danke ich Ihnen ganz herzlich für Ihr Engagement, Ihre Ideen und insbesondere ihre seelsorgerischen Dienste, die Sie in unserer Pfarrei geleistet haben. Für Ihre neuen Aufgaben in Bellheim wünschen wir Ihnen alles Gute, Freude an ihrem Dienst und Gottes reichen Segen. Hiermit überreiche ich Ihnen einen Bildband, der Ihre Zeit hier in Otterstadt dokumentiert. Der Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat möchten sich für die gute Zusammenarbeit mit Ihnen bedanken und machen Ihnen ein Geldgeschenk. Diesen Betrag können Sie nach eigenen Wünschen nutzen.

Heute feiern wir darüber hinaus aber noch einen besonderen Tag. Wie schon am 21. August 2005 an unserem seinerzeitigen Patronatsfest, so auch heute, an unserem diesjährigen Patronatsfest am 21. August 2011 feiern Sie Ihren Geburtstag. Dazu gratulieren wir Ihnen ganz herzlich mit einem Geburtstagsständchen

Rede von Ortsbürgermeister Bernd Zimmermann:

Lieber Thomas Buchert, liebe katholische Kirchengemeinde,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

bestimmt haben es einige von Ihnen vorhin bemerkt: Mit Einzug in die Kirche zu Beginn des Gottesdienstes öffnete der Himmel seine Schleusen und dicke Regentropfen fielen herab. Für mich ist dies ein untrügliches Zeichen des Herrn, dass er heute über so manche irdische Entscheidung genau so traurig ist wie viele von uns. Über die Verabschiedung unseres Pfarrers Thomas Buchert.

Meine Damen und Herren,

es ist das Los desjenigen, der als letzter oder als einer der letzten bei einer Verabschiedung etwas sagen darf, in große Gefahr zu geraten, seine Vorredner zu wiederholen – oder: Wenn er das vermeiden möchte, aber dennoch etwas sagen will: Wenigstens zu übertreiben. Dabei gilt aber auch die katholische Weisheit: „Zuviel Weihrauch schwärzt den Heiligen“. So habe ich mir in den vergangenen Wochen und Tagen viele Gedanken gemacht, was ich Ihnen allen beim Abschied von unserem Pfarrer Thomas Buchert sagen möchte. Doch immer wenn ich dachte ich hätte eine gute Idee, welche eine Wiederholung im Großen und Ganzen ausschließt, stand es anschließend entweder in der Zeitung oder im Kontakty.

Bgm

Deshalb habe ich mich entschlossen persönliche Worte an Thomas Buchert zu richten. Bevor ich das tue, möchte ich Ihnen allerdings eines nicht vorenthalten, meine Damen und Herren:

In alten Unterlagen, die mir freundlicherweise unser Altbürgermeister Günther Pfadt zur Verfügung gestellt hat, habe ich nämlich etwas Heiteres gefunden, das zwar eine Wiederholung wäre, aber das ich doch für sehr bemerkenswert empfinde. Denn ich meine eine Verabschiedung sollte auch eine heitere Note enthalten. Es ist aus der Zeit, als Günther Pfadt noch Schulleiter war und es handelt sich um einen Auszug aus einem Schüleraufsatz zum Thema „Unser Heimatdorf“. Das Kind schrieb: „Unsere Hauptstraße ist die Lindenstraße. Dort steht auch das wichtigste Haus unserer Gemeinde …der Ottermarkt. Ohne ihn müssten wir vielleicht verhungern. Ganz in der Nähe des Ottermarkts sind zwei Abwege.Der eine Abweg führt zur katholischen Kirche, der andere zur evangelischen…“.

Lieber Thomas,

für einen dieser beiden Abwege warst Du 13 Jahre lang verantwortlich. Ich selbst hatte das Glück, davon 2 Amtsjahre mit Dir teilen zu dürfen. In der Zeit haben wir doch einiges bewegt: Die katholische Bücherei wurde mit gemeindlicher Beteiligung zur Remigiusbücherei. Der von Dir initiierte so gelungene Innenausbau der katholischen Pfarrkirche wurde auch mit gemeindlichen Zuschüssen unterstützt. Die zukünftige Neuregelung der Zuschüsse für den Betrieb des katholischen Kindergartens Casa Vincentina hast noch Du mit auf den Weg gebracht. Und wenn ich Vereine und Kirchen eingeladen habe, um sie zum Mitmachen bei Gemeindeveranstaltungen zu animieren – vor allem bei unserer Ferienbetreuung und bei Jugendtagen – warst Du immer einer der Ersten die sagten „Ich komme dazu, wir beteiligen uns gerne“.

Du hast ein sehr gutes, ein freundschaftliches Miteinander mit der Gemeinde Otterstadt und auch mit mir persönlich gepflegt. Somit hat sich ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen katholischer Kirchengemeinde und politischer Gemeinde entwickelt. Ich denke im Wort „Freundschaft“ kann ich am besten beschreiben, warum auch ich persönlich es zutiefst bedauere, dass Du unsere Kirchengemeinde verlässt.

Privat verstehen wir beide uns sehr gut und haben so manche schönen Stunden verbracht. Wenn ich an mein Privatleben denke, dann kommen mir natürlich meine eigenen Besuche der Gottesdienste in den Sinn. Ich gehe gerne in die Kirche, wenn auch nicht all zu häufig. Und Du lieber Thomas, hast mir das nie krumm genommen. Zumindest hast Du es Dir nie anmerken lassen! Dafür danke ich Dir sehr!

Meine Damen und Herren,

wer von Ihnen den Dankgottesdienst und die Einweihungsfeier unserer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt besucht hat, hat von mir bereits gehört, dass Kirche für mich persönlich auch „Heimat“ bedeutet. Maßgeblich dazu bei trägt in erster Linie der Pfarrer. Es ist die Art wie er die Gottesdienste gestaltet. Und es ist seine Zugewandtheit zu den Menschen. Auch dies zeichnet einen guten Pfarrer aus und ist zweifelsfrei bei Thomas Buchert gegeben.

Einen guten Pfarrer zu verabschieden ist schwer. Und einen guten Freund zu verabschieden ist besonders schwer. Bertolt Brecht, der berühmte Schriftsteller, sagte einst: „Wenn ein Freund weggeht, muss man die Türe schließen, sonst wird es kalt“.

Dass uns warm wird, dafür sorgen – neben dem Sommerwetter – bekanntlich noch zwei weitere Anlässe an diesem Tag. Nämlich Dein Geburtstag und unser schönes Patronatsfest. So will ich langsam zum Ende kommen und freue mich mit Dir, Thomas, und mit Ihnen allen, liebe Gäste, zu feiern!

Als kleines Zeichen unseres Dankes möchte ich ein Geburtstagsgeschenk, sowie ein Abschiedsgeschenk der Ortsgemeinde überreichen. Ich werde es auch gleich enthüllen, doch möchte ich es noch erläutern.

Lieber Thomas, uns allen ist natürlich klar, dass du besonders gerne in unserer schönen Nachbargemeinde Waldsee tätig warst und dort gerne gelebt hast. Somit kommen wir an Waldsee nicht vorbei. Die aus meiner persönlichen Sicht „schönste Stelle in Waldsee“ ist hier auf dem Bild für Dich dargestellt. Die schönste Stelle in Waldsee ist … der südöstliche Ortsrand, …denn von dort sieht man Otterstadt am besten!

  Und so stellt dieses Bild - es ist ein Aquarell - den Blick aus Waldsee auf unser Dorf mit der Flurkapelle und mit unserer katholischen Pfarrkirche besonders schön dar. Ich hoffe Dir gefällt es!

Meine Damen und Herren, am Ende stehen gute Wünsche, von mir persönlich und auch im Namen von Verwaltung und Rat der Ortsgemeinde Otterstadt:

Lieber Thomas,

nach allem was Du mit Deinem Engagement für uns hier im Ort geleistet hast bist Du ein Glücksfall für Otterstadt. Denn Du hast unserer Kirchengemeinde wichtige Impulse gegeben und besonders mit dem Erhalt von Kirche und den kirchlichen Einrichtungen in unserem Dorf – aber auch in der guten Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde - Zeichen gesetzt.

Dafür sind wir alle sehr dankbar. Wir wünschen Dir von Herzen alles Gute für Deine Zukunft in Bellheim, Gottes Segen für Deinen Dienst an der Kirche und an den Menschen.

Wir sagen Dir: Auf Wiedersehen - und so oft Du möchtest: Auf Wiedersehen in Otterstadt. Du bist jederzeit gerne willkommen.

Rede der ev. Gemeindediakonin Frau Marion Wagner

Lieber Thomas,

im Namen der protestantischen Kirchengemeinde Waldsee- Otterstadt darf ich Dir ganz herzlich zu Deinem 49. Geburtstag gratulieren! Ganz herzliche Grüße natürlich auch von Andreas Buchholz, der ja bei Deiner Verabschiedung in Waldsee für uns gesprochen hat.

Dein Geburtstag: ein Grund zur Freude!

Aber heute wirst Du auch in Otterstadt verabschiedet und Dein tatsächlicher Weggang rückt immer näher. Kein Grund zur Freude für uns in Otterstadt und in Waldsee!

Einen Teil Deines Abschiedsgeschenks – ein Bildband mit Heiligen Orten auch in Otterstadt und Waldsee – hast Du ja bereits bekommen.

Wir wollten Dir noch was Praktisches mit in die Fremde geben, etwas, bei dessen Gebrauch Du an uns kleines Häuflein Protestanten in Otterstadt und Waldsee erinnert wirst. Aber auch etwas, das ausdrückt, was wir Dir wünschen. Wir haben diese Tasche/diesen Korb für Dich ausgewählt. Formschön und praktisch. Und innen rein haben wir Dinge getan, die mit dem zu tun haben, was Du und ich, ja wir alle, am meisten im Leben brauchen: Gottes Segen!

Wir haben Bibelverse ausgewählt, die ausdrücken, was wir Dir wünschen bzw. die Dir vielleicht an Deiner neuen Wirkstätte nützlich sein können. Und damit Du sie nicht vergisst, haben wir Dir die passenden Utensilien in die Tasche getan. Und nachdem mir bei der Einweihung der Kirche einige von Ihnen gesagt hatten, dass wir ruhig auch die Lutherrose hätten schenken können, lese ich heute die Bibelverse in der Lutherübersetzung.

Wagner

Kerze/Taschenlampe:

Mit was sollst Du beginnen in Deinen neuen Gemeinden, in Bellheim und Lustadt? Was tun, was lassen. Du wirst Entscheidungen treffen müssen, die manchmal nicht leicht sein werden. Was kann helfen? Psalm 119 hat die Antwort:

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.

Salz:

Gemeinden brauchen einen, der sie motiviert, der auch mal Salz in Wunden streut, um aufzurütteln, der sagt: wenn nicht wir Christen, wer dann?! Im Matthäus-Evangelium heißt es:

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz seine Wirkung verliert, womit soll man salzen?

Herz:

Wahrscheinlich wird es auch in Deinen neuen Gemeinden nicht immer leicht sein, das Leiden wird Dir auch dort immer wieder begegnen. Manchmal wird Dein Herz auch schwer sein. Dann denke an das, was in Psalm 119 steht:

Ich laufe den Weg deiner Gebote; denn du tröstest mein Herz.

Ysop:

Und wenn es dann doch die falsche Entscheidung war, oder Du in Deinen neuen Gemeinden einmal Mist bauen solltest: hier hast Du den Ysop-Zweig. In Psalm 51 steht:

Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde.

Goldtaler:

Mit Sicherheit wird es auch in Deinen neuen Gemeinden wieder Baumaßnahmen geben, es beginnt ja jetzt schon mit Deinem Pfarrhaus. Baumaßnahmen kosten Geld, man muss frisch sein und auch mal anpacken können. Im 5. Buch Mose steht:

Der Herr wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zur rechten Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hände.

Kraut:

Vielleicht kannst Du aber dabei nicht immer aus dem Vollen schöpfen, sondern Du musst Dich beschränken bei manchen Vorhaben. Dann denke daran, was im Buch der Sprüche steht:

Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gemästeter Ochse mit Hass.

Schlange/Taube:

Vielleicht bist Du manchmal ein bisschen bange und überlegst, wie Du das alles schaffst: neue Gemeinden, noch mehr Gemeindemitglieder, Gebäude, Gottesdienste und, und, und. Bleib ganz ruhig. In der Bibel steht, wie Du es machen musst und zwar im Matthäusevangelium:

Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

Wattestäbchen:

Nein von Wattestäbchen steht nichts in der Bibel, auch nicht in der Lutherbibel. Aber man kann sie für die Ohren benutzen, damit sie sauber sind und man besser hört. Viel Neues wirst Du hören und erfahren. In der Apostelgeschichte heißt es:

Denn du bringst etwas neues vor unsere Ohren; nun wollen wir gerne wissen, was das ist.

Wir wünschen Dir, dass Du alles hören und wahrnehmen kannst, auch die Zwischentöne. Vielleicht würdest Du ja gerne wissen, was Dich erwartet, mit dem 2. Teil des Verses habe ich an uns hier in Otterstadt und Waldsee gedacht: wir würden uns freuen, von Dir und Deinen neuen Erfahrungen zu hören!

Brot:

Vom Ohr zum Auge. Besondere Augen wünschen wir Dir. Im Buch der Sprüche heißt es:

Wer ein gütiges Auge hat, wird gesegnet; denn er gibt von seinem Brot den Armen.

Honig:

Honig musste einfach dabei sein, allein wenn wir an die ökumenischen Andachten draußen am Kapellchen zwischen Otterstadt und Waldsee denken. An Johannes den Täufer, dessen Nahrung u.a. aus Honig und Heuschrecken bestand. Aber noch einen Grund gibt es: Dir zuzuhören war nie langweilig. Im Hohelied der Liebe heißt es:

Honig und Milch sind unter deiner Zunge.

Deswegen hier auch noch

Milch.

 

Wein und Wasser:

Jetzt könnte zwar kommen, dass man nicht Wasser predigen und Wein trinken soll, aber warum sollte man das bei Dir sagen? Nein, Wasser haben wir gewählt, weil bei Lukas steht:

Wer an mich glaubt, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Wenn man sich anguckt, was Du hier hinterlässt, wenn man mit den Menschen spricht, die mit Dir zu tun hatten: lebendiges Wasser!

Und Wein:

Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Was hast Du hier nicht alles an Frucht gebracht!?

Zum Schluss

Stein:

Es könnte der Stein sein, der uns auf der Seele liegt, weil Du gehst, aber dieser Stein aus dem evangelischen Pfarrgarten soll ausdrücken, dass wir Dir alles, alles Gute und möglichst wenig Schwierigkeiten und Schweres an Deiner neuen Wirkstätte und in Deinem neuen Lebensjahr wünschen. In Psalm 91 heißt es:

Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einem Stein stoßest.

Schaf:

Zum Schluss ein Schäfchen. Denn ich weiß: es fällt Dir nicht ganz leicht, das hier alles zu verlassen. Was wird Dich erwarten? Was passt da besser als die Gewissheit, die im Psalm 23 zum Ausdruck kommt:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

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Und zum Schluss: der Beitrag unseres Kindergartens:

Mit deinem Gott springst du über Mauern, mit deinem Gott stellst du die Welt auf den Kopf. Mit deinem Gott, mit den Schwestern und Brüdern, bauen wir an deiner Erde, bauen wir an seinem Reich.

1.   Seht euch mal den Pfarrer an,
nach langer Zeit fängt er was Neues an.
Hat keine Angst und sperrt sich nicht,
du bist doch wirklich ein super toller Wicht.

2.   Seht dir nur mal die Rosen an,
wer schneidet sie, wir haben keinen Mann.
Wenn man sie nicht mehr ansehen kann,
dann rufen wir in Bellheim an.

3.   Unsere Schildkröte war allein,
dann durfte sie beim Pfarrer sein.
Nun geht er fort und nimmt sie mit,
wir wünschen beiden von Herzen viel Glück.

Kiga

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Brief Ihrer kath. Pfarrgemeinde Otterstadt

Nr. 78 Allerheiligen 2011

120Jahre 039,Textfeld: Willkommen   Pfarrer Frank Aschenberger
120Jahre 026,120Jahre 003,120Jahre 077

 

Aschenberger

Liebe katholische Christinnen und Christen aus Otterstadt,

zum 1. September hat mich der Bischof zu Ihrem neuen Pfarrer ernannt. Zusammen mit P. Samuel, Frau Heiner und Herrn Heitz bin ich für eine neue entstandene Pfarreiengemeinschaft zuständig, zu der neben Otterstadt noch Altrip, Limburgerhof, Neuhofen und Waldsee gehören. Für uns Seelsorger wie für die Gemeinden stellt die Größe dieser Einheit eine echte Herausforderung dar. Es wird seine Zeit brauchen, sich aneinander zu gewöhnen, aufeinander zuzugehen und schließlich auch fruchtbar zusammenzuarbeiten. Schon das Kennenlernen wird seine Zeit brauchen; deshalb möchte ich mich ohne auf diesem Wege wenigstens einmal kurz vorstellen:

Mein Name ist Frank Aschenberger, ich stamme aus Böhl- Iggelheim und werde im November 36 Jahre alt. Nach dem Abitur, das ich am Nikolaus-von-Weis-Gymnasium in Speyer gemacht habe, war ich zunächst zwei Jahre zum Studium in Mainz. 1997 wechselte ich an die Päpstliche Universität Gregoriana nach Rom. Am 6.5.2000 wurde ich von Walter Kardinal Kasper zum Diakon geweiht und kehrte für ein Jahr ins Bistum zurück, wo ich in Oggersheim bei Pfr. Friedrich Schmitt das pastorale Handwerkszeug erwarb. Zurück in Rom wurde ich am 10.10.2001 von Bischof Amadee Grab zum Priester geweiht. In den zwei folgenden Jahren studierte ich kanonisches Recht und engagierte mich in der amerikanischen Gemeinde Roms. Für jeweils 1 ½ Jahre war ich dann Kaplan in Pirmasens und Bexbach bevor ich im August 2006 Pfarrer der Pfarreiengeimschaft Hettenleidelheim wurde, zu der zuletzt acht Ortschaften mit sechs Kirchen gehörten. Auf die neue Aufgabe bei Ihnen freue ich mich sehr und hoffe Ihnen bald einmal persönlich zu begegnen.

Ihr neuer Pfarrer
Frank Aschenberger

Otterstadt : 120 Jahre Kirche, 120 Jahre Kirchenchor

Am 8. September 1891, also vor 120 Jahren, wurde die kath. Kirche Maria Himmelfahrt durch Bischof Dr. Jos. Georg von Ehrler geweiht. Diese Feier wurde schon durch den kurz zuvor gegründeten Pfarr – Cäcilienverein mitgestaltet. Der Kirchenchor St. Cäcilia ist also ebenfalls 120 Jahre alt.

Die Feier dieses doppelten Jubiläums am 11. September war ein weiteres Highlight in dem an Höhepunkten so reichen Gemeindeleben in diesem Jahr.

Zunächst konnte nach über einem Jahr Innenrenovierung der Kirche diese am Gründonnerstag wieder in Betrieb genommen werden. An Pfingsten wurde mit einem Fest – und Dankgottesdienst die Renovierungszeit endgültig abgeschlossen. Mit etwas Wehmut wurde am 21. August das Patronatsfest gefeiert, denn dabei wurde der bisherige Pfarrer Thomas Buchert verabschiedet. Er übernahm zum 1. September die Pfarreiengemeinschaft Bellheim.

Erfreulicherweise hat Bischof Dr. Wiesemann mit der Ernennung von Pfarrer Frank Aschenberger für die neue Pfarreiengemeinschaft Altrip, Limburgerhof, Neuhofen, Otterstadt und Waldsee zum 1. September für eine seelsorgerliche Betreuung ohne Unterbrechung gesorgt.

Der erste Gottesdienst, den der neue Pfarrer in Otterstadt gefeiert hat, war die Festmesse zu den beiden Jubiläen. Musikalisch wurde die Messe vom Kirchenchor, der z.Z. über 50 aktive Sängerinnen und Sänger hat, gestaltet. Begleitet von einen kleinen Orchester sang der Chor die Festmesse in F von Ignaz Reimann. Weiter kamen zum Vortrag: Halleluja (W. Menschick), Ein Haus voll Glorie schauet (D. M. Schneider / G. Pfeifer), Maria Himmelskönigin (F. Philipp)   und als Sopransolo „Meine Seele hört im Sehen“ (G. F . Händel) vorgetragen von der aus Otterstadt stammenden Sopranistin Stefanie Dasch. Die Gesamtleitung lag in den bewährten Händen von Chorleiter Dirk Manfred Schneider.

Der sich an den Gottesdienst anschließende Sektumtrunk im Kirchengarten war eine gute Gelegenheit mit dem neuen Pfarrer ins Gespräch zu kommen und wurde auch reichlich genutzt.

Am gleichen Tag hat sich die Kirchengemeinde Otterstadt mit ihrer renovierten Kirche erstmalig am Tag des offenen Denkmals beteiligt . Im Chorraum waren zusätzlich historische Pläne, Dokumente und Paramente ausgestellt. Weit über 100 Besucher haben das Angebot wahrgenommen, auch an den drei   angebotenen Führungen nahmen insgesamt 70 – 80 Personen teil.

Klaus Feichtner

Neuwahl der Räte

Mit den Neuwahlen von Pfarrgemeinde – und Verwaltungsrat am 5./6. November 2011 geht die ereignisreiche Amtszeit der derzeitigen Räte zu Ende. In der gesamten Diözese waren die letzten vier Jahre geprägt von der Diskussion um die Gemeindereform, die 2015 in Kraft tritt, von der Gründung neuer Großpfarreien und von angekündigten und bereits erfolgten Wechseln von Seelsorgern.

Bei uns in Otterstadt kam noch die Weiterführung und der Abschluss der Kirchenrenovierung hinzu. Eine turbulente Zeit, auch für die Räte. Die auf den nächsten Seiten folgenden Berichte können nur einen kurzen Überblick über die Arbeit der Räte und die vielen Diskussionen innerhalb und außerhalb der Gremien wiedergeben.

Sie sind nun aufgerufen am 5. und 6. November neue Räte zu wählen. Es werden die letzten selbständigen Räte für Otterstadt sein. Ab 2015 gibt es einen Pfarrgemeinderat für die neue Großpfarrei Waldsee. In den einzelnen Gemeinden wird es dann Ortsbeiräte geben. Über die Wahlmodalitäten und die Aufgabenverteilung ist man sich z.Z. noch nicht im Klaren.

Wir brauchen jetzt, auch im Hinblick auf 2015, starke Räte. Gehen Sie am 5. / 06. November zur Wahl und bekunden Sie damit auch in schwierigen Zeiten Ihr Interesse an der Gemeinde.

Unser Wahllokal befindet sich im Kindergarten (Eingang Pfarrheim). Die Öffnungszeiten sind Samstag 05. November 16:00 – 18:00 Uhr und Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr. Auch Briefwahl ist möglich.

Klaus Feichtner

Rückblick auf die Arbeit des Pfarrgemeinderates Otterstadt, seit der Wahl am 10./11. November 2007

 

Die Kandidatenliste umfasste damals insgesamt 14 Kandidaten, von denen acht Personen direkt in den Rat gewählt und weitere vier Personen von Herrn Pfarrer Buchert berufen wurden. Zusätzlich wurden zwei Personen der Kandidatenliste zu beratenden Mitgliedern ernannt.

Am 19.11.2007 konstituierte sich der PGR mit der Wahl der Vorstandschaft.

Die Wahl des Vorstands ergab folgendes Ergebnis:

1.   Vorsitzender: Frau Elisabeth Simon

2.   Vertreter: Herr Klaus Feichtner

3.   Schriftführer: Herr Bernd Blau

Der Pfarrgemeinderat traf sich in der vergangenen Wahlperiode zu 22 Sitzungen.

Die vier Jahre waren sehr geprägt von den Renovierungsarbeiten unserer Kirche und durch das Projekt „Gemeindepastoral 2015“.

Der letzte Bauabschnitt der Außen-Renovierung konnte im August 2008 erfolgreich abgeschlossen werden, um danach mit der Neugestaltung des Kirchengartens im November beginnen zu können. Von „Freiwilligen“ wurde eine Beregnungsanlage verlegt und die Wege zur   Sakristei und zur Lourdesgrotte gepflastert.

Es sollte jedoch bis zum Mai 2009 dauern, um dem Garten, innerhalb der 72 Stunden-Aktion, ein neues „Gesicht“ zu geben.

An der Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ waren aus unserer Gemeinde 18 Kinder und Jugendliche, unterstützt durch ehrenamtliche Helfer, beteiligt. Die Aufgabe unserer Gruppe war die Errichtung eines Bibelgartens innerhalb von 72 Stunden. Mit viel Einsatz und Freude waren die Kinder und Jugendlichen bei der Sache und haben die gestellte Aufgabe mit Bravour gemeistert.

Im Bereich außerhalb des Bibelgartens wurde Rasen neu eingesät.

Damit war es jedoch nicht getan, denn ein Garten muss ja gehegt und gepflegt werden, damit er nicht verwildert. Diese große Aufgabe wurde durch Herrn Klaus Feichtner und Herrn Arno Zimmermann in ehrenamtlicher Arbeit übernommen. Unterstützt wurden sie durch einige freiwillige Helfer(innen) aus der Gemeinde. Sicher würden sich die beiden freuen, wenn sich im nächsten Jahr zusätzliche Helfer einfinden würden. Vielen herzlichen Dank allen Helfern.

Im Oktober 2009 ging es weiter mit der Renovierung unserer Kirche. Die Anträge an die zuständigen Behörden wurden gestellt und nach dem Weißen Sonntag am 11.04.2010 konnte begonnen werden.

Beim Aus – und späterer Einräumen der Kirche, bei der Holzwurmbehandlung der Kirchenbänke, beim Streichen der Heizung, bei Erdarbeiten im Zusammenhang mit der Heizungsumstellung und in Vorbereitung eines späteren Toilettenbaus und und und waren wieder die bekannten und bewährten freiwilligen Helfer zur Stelle.

Am Gründonnerstag 2011 konnte nach fast einjähriger Innenrenovierung der erste Gottesdienst in der neuen Pfarrkirche gefeiert werden. Zum Festgottesdienst aus Anlass der offiziellen Inbetriebnahme am Pfingstsonntag konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden. Ein Sektumtrunk im Kirchengarten und eine Kirchenführung mit Clemens Jöckle schlossen sich an.

Im Juni 2010 wurde durch den Generalvikar der Diözese Speyer erklärt, was bereits am 30.10.2009 durch das Konzept „Gemeindepastoral 2015“ in der Diözese Speyer angekündigt wurde. Die Anzahl der Pfarreien soll auf insgesamt 60 reduziert werden. In diesem Zusammenhang sollte Otterstadt mit Waldsee und Altrip zu einer Großpfarrei   verschmolzen werden. Ab September 2010 übernahm daher unser Pfarrer Thomas Buchert als Administrator zusätzlich die katholische Pfarrei St. Peter und Paul in Altrip.

Im weiteren Verlauf des Projektes „Gemeindepastoral“ wurde bekannt, dass es zur Bildung einer Großpfarrei Otterstadt-Waldsee- Altrip- Neuhofen und Limburgerhof kommen wird. Die Frage nach dem Sitz der künftigen Großpfarrei war noch offen. Da sich die Gemeindevertreter nicht einigen konnten, sollte unser Bischof die Entscheidung treffen.

Vielleicht haben ihm die Visitationen der Pfarrgemeinden Otterstadt, Waldsee und Altrip am 01.04.2011 und wenige Tage später in Limburgerhof den nötigen Überblick verschafft, um letztendlich eine Entscheidung herbeizuführen. Im Mai wurde dann bekannt gegeben, dass Waldsee Pfarrsitz und fester Gottesdienstort wird.

Im Juni 2011 wurde bekannt, dass unser Pfarrer Thomas Buchert die Pfarrgemeinde verlassen wird. Ab 01.09.2011 übernahm er die Stelle als neuer Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft Bellheim.

Die Frage nach dem Nachfolger des bisherigen Pfarrers, Herrn Thomas Buchert, konnte Anfang September 2011 geklärt werden. Der neue Pfarrer, Herr Frank Aschenberger war bisher in Hettenleidelheim tätig und seine Amtseinführung wurde am 16.Okt. 2011 in einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin in Waldsee gefeiert .

Bereits am 11.09.2011 hielt er jedoch den ersten Gottesdienst in unserer Gemeinde. An diesem Sonntag gab es dreifach etwas zu feiern, 120 Jahre Einweihung der Kirche, 120 Jahre Kirchenchor St. Cäcilia und den ersten Gottesdienst des neuen Pfarrers. Wieder gab es einen Sektempfang im Kirchengarten, dazu lud der Kirchenchor ein.

An diesem Tag wurde auch der Tag des Offenen Denkmals begangen, an dem wir uns erstmals beteiligten. Weit über 100 Besucher wurden gezählt, nahmen an drei Führungen teil und besuchten die Ausstellung von historischenParamenten, Dokumenten und Ausstattungsgegenständen.

Neben der Vorbereitung und Durchführung kirchlicher Feste ist der Pfarrgemeinderat mehr oder weniger stark in alle kirchlichen Aktivitäten eingebunden:

Kreuzweg – Mai – und Rosenkranzandachten, werden von den verschiedenen Gruppierungen u. a. auch vom Pfarrgemeinderat gestaltet, Sternsinger – Aktion, ökumenische Frühschichten in der Fasten – und Adventszeit, Agape – Feier in der Osternacht, Fronleichnam (ein Altar wird vom PGR aufgebaut) mit Reunion (vom Kirchenchor organisiert), Bittprozession zur Vierzehn Nothelfer Kapelle (von uns im Wechsel mit dem PGR Waldsee vorbereitet) und Patronatsfest.

Den Stand am Weihnachtsmarkt betreiben wir seit zwei Jahren zusammen mit der Frauengemeinschaft. Die kfd verkauft sehr erfolgreich selbst gemachte Marmelade und Plätzchen, der PGR ist seit vielen Jahren mit seinem Wunschzettelbaum vertreten.

Bernd Blau

Zum Fest werden auch die Otterstadter, die in Alten – und Pflegeheimen wohnen von (ehemaligen) PGR – Mitgliedern besucht.

Mit den „KONTAKTY“ (Pfarrbrief), wird die Gemeinde mehrmals im Jahr über alles Wichtige informiert. Das KONTAKTY bietet auch allen anderen Gruppierungen die Möglichkeit über ihre Aktivitäten zu berichten.

Vertreter des PGR nahmen auch an Veranstaltungen und Sitzungen im Pfarrverband und Dekanat teil und sind aktiv bei der Planung und Ausführung aller Aktivitäten der Pfarrei beteiligt.

Wir freuen uns auf alle Menschen, die zur Mitarbeit bereit sind, denn dadurch wird Leben, Freude und Gemeinsamkeit in unserer Gemeinde verbreitet.

Bernd Blau

Bericht des Verwaltungsrats der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Otterstadt über die Wahlperiode 2007-2011

Der Verwaltungsrat setzte sich nach der Wahl vom 10./11. November 2007 aus Herrn Pfarrer Thomas Buchert als Vorsitzenden und folgenden gewählten Mitgliedern zusammen: Frau Ruth Schantz und den Herren Frank Berthold, Dr. Markus Riedel, Dr. Paul Warmbrunn, Gerhard Werber und Arno Zimmermann. Vom Pfarrgemeinderat wurde Herr Klaus Feichtner in den Verwaltungsrat delegiert. Kirchenrechner war im Berichtszeitraum Herr Gerhard André. In der konstituierenden Sitzung am 27. November 2007 wurde Herr Arno Zimmermann zum stellvertretenden Vorsitzenden, Herr Dr. Paul Warmbrunn zum Schriftführer gewählt. Einzelnen Mitgliedern des Verwaltungsrats wurden bestimmte Bereiche an den Gebäuden und Liegenschaften der Pfarrei zugeteilt:

-        Pfarrhaus und Kirchengärten ( Ottmargewann): Herrn André

-        Kirche und Pfarrgarten: Herrn Berthold

-        Pfarrheim mit Kindergarten und Bücherei: Herrn Zimmermann.

Im Zeitraum vom 27. November 2007 bis zum 9. Juli 2011 traf sich der Verwaltungsrat zu insgesamt 25 Sitzungen. Hinzu kamen mehrere Ortstermine, so am 26. September 2009 zur Besichtigung von Kirchen in Edenkoben, Deidesheim und Neustadt- Geinsheim im Zusammenhang mit der Innenrenovierung unserer Pfarrkirche und am 19. August 2011 zur Begehung der Pfarrgärten im Ottmargewann.

Neben den regelmäßig anfallenden Aufgaben wie der Beschlussfassung über den Haushaltsplan und der Feststellung der Jahresrechnung stand in der Wahlperiode ganz eindeutig die Fortsetzung und der Abschluss der schon 2006 begonnenen Renovierung der Pfarrkirche (3. und 4. Bauabschnitt) im Mittelpunkt. Über die einzelnen Schritte und Maßnahmen wurde im „ Kontakty“ Nr. 77 vom August 2011 bereits ausführlich berichtet. Der Verwaltungsrat hat diese unter häufiger Hinzuziehung der Herren der Bauleitung – neben dem Leiter des Bischöflichen Bauamts, Herrn Hartmann, und dem zuständigen Gebietsingenieur, Herrn Appeltauer, insbesondere des Architekten, Herrn Angner, und des für Elektro- und Heizungsarbeiten zuständigen Ingenieurs, Herrn Lauber – zu seinen Sitzungen intensiv begleitet und nach – soweit erforderlich - regelmäßig erfolgter Ausschreibung die Einzelaufträge an die zum Zuge gekommenen Firmen bzw. Personen vergeben.

Im Rahmen des 3. Bauabschnitts wurden im Berichtszeitraum noch Sandsteinarbeiten im Sockelbereich der Pfarrkirche, die Instandsetzung der Entwässerungsanlage im Kirchengarten sowie dessen Bewässerung durch eine Sprinkleranlage und die Pflasterung des Weges um die Kirche in Angriff genommen.

Für die Innenrenovierung (4. Bauabschnitt) fasste der Verwaltungsrat in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Pfarrgemeinderat am 14. Juni 2010 sowie in der Sitzung vom 14. Juli 2010 den Grundsatzbeschluss für ein „historisch abgespecktes Konzept“ der Ausmalung. In der Zeit vom April 2010 bis April 2011 wurde die Innenrenovierung der Kirche dann durchgeführt. Neben der Ausmalung nach dem vom Bischöflichen Bauamt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde entwickelten Konzept beinhaltete diese als weitere wichtige Maßnahmen Restaurierungsarbeiten an Möbeln, Reinigen der Altäre, Kanzel und Einzelfiguren, die Erneuerung der Elektroinstallation, die Umstellung der Heizung von Öl auf Gas, die Abschleifung und Neuversiegelung des Fußbodens sowie die Überarbeitung der Bänke und den Neubezug der Sitzkissen.

Seit Gründonnerstag, dem 21. April 2011, wird in der renovierten Kirche wieder Gottesdienst gefeiert, die offizielle Einweihung erfolgte in einem feierlichen Dankgottesdienst am Pfingstsonntag, den 12. Juni 2011.

Für alle Abschnitte der Kirchenrenovierung ist von Gesamtaufwendungen von 1,3 bis maximal 1,4 Millionen Euro auszugehen (die genauen Zahlen stehen noch nicht fest). Davon wurden rund 850.000 Euro – ein Anteil von rund drei Fünfteln – vom Bischöflichen Ordinariat übernommen – ein ungewöhnlich hoher Anteil, wofür der obersten Behörde unseres Bistums großer Dank gebührt. Insgesamt 90.000 Euro bewilligte die politische Ortsgemeinde Otterstadt; auch ihr sei dafür bestens gedankt. Der Restbetrag muss aus Spenden sowie aus Haushaltsmitteln, Rücklagen der Kirchenstiftung und mit einer Kreditaufnahme finanziert werden. Bemerkenswert ist der hohe Anteil an Eigenleistungen von Mitgliedern der Gemeinde bei vielen Maßnahmen, wodurch Kosten in großem Umfang eingespart werden konnten. Einzelne Verwaltungsräte gingen hierbei mit besonderem Einsatz und gutem Beispiel voran. Besonders engagiert haben sich alle Mitglieder des Verwaltungsrats bei der Einwerbung von Spenden für die Kirchenrenovierung, wobei kreative Ideen und Konzepte – wie beispielweise die Vergabe von Patenschaften für einzelne restaurierte Objekte – entwickelt wurden, die sich als sehr erfolgreich erwiesen haben.

Abschließend seien einige weitere wichtige Maßnahmen, die unter maßgeblicher Beteiligung des Verwaltungsrats zustande kamen, genannt:

Im Pfarrgarten wurden mehrere krank und morsch gewordene Bäume bei gleichzeitiger Kompensation durch Neuanpflanzungen gefällt, sowie im Rahmen der 72-Stunden-Aktion der katholischen Jugend ein Bibelgarten angelegt.

Die Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB) Otterstadt erhielt den neuen Namen „ Remigiusbücherei“ und wird aufgrund eines Vertrags vom 15. Juni 2010 künftig auch von der Ortsgemeinde mitgetragen und finanziell unterstützt.

Der Verwaltungsrat hat den Neubau einer Toilettenanlage beschlossen, der in der kommenden Wahlperiode erfolgen wird.

Frau Ingrid Erbach ist neue Mitarbeiterin im Sakristeidienst. Sie übernahm das Amt von Frau Hedwig Nowack, der für diesen Dienst, den sie fast 40 Jahre lang treu und zuverlässig ausgeübt hat, auch an dieser Stelle herzlich gedankt werden soll.

Bei allen Meinungsunterschieden in Sachfragen waren die Sitzungen des Verwaltungsrats von einem kollegialen und konstruktiven Geist geprägt. Die Zusammenarbeit mit Herrn Pfarrer Buchert, dem auch an dieser Stelle für sein engagiertes und segensreiches Wirken in der Gemeinde gedankt werden soll, war eng und vertrauensvoll. Der Verwaltungsrat hofft, in der zu Ende gehenden Wahlperiode wieder seinen Beitrag zu einer lebendigen und geschwisterlichen Gemeinde geleistet zu haben und dazu auch künftig in Zeiten knapper werdender finanzieller Ressourcen in der Lage zu sein.

Dr. Paul Warmbrunn

Textfeld: Wahl zum Verwaltungsrat am 05. / 06. November 2011

Kandidatenliste

Dr. Riedel Markus

Rechtsanwalt (52)

 
 

Schantz Ruth

Bankkauffrau (58)

Dr. Schlick Erich

Arzt (59)

 
 

Schmid Klaus

Bankkaufmann (54)

Vollmer Gabriele

Bankkauffrau (52)

 

Dr. Warmbrunn Paul

Oberarchivrat (58)

Werber Gerhard

Diplom Ingenieur (67)

 
 

Zimmermann Arno

Rentner (70)  

Textfeld: Wahl zum Pfarrgemeinderat am 05. / 06. November 2011

Kandidatenliste

André Gertrude

Verwaltungsangestellte (66)

 
 

Berthold Frank

Krankenpfleger (35)

Blau Bernd

Industriekaufmann (46)

 

Feichtner Klaus

Rentner (69)

Flory Odile

Krankenschwester (30)

 

Rossi Gudrun

Arzthelferin (45)

Simon Elisabeth

Hausfrau (55)

 
 

Schlick Maria

Hausfrau (56)

Steiger Peter

Dipl. Pädagoge (58)