KONTAKTY

Brief Ihrer kath. Pfarrgemeinde Otterstadt

Nr. 77 Maria Himmelfahrt 2011

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Bild auf der Titelseite: Marienstatue über dem Hochaltar dar Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ in Dachau.

Die drei Meter hohe Statue aus Zirbelholz wurde 1961 von Professor Franz Lorch aus München geschaffen.
Gefasst (d.h. farbig gestaltet, bemalt) wurde sie von dem Dachauer akademischen Kunstmaler Richard Huber.

 

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Titel

 

Liebe Gemeinde !

So hätte Pfarrer Buchert Sie sicher in seinem „Leitartikel“ zum neuen KONTAKTY gerne wieder angesprochen. Aber leider kam kein Artikel und meine telefonische Nachfrage kam leider zu spät, der Pfarrer war schon in Kur. Ich nehme an, dass er es zwischen Radwallfahrt nach Walldürn, verschiedenen Terminen mit den Räten in Waldsee und Otterstadt und seinem Kurantritt einfach nicht mehr geschafft hat.

Ich weiß nicht was uns unser Pfarrer im letzten KONTAKTY während seiner Amtszeit hätte sagen wollen, gehe aber davon aus, dass er ganz bestimmt — wie im Martinskurier in Waldsee — etwas über die Hintergründe seines Weggangs geschrieben hätte.

 

Ich will versuchen die Gedanken aus dem Martinskurier zusammenzufassen und hier wiederzugeben.

Pfarrer Buchert ist, wenn auch noch „jung“ an Lebensjahren, mit 13 Dienstjahren der dienstälteste Priester im Pfarrverband. Ein Stellenwechsel, wie ihn jeder Pfarrer mindestens einmal erlebt, steht also an.

In der Diözese ist, wie Sie alle wissen, eine Umstrukturierung im Gange, bei der bis 2015 aus 346 Gemeinden in 123 Pfarreiengemeinschaften 70 Großpfarreien entstehen werden. Pfarrer Buchert wurde im Januar mitgeteilt, dass er in der Personalplanung der Diözese als Leiter einer dieser Großpfarreien vorgesehen ist und bereits am Aschermittwoch ist es konkret geworden, es sollte Bellheim sein. Auch wenn es dann doch sehr schnell ging, hat Pfarrer Buchert zugestimmt, da sein Wunsch in der Vorderpfalz zu bleiben, erfüllt war.

Ich denke, dass ihm die Pfarreiengemeinschaft — auch mit Altrip — sehr am Herzen liegt und ihm sein Weggang nicht leicht fällt. Aber wenn es schon sein muss, sollte es wenigstens eine Pfarrei seiner Wahl sein.

Im Martinskurier bittet dann Pfarrer Buchert alle, trotz Enttäuschung, Wut und Zorn, optimistisch in die Zukunft zu schauen und weiter zum Wohl der Gemeinde tätig zu bleiben.

Den folgenden Abschnitt habe ich wörtlich aus dem Martinskurier übernommen.

„Ich wurde vor nun bald 17 Jahren (17.06.1994) zum Priester für die Diözese Speyer geweiht. Die längste Zeit davon durfte ich in Waldsee verbringen, wofür ich mich damals, im Dezember 1997 bewusst und willentlich beworben hatte und es bis heute nicht bereut habe.

Es waren für mich nicht immer leichte-, aber doch sehr schöne Jahre in Waldsee. Auch wenn ich anfangs dachte, ich könne als junger Pfarrer die Welt aus den Angeln heben, wurde ich bald auf den Boden der Tatsachen geholt. Die ersten Kirchenaustritte, mit der Zeit sinkende Gottesdienst—Besucherzahlen, auch manche Meinungsverschiedenheiten, Konflikte und menschliche Enttäuschungen, ließen nicht auf sich warten. Aber nie habe ich in den vergangenen 13 Jahren die Hoffnung und den Glauben an das Gute im Menschen aufgegeben und immer versucht, so gut wie ich konnte - wenn auch vielleicht nicht immer fehlerfrei und makellos - meinen Dienst als Priester in der Gemeinde und für die Gemeinde zu tun, zum Wohle aller. Jeden habe ich versucht so anzunehmen und zu akzeptieren wie er war und ist. Dazu stehe ich bis heute! Meine persönlichen, menschlichen Unzulänglichkeiten und Fehler bitte ich mir nachzusehen und bitte zu verzeihen. Was ich an Gutem hinterlasse, liegt nun an Ihnen allen, es zu erhalten und weiterzuführen.“ -- Zitat Ende!

Die Hoffnung, die Pfarrer Buchert dann zum Ausdruck bringt, auf eine zufriedenstellende Lösung bezüglich seiner Nachfolge, hat sich zwischenzeitlich erfüllt.

Pfarrer Frank Aschenberger, z.Z. Pfarrer in Hettenleidelheim wurde von Bischof Wiesemann zum Nachfolger von Pfarrer Buchert berufen. Er tritt seinen Dienst am 01. September an.

Auch wenn von vielen in der Pfarreiengemeinschaft der Weggang von Pfarrer Buchert bedauert wird, so kann und muss man doch auch die Entscheidung der Bistumsleitung und seine eigene Entscheidung verstehen und akzeptieren.

Und bedenken wir: In jedem neuen Anfang liegt auch eine neue Chance.

Klaus Feichtner

 

Was sich in der Amtszeit von Pfarrer Buchert verändert hat:

Pfarrstatistik von 1998 – 2011 im Überblick (Stand 01. Juli 2011)

Katholiken mit Haupt- und Nebenwohnsitz in Otterstadt

1998: 1981;

2011: 1669

Jahr

TN

EK

FM

TR

BE

AU

WA

GDB

1998

8

23

42

5

24

2

-/-

467

1999

14

24

-/-

9

28

7

2

324

2000

12

24

39

8

23

5

-/-

256

2001

12

12

-/-

9

32

10

-/-

255

2002

14

18

34

6

29

7

2

274

2003

12

18

-/-

3

27

12

-/-

228

2004

9

12

38

5

24

12

-/-

250

2005

6

21

-/-

7

22

8

1

209

2006

13

23

20

5

21

5

1

233

2007

16

11

-/-

12

22

8

-/-

181

2008

11

16

22

2

20

15

2

199

2009

11

10

-/-

7

27

15

-/-

259

2010

7

13

36

0

26

12

1

105

2011

2

13

-/-

0

12

4

1

-/-

Summe

149

264

231

78

337

122

10

 

Hinzu kommen 5 Konversionen (= Übertritt zur Kath. Kirche)

Zeichenerklärung:

TN= Taufen; EK= Erstkommunion; FM= Firmung; TR= Trauungen; BE= Bestattungen;

AU= Austritte; WA= Wiederaufnahme; GDB= Gottesdienstbesucher (Mittelwert aus zwei Zählungen an den sog. Zählsonntagen im März und November)

 

Aufwärts - himmelwärts

Dieses Motto und dieses Fest, Maria Himmelfahrt, rühren an eine tiefe Sehnsucht des Menschen: an Sehnsucht nach unvergänglicher Schönheit und bleibender Freude, nach vollkommener Einheit und Geborgenheit, nach grenzenloser Liebe und ewigem Frieden, nach Ganzheit und vollendetem Leben – an die Sehnsucht nach dem Paradies. Auch wenn mancher sich nicht Zeit nimmt, auf die Stimme in seinem Innersten zu hören, sie lebt in ihm, sie ist da in jedem.

Zugleich gibt das Fest Mariä Himmelfahrt Antwort auf diese Ursehnsucht. Diese Ursehnsucht ist nicht Selbsttäuschung, nicht Betrug oder billige Vertröstung, sondern es gibt ihre Erfüllung wirklich.

Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts, sagen Kranke. Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts, denkt der Schüler nach schlechten Noten. Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts, hören wir von Vertretern der Wirtschaft in Zeiten der Flaute. Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts, wünschen sich Sportler nach Misserfolgen und Niederlagen. Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts, bangen die Börsianer bei sinkenden Kursen und Verlusten.
Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts! Hoffentlich geht es aufwärts! Darin drückt sich Hoffnung aus. Darin spiegelt sich das ganze Leben des Menschen: Hoffentlich geht es aufwärts!

Am Fest Mariä Himmelfahrt feiern wir den Glauben und die Hoffnung der Christen: Auch wenn es noch sooft und so sehr den Anschein hat, mit dieser Welt – mit meiner persönlichen kleinen Welt und mit der großen - geht es bergab, gehen unser Leben und die ganze Welt trotzdem letztendlich aufwärts, auf ein großes, ewiges Ziel zu. Unser Leben geht aufwärts, einer ewigen Bestimmung entgegen. Das Ziel des Lebens ist oben. Dafür sorgt Gott.

Wir schauen auf Maria, die Mutter Jesu. Für sie sind dieser Glaube und diese Hoffnung schon Wirklichkeit geworden. Sie ist oben. Sie ist angekommen in der Himmelsherrlichkeit.

Was Gott an Maria geschehen ließ, das stellt er allen Menschen in Aussicht. Darum ist das Fest Mariä Himmelfahrt das Fest der himmlischen Zukunft des Menschen überhaupt. Alle sind wir von Gott berufen, unterwegs zu sein nach oben in das ewige Licht.

Die Augenblicke mitten im Leben, in denen wir uns himmlisch fühlen, Augenblicke, in denen wir ungebrochen Freude und Glück erfahren, deuten auf jene Wirklichkeit hin, die Gott uns durch Jesus von Nazareth versprochen hat. Sie sind Vorahnung und Vorgeschmack jener ungebrochenen Lebensfreude, die wir ewige Glückseligkeit nennen.

Liebe Christen, wir feiern Mariä Himmelfahrt, wir feiern die Gewissheit: Unser Leben geht „aufwärts – himmelwärts!“

Quelle: www.predigten.at

Kirchenrenovierung

Das Werk ist vollbracht!

Seit Gründonnerstag können wir, nach mehr als einem Jahr Innenrenovierung, wieder Gottesdienst in unserer Kirche feiern. Nachdem danach noch einige Restarbeiten erledigt werden konnten, haben wir an Pfingsten mit einem Dankgottesdienst den Abschluss der Renovierungsarbeiten gefeiert.

Zu einem Feierlichen Marsch, gespielt von Dirk Schneider, zogen Fahnenabordnungen örtlicher Vereine, eine große Messdienerschar und unser Pfarrer in die Kirche ein. Zum Erstaunen der jüngeren und zur Freude der älteren Kirchenbesucher wurde der Einzug, wie vor vielen Jahren, vom Kirchenschweizer, in rotem Talar und Barett, angeführt.

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Der Kirchenschweizer
an der Spitze des feierlichen Einzugs

Der Kirchenchor, das Bläserensemble des Musikvereins Otterstadt unter Leitung von Bernd Schneider sowie Arno Zimmermann als Solist haben die Messe musikalisch gestaltet.

In seiner Predigt hat Pfarrer Buchert auf Pfingsten, das Geburtsfest der Kirche aus lebendigen Steinen hingewiesen und hat dann den Bogen zur neu renovierten Kirche geschlagen, die an diesem Pfingstfest quasi auch neu geboren wurde. Er dankte allen beteiligten Firmen, den RestauratorInnen, dem Architekten und dem bischöflichen Bauamt für die geleistete Arbeit. Sein besonderer Dank galt den freiwilligen Helfern aus der Gemeinde, die allein im Jahre 2011 ca. 500 Stunden in der Kirche gearbeitet haben und ohne deren Einsatz die fristgerechte Fertigstellung nicht möglich gewesen wäre.

Am Ende des Gottesdienstes hat Klaus Feichtner die gesamten Renovierungsarbeiten (außen und innen) aus der Sicht des Pfarrgemeinde—und Verwaltungsrates beleuchtet, Bürgermeister Bernd Zimmerman hat ein Grußwort gesprochen und ein Kuvert überreicht. Die Gemeindediakonin Marion Wagner hat die Glückwünsche der evangelischen Mitchristen und einen Rosenstrauch überbracht, der inzwischen einen Platz im Bibelgarten gefunden hat. (Die Beiträge von Klaus Feichtner und Bgm. Bernd Zimmermann sind im Anschluss an diesen Artikel abgedruckt).

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Restauratoren und Vertreter des Bauamtes beim Sektumtrunk

Nach der Messe kamen die Gottesdienstbesucher bei einem Sektumtrunk im Kirchengarten mit den Vertretern der Firmen und Behörden sowie dem Architekten und untereinander ins Gespräch.Nur lobende Worte über die gelungene Restaurierung waren zu hören.

Ab 11 Uhr konnten die Interessierten noch an einer Führung in der Kirche durch den Kunsthistoriker Clemens Jöckle aus Speyer teilnehmen.

Während des Empfangs wurden an einem gesonderten Tisch Patenschaften zu Gunsten der Kirchenrenovierung angeboten. Erfolgreich angeboten, möchte ich sagen, denn es kam ein Betrag von € 2.400 zusammen.

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Gemeindemitglieder im Gespräch

Dies bringt uns unserem Ziel, die Renovierung ohne Kreditaufnahme abschließen zu können, wieder ein Stück näher. Ob dies gelingen wird, steht noch nicht fest, denn die Abschlussrechnung liegt noch nicht vor.Beim Patronatsfest werden wir die Patenschaften noch einmal anbieten. Vielleicht erzielen wir noch einmal ein so gutes Ergebnis.

Klaus Feichtner

 

Für den Pfarrgemeinde - und den Verwaltungsrat sprach Klaus Feichtner

Liebe Festgemeinde,

In der ganzen Pfarrgemeinde herrscht große Freude darüber, dass seit Ostern die Zeit des Exils zu Ende ist und wir wieder Gottesdienst in unserer Kirche feiern können. Ein gutes Jahr mussten wir dazu ins Pfarrheim oder Remigiushaus ausweichen. Für unsere Sonntags – bzw. Vorabendmessen am Samstag haben uns unsere evangelischen Mitchristen ihre Kirche zur Verfügung gestellt. (Unser Pfarrer hat es bereits getan, aber auch) seitens des Pfarrgemeinde – und des Verwaltungsrates möchte ich mich dafür ganz herzlich bedanken.

Den soeben zu Ende gegangenen Festgottesdienst zu Pfingsten haben wir auch als Dankgottesdienst zum Abschluss der Renovierungsarbeiten an unserer Kirche gefeiert.

Die Zeit der Schließung der Kirche, wegen der Innenrenovierung, haben wir alle als besonders schmerzlich empfunden und darüber fast vergessen, dass sich die gesamten Renovierungsarbeiten an dieser Kirche über 5 Jahre hingezogen haben.

Mit einigen heruntergefallenen Sandsteinbrocken in den Jahren 2004 und 2005 hat alles angefangen.

Bei einer Überprüfung durch das bischöfl. Bauamt wurde ein erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt. Es wurde bald klar, dass die Arbeiten mehrere Jahre dauern und beträchtliche finanzielle Mittel erfordern würden.

Von 2006 bis Ende 2008 wurden dann nicht nur sämtliche beschädigten Sandsteine ausgetauscht oder saniert und neu verfugt.

Es wurde auch der Glockenstuhl überarbeitet, Balken zum Teil, die Jalousien der Schallöffnungen total erneuert, die Uhr wurde überarbeitet und die Zifferblätter neu gestrichen. Diese Kosten mussten nicht wir tragen, sondern wurden von der Ortsgemeinde übernommen.

Wir haben ein komplett saniertes Kirchendach bekommen, d.h. die Eterniteindeckung des Daches wurde durch eine Schieferdeckung ersetzt, die Dachentwässerung, die Holzteile an den Gauben und die Dachzierden wurden erneuert.

Der Abwasserkanal zur Dachentwässerung musste neu verlegt werden. Alle Kirchenfenster wurden ausgebaut und gereinigt und wo nötig ausgebessert. Beim Einbau wurde für eine bessere Hinterlüftung gesorgt, so sollen weitere Schäden vermieden werden.

Die Gesamtkosten der Außenrenovierung beliefen sich auf ca. 850 000,- Euro. Davon wurden ca. 510 000,- Euro vom bischöfl. Bauamt übernommen, die Ortsgemeinde Otterstadt hat € 60.000,- beigesteuert, das Denkmalschutzamt €7.000,-. Von kirchlichen und weltlichen Gruppen und Vereinen und von den Gemeindemitgliedern, also von Ihnen allen, wurden ca. € 130 000,- gespendet. Doch mehr als € 140 000 mussten aus den Rücklagen der Kirchenstiftung bereit gestellt werden.

Die Innenrenovierung der Kirche haben wir zunächst einmal zurückgestellt und uns 2009 eine finanzielle Atempause gegönnt. --- Aber wir haben die Hände nicht in den Schoß gelegt, denn die Neugestaltung des Kirchengartens stand noch aus. Dabei war zwar viel men - power gefragt, aber die finanzielle Belastung hielt sich in Grenzen, da alle Arbeiten durch freiwillige Helfer erledigt wurden. Erinnert sei dabei auch an die 72 Stunden Aktion, bei der Kinder und Jugendliche unseren Bibelgarten angelegt haben. Auch die Bepflanzung des Gartens wurde und wird weitgehend durch Spenden finanziert.

Nun stand die Innenrenovierung unserer Kirche an. Es war zu befürchten, dass eine weitere Verschiebung, wegen der angespannten Finanzlage der Diözese, zu geringeren Zuschüssen seitens des Bauamtes führen würde. Deshalb haben wir uns entschlossen, 2010 die Innenrenovierung anzugehen.

Bereits im Sept. 2009 gab es Voruntersuchungen um festzustellen, ob noch Reste der alten Bemalung vorhanden sind und diese wieder zu rekonstruieren ist. Im Mai 2010 wurde auf Grund des Befundes eine Bemusterung angefertigt und der Gemeinde vorgestellt. Auch wenn diese Veranstaltung zu einigen Missverständnissen geführt hat, sind doch IhreKommentare und Anregungen in die weiteren Gespräche mit dem Bau - und Denkmalamt und den Restauratoren eingeflossen. Eine erneute einfachere Bemusterung fand dann bei den meisten Betrachtern Zustimmung und wurde dann auch ausgeführt.

Das Ergebnis können wir seit Ostern bewundern, eine große Zustimmung in der Gemeinde ist zu spüren, die meisten Skeptiker ließen sich überzeugen.

Bei all der Freude über das neue Kleid der Kirche gerät fast in Vergessenheit,

·  dass auch die Elektroinstallation komplett erneuert wurde,

·  dass die Heizung von Öl auf Gas umgestellt und eine Gastherme in der Sakristei installiert wurde,

·  dass der Fußboden abgeschliffen und neu versiegelt wurde,

·  dass die Bänke überarbeitet und die Sitzkissen neu bezogen wurden und und und…

Bevor ich nun auf die Kosten eingehe noch ein paar Worte zum Ablauf der Arbeiten und einige Worte des Dankes.

Zuerst sei Herrn Pfarrer Buchert gedankt, der über all die Jahre in vielen Diskussionen mit Gemeindemitgliedern, den Räten und vor allem dem Bauamt die Arbeiten begleitet und vorangebracht hat. Besonders zu erwähnen sind dabei sein besonnenes Verhalten als die Diskussion über die Innengestaltung zu eskalieren drohte. In den sich anschließenden Gesprächen mit dem Bauamt und den Restauratoren wurde der Kompromiss gefunden, der letztendlich zur Ausführung kam.

Auch dem bischöfl. Bauamt gebühren Anerkennung und Dank, nicht nur wegen der hohen Beteiligung an den Kosten. Bei den wöchentlichen Ortsterminen waren neben dem Architekten auch Gebietsingenieur Gustav Appeltauer und sehr oft auch der Leiter des Amtes Herr Heinrich Hartmann anwesend. Über jeden Farbton, jeden Strich, jede Blume, jeden Punkt wurde mit den Restauratorinnen diskutiert und um die beste Lösung gerungen. Es war erkennbar, dass unsere Kirche Herrn Hartmann besonders am Herzen liegt. Er hat sie einmal als die schönste Kirche des Architekten Franz Schöberl in der Diözese bezeichnet.

Bemerkenswert war auch das harmonische Zusammenwirken der verschiedenen Gewerke, die gleichzeitig in unserer Kirche gearbeitet haben. Sicher ist dies auch auf die gute Koordination der Arbeiten durch den Architekten, Herrn Angner und den für die Elektro - und Heizungsarbeiten zuständigen Ingenieur, Herrn Lauber zurückzuführen.

Und nun zu den Kosten: Die letzten Arbeiten in der Sakristei wurden am Freitag und gestern durchgeführt. Eine Endabrechnung kann noch nicht vorliegen, es kann aber von einer Summe von ca. € 520 000,- ausgegangen werden.

Entgegen der Zeitungsmeldung vom 07.05. in der Rheinpfalz gibt es natürlich einen Finanzierungsplan:

Speyer hat seine ursprüngliche Kostenbeteiligung von 57 auf 59 % erhöht und übernimmt somit ca. € 305 000,-. Die Ortsgemeinde hat dankenswerter Weise wieder € 30 000 zugeschossen.

Bisher sind etwa € 20 000 an Spenden für die Innenrenovierung eingegangen. Der Rest wird aus Haushaltsmitteln, aus Rücklagen und wenn noch erforderlich durch Kreditaufnahme finanziert.

Wenn Sie also noch einmal in die Tasche greifen und eine Patenschaft für den einen oder anderen Abschnitt der Ausmalung übernehmen, kann die Kreditaufnahme vielleicht vermieden werden. Entsprechende Patenschaften können nachher draußen an einem gesonderten Stand oder aber wieder beim Patronatsfest gezeichnet werden.

Aber heute freuen wir uns erst einmal darüber, dass Sie alle zu diesem Festgottesdienst gekommen sind und darüber, dass unsere Kirche rechtzeitig zu ihrem 120. Geburtstag im September im neuen Glanz erstrahlt.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich mit meinen Ratskollegen auf anregende Gespräche beim anschließenden Sekt – Umtrunk zu dem ich Sie herzlich einlade.

Ab 11 Uhr sind Sie auch zu einer Führung durch unsere Kirche mit Herrn Clemens Jöckle aus Speyer eingeladen.

 

Grußwort von Bürgermeister Bernd Zimmermann
Zimmermann

Ist es letztendlich doch nicht so wichtig wie ein Gebäude geschaffen ist, solange es seinen Zweck erfüllt? Kann man sich denn auf diese Weise nicht einen großen Aufwand ersparen?

Wer sich diese Fragen stellt, dem möchte ich eine Gegenfrage stellen:

Worin liegt denn der tiefere Sinn jeder Architektur, die ja einer der wichtigsten Zeitzeugen unserer Kultur ist?

Ich meine:

Ein Gebäude darf nicht nur eine bestimmte Leistung erbringen. Sondern es sollte durch seine Gestaltung eine vorgegebene Stimmung verstärken. Wir möchten vielleicht, dass es einen vertrauenswürdigen Eindruck schafft. Vielleicht möchten wir, dass es auch Begeisterung weckt. Oder Harmonie oder ein Gefühl der Besonnenheit. Dies alles gilt in ganz besonderem Maße für ein kirchliches Bauwerk.

Deshalb war auch die Rekonstruktion der ehemaligen Ausmalung sehr wichtig. Sehen Sie beispielsweise den Chorraum mit dem Abbild des himmlischen Jerusalem. Er will unsere Blicke einfangen.

Die malerische Gestaltung scheint mit dem Wunsch nach Kommunikation und Angedenken verknüpft zu sein. Dem Wunsch nämlich, sich der Welt durch ein anderes Medium als das der Worte zu erklären. Durch die Sprache der Darstellungen, der Farben und Formen. Und so bietet unsere neu gestaltete Kirche nicht nur eine Zuflucht vor dem Alltag. Sondern – sobald wir sie betreten, erhellt sie unsere Stimmung. Sie redet mit uns. Und sie erfüllt uns mit Freude – im doppelten Sinne - beim „Blick nach vorne“.

So, meine Damen und Herren, geht es jedenfalls mir persönlich.

Darüber hinaus bedeutet für mich persönlich unsere Kirche auch Heimat. Nirgendwo sonst in einer Kirche fühlte ich mich bisher so gut aufgehoben, als zu Hause. Als in unserer eigenen Kirche hier in Otterstadt. Dieses Gefühl – es ist für mich einzigartig.

Unsere katholische Kirche – sie prägt unser Ortsbild und ist auch das “Wahrzeichen“ unseres Dorfes. Viele Briefköpfe oder Veranstaltungsplakate der Vereine verraten dies. Das unverwechselbare Bild, das sie unserem Dorf gibt, es lässt in uns bei ihrem Anblick immer wieder neu das Gefühl für Zugehörigkeit entstehen. Und das brauchen wir: Wir alle brauchen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, ein Gefühl für Heimat und Nachbarschaft. Darum ist der Erhalt und die Renovierung für uns auch eine Herzenssache.

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Das hat auch der Gemeinderat so gesehen. Und deshalb haben wir die Baumaßnahmen in der Kirche immer mit einem Zuschuss unterstützt. Für die jetzige Innenrenovierung haben wir 30.000 EUR und für die vorherige Außenrenovierung ab 2006 haben wir weitere 60.000 EUR beigetragen. Zusammen also 90.000 EUR.

Ich habe übrigens gehört, dass noch die Figur des Heiligen Sebastian restauriert werden soll und dass dafür noch Gelder im mittleren vierstelligen Bereich fehlen. Ich habe mich gerne entschlossen, aus meinen persönlichen Verfügungsmitteln als Bürgermeister dafür einen Beitrag zu leisten. Es ist nicht sehr viel. Aber es ist ein Anfang.

Erlauben Sie mir zum Schluss noch Danke zu sagen.

Mein besonderer Dank gilt allen, die mitgeholfen haben. Allen, die etwas dafür geleistet haben, dass wir mit Stolz in unser wieder eröffnetes Gotteshaus eintreten dürfen.

Ich meine die Restauratoren haben hier Großartiges geleistet! Und sie haben unserer Kirche im Innern ihr ursprüngliches, ihr eigentliches Gesicht wieder gegeben.

Sehr geehrter Herr Pfarrer Buchert, sehr geehrte Mitglieder des Verwaltungsrats und des Pfarrgemeinderats – besonders Ihnen gilt mein herzlicher Dank, auch im Namen des Ortsgemeinderats. Denn ohne Ihr eindrucksvolles persönliches Engagement wäre das alles nicht möglich gewesen.

Ich beglückwünsche die gesamte Kirchengemeinde zu dieser großartigen Wiederaufbauleistung und wünsche Ihnen allen Gottes Segen.

 

In den Schuhen der Schweizergarde

Jeder kennt die Schweizergarde im Vatikan, die von Papst Julius II. im Jahre 1506 begründet wurde. Während der Plünderung Roms am 6. Mai 1527 leisteten Schweizer Soldaten Widerstand und brachten Papst Clemens VII. in die Engelsburg in Sicherheit. Dabei starben 147 der damals insgesamt 189 Mann starken Söldnertruppe. Dieser Tag ist der Gedenktag der Schweizergarde, an dem jährlich die neuen Rekruten vereidigt werden. Auch in der heutigen Zeit übernehmen Schweizer Gardisten den Wach- und Ordnungsdienst zum Schutz des Papstes.

Der Vatikan, katholisches Zentrum der Christenheit, gilt als Vorbild aller Bistümer. Deshalb wurden auch in den Bistumsstädten Domschweizer in Anlehnung an die Schweizergarde eingeführt (z.B. Kölner Dom, Trierer Dom, Speyerer Dom; im Mainzer Dom tragen die Domschweizer sogar noch eine Hellebarde). Schließlich wurde das Amt des Kirchenschweizers in zahlreichen Wallfahrts- und bedeutenden Dorfkirchen übernommen. So haben unsere Vorfahren in der neuen Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt dieses Amt eingeführt.

In Otterstadt sorgte der Kirchenschweizer früher im Sonntagshochamt für Ordnung und Ruhe. Die vielen Schulkinder mussten nämlich jeden Sonntag in der Kirche ruhig gehalten werden.

In der heutigen Zeit kümmert sich der Kirchenschweizer darum, dass liturgische Ein- und Auszüge würdevoll und geordnet verlaufen. Er ist dabei der ruhende Pol. Während der Fronleichnamsprozession beispielsweise tritt er in der feierlichen Uniform in Erscheinung. Diese besteht aus einem roten bzw. violetten Talar mit dazugehörendem Barett (eine Art Hut) und weißen Handschuhen. Dazu trägt er einen Zeremonienstab mit Knauf.

In Otterstadt unvergessen ist der Kirchenschweizer Herr Georg Merz, der jahrzehntelang dieses hohe Ehrenamt in unserer Pfarrkirche ausübte, er ist als „Merze-Schorsch“ im Dorf bekannt. Wie seine Enkelin Frau Elisabeth Walter berichtet, war dieses Amt für ihren Großvater eine ganz große persönliche Auszeichnung. Er übte seinen Dienst unter den Pfarrern Steets und Pirro in großer Treue aus und hatte zu beiden Priestern eine vertrauensvolle Beziehung. Es sei abschließend an die Mahnung des Hl. Vaters Papst Benedikt XVI. erinnert, wenn er in einem Weltrundschreiben am 07. Juli 2007 betont: „Was früheren Generationen heilig war, muss auch uns groß und heilig sein!“

Markus Katz, Frank Berthold

 

Acht Monate Pfarreiengemeinschaft Waldsee mit Otterstadt und Altrip

Seit 1. September 2011 bin ich Pastoralreferent für die neu entstandene Pfarreiengemeinschaft. „Es braucht seine Zeit, um in die Arbeit an einer neuen Stelle reinzufinden“, heißt es. Nach zwei Jahren, die ich in Altrip Verantwortlicher vor Ort in allen Gebieten des Pfarreilebens war, fielen die Veränderungen im vergangenen September zusammen mit einer Stellenreduzierung von 40 auf 30 Stunden/Woche. Viele Gemeindemitglieder kennen solche Herausforderungen aus dem eigenen Berufsleben. Weiterhin bin ich hier mit Leib und Seele gerne als Pastoralreferent tätig. Gerne gebe ich deshalb einen Einblick in meine Arbeit und meine Erfahrungen des ersten Jahres in unserer derzeitigen Pfarreiengemeinschaft.

Aufgabengebiete

Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in den drei Gemeinden. Dazu kommen der Beerdigungsdienst und die Geburtstagsbesuche in Altrip sowie zahlreiche weitere Tätigkeiten. Auf Bitte von Pfr. Buchert übernehme ich für ihn einen Teil der Verwaltungstätigkeiten in Pfarrei und Kindergarten Altrip mit einem Drittel meiner Arbeitszeit.

Aller Anfang ist … neu

Am Anfang steht natürlich das Kennenlernen der Menschen in den unterschiedlichen Gruppen und Gremien der Pfarreien sowie der Strukturen und Traditionen in den einzelnen Gemeinden. Vieles läuft gerade im ersten Jahr anders als geplant, weil viele Einzelheiten noch nicht bekannt sind. Darum war es mir wichtig, nicht alle Aufgaben auf einmal anzugehen, sondern Schritt für Schritt ein Thema nach dem anderen anzupacken und „ins Rollen zu bringen“. Gleichzeitig konnte ich viele Aufgaben, für die ich in Altrip verantwortlich war, nicht auf einen Schlag abgeben, sondern habe mich auch hier um einen guten Übergang bemüht. Auch dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

Für alle Tätigkeiten ist es mir ein großes Anliegen, nach Möglichkeit im größeren Raum der Pfarreiengemeinschaft zu denken und zu handeln.

Kommunionvorbereitung

Als Erstes habe ich mich der Kommunionvorbereitung gewidmet. Hier habe ich das Konzept, dass ich vor zwei Jahren in Altrip entwickelt habe, auf die Pfarreiengemeinschaft ausgeweitet.

Die Kommunionvorbereitung steht auf zwei Säulen: In Gruppen von 5-7 Kindern begegnen die Kinder unter Begleitung von jeweils zwei Katecheten (Gruppenleitern) Jesus durch verschiedene Erzählungen aus der Bibel. Elemente und Inhalte der Messfeier werden den Kindern näher gebracht. Immer wieder kreisen die Gruppentreffen um das Symbol des Brotes und um das Thema Gemeinschaft.

Daneben ist es wichtig, dass die Kinder in die Messfeier hineinwachsen“. Nur durch die regelmäßige Mitfeier können wir eine Heimat in der Messe finden. Nur so erschließt sich das große Geschenk das Gott uns in der Eucharistie gibt. Um die Kinder an den Geschenkcharakter der Messe heranzuführen und zugleich deutlich zu machen, dass im Laufe der Kommunionvorbereitung etwas wächst, bekamen die Kinder nach jedem Gottesdienst ein Puzzleteil geschenkt.

Damit die Kinder erleben, dass sie Teil der Gemeinde und in unseren Kirchen willkommen sind, gab es so genannte „Gebetspatenschaften“. Für jedes Kommunionkind gab es zwei Gemeindemitglieder, die sich bereit erklärten, in der Zeit der Vorbereitung für das Kind zu beten.

Kindergarten

Leider wird oft die Chance übersehen, die sich in unseren katholischen Kindergärten ergibt. Gerade bei den Kleinsten haben wir als Kirche die Pflicht, die Eltern bei der Glaubensweitergabe zu unterstützen und den Kindergarten als Teil der Kirche erfahrbar zu machen. Darum feiere ich in allen drei Kindergärten alle zwei Wochen „Kinderkirche“: besonders auf diese Altersstufe abgestimmte Gottesdienste, in denen ich – mit Unterstützung der Erzieherinnen – den Kindern eine biblische Erzählung oder ein kirchliches Fest näher bringe. Durch meine regelmäßige Anwesenheit in den Kindergärten möchte ich zugleich deutlich machen, dass ich auch den Eltern und den Erzieherinnen als seelsorglicher Begleiter zur Verfügung stehe.

Kindergottesdienste

In jeder Gemeinde gibt es einen Kindergottesdienstkreis (Kigo-Kreis), der alle sechs Wochen einen Kindergottesdienst gestaltet. Somit haben wir alle 14 Tage in einer der drei Kirchen ein Gottesdienstangebot für Kinder und Familien. Schön finde ich, dass immer wieder auch ältere Gemeindemitglieder den Weg zu den Kindergottesdiensten finden.

Eine Internetplattform für den Austausch der Kigo-Kreise befindet sich im Aufbau. Hier können die Mitglieder sehen, was in anderen Gemeinden schon ausprobiert wurde und so Anregungen sammeln. Zur Planung der Gottesdienste treffen sich alle Kigo-Teams vier Mal im Jahr gemeinsam.

Wegen der zeitlichen Enge zwischen Ostern und Sommerferien wird es in der Zeit nur einen Kindergottesdienst geben. Nach den Sommerferien wird der Rhythmus wieder aufgenommen.

Spirituelle Angebote

Schon seit vielen Jahren sind mir „Exerzitien im Alltag“ ein wichtiges Angebot im Leben der Pfarrei geworden. In vier Wochen während der Fastenzeit bekommen die Teilnehmer täglich einen geistlichen Impuls (ein Schriftwort, ein Bild, ein Lied, ein Gedicht, …), für den sie sich 30 Minuten am Tag Zeit nehmen. Dieser Impuls wird so zu einem Wegbegleiter durch den Tag. In wöchentlichen Treffen tauschen sich die Teilnehmer über ihre Gedanken und Erfahrungen aus. Dabei erzählt jeder genau so viel, wie er möchte, über das, was ihn bewegt. Bei Bedarf stehe ich für Einzelgespräche zur Verfügung.

In diesem Jahr fand sich ein Kreis von acht Teilnehmern aus allen drei Gemeinden zusammen. Die Gespräche in der Gruppe und die Berichte der einzelnen Teilnehmer waren auch für mich sehr bewegend und fruchtbar.

Rege Teilnahme gab es auch bei den Frühschichten in der Fastenzeit. Freitags morgens um 6.15 Uhr fanden sich jeweils 20-30 Teilnehmer zusammen, um den Tag in SEINEM Namen zu beginnen. Das anschließende Frühstück in großer Runde wird ebenfalls gerne angenommen.

Nach den Sommerferien werde ich wieder eine so genannte „Katechumenatsgruppe“ leiten. Dieses Angebot richtet sich an Erwachsene,

· die gefirmt werden möchten

· die wieder in die Kirche eintreten wollen oder

· katholisch werden möchten.

In vierzehntägigen Treffen werden wir uns mit den zentralen Inhalten des katholischen Glaubens beschäftigen und uns so auf den gewünschten Schritt vorbereiten.

Ein Höhepunkt sind für mich die Krankenkommunionen, die ich in Altrip monatlich in die Häuser bringe, und bei denen ich Pfr. Buchert vor Weihnachten und Ostern in Waldsee und Otterstadt gerne unterstütze.

Jugendarbeit

Leider konnte ich noch nicht alle Aufgaben im ersten Jahr so angehen, wie das wünschenswert wäre. Mit den Ministranten hatte ich mit bisher sporadischen Treffen und bei der Sternsingeraktion ersten Kontakt aufgenommen. Nach den Sommerferien hoffe ich, regelmäßige Treffen der Messdiener anbieten zu können.

Auch zu den Pfadfindern habe ich erste Kontakte geknüpft. Ich werde in Zukunft regelmäßig bei den Leitungsteams dabei sein und die Aktionen der DPSG begleiten, so gut es möglich ist.

Eine gute Gelegenheit, viele Kinder und Jugendliche unserer Pfarreiengemeinschaft kennen zu lernen, war die Sommerfreizeit in der ersten Ferienwoche in Schwäbisch Hall. Aus allen drei Gemeinden waren insgesamt 61 mit dabei.

Zum Weltjugendtag in Madrid werde ich (leider nur) zwei Teilnehmerinnen begleiten. Oft beginnt das Wirken des Geistes im Kleinen – vielleicht auch in unserer Jugendarbeit?

Neue Veränderungen

Ab September stehen wir gemeinsam vor neuen Herausforderungen: Unsere Pfarreiengemeinschaft wächst mit Neuhofen und Limburgerhof auf fünf Gemeinden an. Noch ist niemandem klar, wie das gehen kann und wie sich die Aufgaben dann für die Hauptamtlichen verteilen. Auch für mich wird sich sicherlich wieder einiges ändern. Ich gehe dem Ganzen dennoch sehr zuversichtlich entgegen.

Manfred Heitz

 

Zum Abschied von Herrn Pfarrer Thomas Buchert

Am 31. August 2011 verlässt Herr Pfarrer Thomas Buchert die Pfarreiengemeinschaft Altrip-Otterstadt-Waldsee und wird Pfarrer in der Groß-Pfarrei Bellheim. Als vor 13 Jahren der bisherige Pfarrer, Berthold Koch, aus zeitlichen Gründen, die Leitung der Pfarrei Maria Himmelfahrt Otterstadt nicht mehr weiterführen konnte, wurde zum 1. November 1998 Pfarrer Thomas Buchert zum Administrator unserer Pfarrei bestimmt. Da Pfarrer Thomas Buchert bereits seit 1. Februar 1998 die Pfarrei St. Martin in Waldsee übernommen hatte, war mit der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Otterstadt sein Aufgabenbereich der Seelsorge für die Menschen umfangreicher und vielfältiger geworden. Trotz dieser Doppelbelastung gelang es ihm mit Geschick, Engagement und Begeisterung zum Wohle der beiden Gemeinden (und auch seit ca. einem Jahr Altrip) zu wirken.

Das erste große gemeinschaftliche Fest beider Pfarreien war die Bittprozession am Vorabend vor Christi-Himmelfahrt im Jahr 2000, damals noch auf dem Aussiedlerhof der Familie Erbach, die uns dankenswerterweise ihren Hofplatz zur Verfügung gestellt hatte. Die Pfarrangehörigen aus Otterstadt trafen sich im Niederfeld und die Pfarrangehörigen aus Waldsee am neuen Rathaus. Betend und singend trafen sich die beiden Pfarreien auf dem Hof zur gemeinsamen Eucharistiefeier als Vorabendmesse zu Christi-Himmelfahrt. Anschließend saßen wir alle bei einem Imbiss bis zum Dunkelwerden gemütlich zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Diese schöne Idee von Pfarrer Buchert wurde in beiden Pfarreien so gut aufgenommen, dass seitdem jedes Jahr die Bittprozession am Vorabend vor Christi-Himmelfahrt stattfindet. Seit einigen Jahren ist der Treffpunkt mit Gottesdienst und gemütlichem Beisammensein an der Flurkapelle der 14 Nothelfer.

Pfarrer Buchert war es ein Anliegen, dass sich seine „Schäfchen“ gegenseitig kennenlernen sollten. Die Vorbereitungstreffen der Katechetinnen und Katecheten zum Kommunion- und Firmunterricht fanden abwechselnd gemeinsam in den beiden Dörfern statt. Die gemeinsamen Wochenenden mit ihren Betreuern und Pfarrer Buchert waren für die Kommunionkinder und Firmlinge Höhepunkte ihrer Vorbereitungszeit. Sie freuten sich, dass Pfarrer Buchert sich für sie Zeit nahm und sie ihm viele Fragen zu allen möglichen Themen stellen konnten, die er mit Geduld beantwortete.

Die Menschen feiern die Gottesdienste gerne mit ihm, da er sein Amt würdig und überzeugend versieht, da seine Predigten auch bei schweren Themen verständlich sind und die Menschen ihm deshalb aufmerksam zuhören.

Beeindruckt sind die Menschen auch immer wieder gewesen, wie er die Tauffeierlichkeiten durchgeführt hat. Pfarrer Buchert erklärte während der Tauffeier das Sakrament der Taufe und erläuterte den Menschen die einzelnen Symbole der Taufe, wie z.B. das weiße Taufkleid, die Taufkerze usw.

Pfarrer Buchert führte (wieder) die Trauergespräche bei uns ein und die Menschen waren dankbar, dass er sich in den schweren Stunden des Abschieds von einem lieben Angehörigen Zeit für sie nahm.

Eine weitere Veranstaltung im Kirchenjahr ist mit Pfarrer Buchert wieder neu belebt worden; nämlich die Abschlussmaiandacht an der Marienkapelle am Friedhof, die musikalisch vom Kirchenchor gestaltet wird mit anschließendem gemütlichem Beisammensein auf der Wiese an der Kapelle.

Die interessanten Fahrten mit Pfarrer Buchert auf den Spuren der Anfänge unseres Glaubens nach Rom, Griechenland (Korinth) und Israel werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Auf diesen Reisen haben die Teilnehmer viel gesehen, erfahren und auch einiges Neues dazugelernt. Einen festen Platz in seinem Jahreskalender nahm sein Engagement bei den jährlichen Wallfahrten der beiden Pfarreien nach Walldürn ein.

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Mit Pfarrer Buchert auf Reisen

Viel Zeit, Kraft, Ausdauer, Geduld und Klärungsbedarf hat in den letzten Jahren die Kirchenrenovierung benötigt. Von vielen erwähnenswerten Punkten möchte ich beispielhaft einen herausgreifen. So hatte Pfarrer Buchert die Gemeinde eingeladen, um mit ihr die Innenrestaurierung der Kirche zu besprechen. Es war nicht leicht, sich anhand kleiner, erster, beispielhafter Zeichnungen vorzustellen, wie die Kirche als Ganzes einmal aussehen und wirken würde. Nach lebhafter Diskussion wurden dann einige Änderungen vereinbart, und heute erstrahlt die Kirche wieder in neuem Glanz.

Pfarrer Buchert hatte immer für seine Gemeinden ein offenes Pfarrhaus. So führte er seine Besucher gerne durch seinen „paradiesähnlichen“ Garten mit seinen „Mitbewohnern“, den Schildkröten. In der Weihnachtszeit konnten die Besucher seine wunderschön aufgebaute Krippe bestaunen, die er mit Begeisterung erklärte.

Lieber Herr Pfarrer Buchert !

Im Namen unserer Pfarrgemeinde danke ich Ihnen ganz herzlich für Ihre Ideen, Ihr Engagement und insbesondere Ihre seelsorgerischen Dienste, die Sie in unserer Pfarrei eingebracht haben. Für Ihre neuen Aufgaben in Bellheim wünschen wir Ihnen alles Gute, Freude an Ihrem Dienst und Gottes reichen Segen.

Mit einem dankbaren und einem weinenden Auge werden wir am Sonntag, den 21. August 2011 an unserem Patronatsfest Herrn Pfarrer Thomas Buchert offiziell verabschieden.

Elisabeth Simon

 

Di e wichtigsten Gottesdienste in nächster Zeit:
So. 21.08.2011
10:30 Uhr

Mariä Aufnahme in den Himmel. Feierliches Hochamt zum Patronatsfest
Einzug mit Fahnenabordnungen

Kräuterweihe

Es singt der Kirchenchor (siehe S.29)

Zum anschließenden Pfarrfest in der Sommerfesthalle, wo wir auch unseren Pfarrer verabschieden wollen, sind Sie alle recht herzlich eingeladen.

Die Gottesdienstordnung ab 01. September muss mit unserem neuen Pfarrer noch abgeklärt werden. Wir können nur Wünsche äußern und hoffen und beten, dass wir auch in Zukunft eine Eucharistiefeier am Wochenende haben und dass auch die Werktagsgottesdienste wie gewohnt stattfinden werden.

Ohne den diesbezüglichen Gesprächen mit dem neuen Pfarrer vorgreifen zu wollen, gehe ich davon aus, dass das Hochamt zur 120. Wiederkehr der Kirchweihe am 11 Sept. wie geplant stattfinden wird. (Siehe Seite 29)

 

Tag des offenen Denkmals

Am 11. Sept. wird bundesweit der Tag des offenen Denkmals begangen. Nachdem unsere Kirche - ein neugotisches Gesamtkunstwerk ,so das Landesamt für Denkmalpflege - weitgehend im Stil der Bauzeit wieder hergestellt wurde, wollen wir uns in diesem Jahr am Tag des offenen Denkmals beteiligen und die renovierte Kirche einem breiteren Publikum vorstellen.

Am Vormittag feiern wir mit einem Festgottesdienst den 120. Geburtstag unserer Kirche und am Nachmittag bieten wir um 14:00 15:00 und 16:00 Uhr eine Führung durch unsere Kirche und den Bibelgarten an. Zusätzlich wird von Frank Berthold im Chorraum eine Ausstellung von Paramenten vorbereitet.

Klaus Feichtner

Ostern – Er - lebt

Die Passion und Ostern mit allen Sinnen erleben, dazu lud ein pastorales Projekt der Pfarreiengemeinschaft Lingenfeld ein. Wir ließen uns von der Begeisterung der kfd – Frauen aus anderen Gemeinschaften anstecken. Wegen der sehr guten Resonanz wurde die Ausstellung bis über Ostern hinaus verlängert und somit hatten wir donnerstags noch die Gelegenheit mit 14 Frauen daran teil zu nehmen.

Begrüßt wurden wir von der Pastoralpraktikantin in typischer Kleidung aus der Zeit Jesu. Sie gab uns eine kurze Erklärung zur Entstehungsgeschichte dieses Projektes. Zu Beginn der Führung wurden wir an der Tür des Geschehens aufgefordert, einen Stein aus dem bereitstehenden Korb zu nehmen und mitzutragen.

Die erste Station führte uns mitten in ein turbulentes und lebhaftes Markttreiben in Jerusalem. In der Mitte des Raumes stand ein Brunnen, und ein Esel. Er symbolisierte den Einzug Jesu. An den Wänden war die Kulisse von Jerusalem zu sehen. Stimmen und Geräusche aus dem Hintergrund verdeutlichten das Marktgeschehen. Wir standen plötzlich inmitten einer Menschenmenge, die aufgeregt sich die Neuigkeit mitteilten, dass Jesus mit seinen Jüngern in die Stadt eingezogen ist.

Danach wurden wir in den Abendmahlsaal eingeladen. Es war ein großer Raum, hell und freundlich beleuchtet. In der Mitte stand eine große Tafel mit Weinbechern und Brot. Wir durften auf den weichen, mit Fellen belegten Polstern Platz nehmen. Bei einer ruhigen meditativen Hintergrundmusik, wurde die entsprechende Bibelstelle zitiert. Anschließend wurde uns Brot und Wein (roter Traubensaft) serviert und wir hielten gemeinsam Mahl.

Im nächsten Raum waren die Szenen der ganzen Leidensgeschichte Jesu dargestellt. Es war dunkel, wir saßen auf Baumstümpfen und durch entsprechende Licht- und Schalleffekte wurden die einzelnen Stationen nacheinander hervorgehoben: Ölberg, Gefangennahme, Verurteilung, Fall unter dem Kreuz, Simon von Cyrene, Schweißtuch der Veronika und die Kreuzigung. All diese Szenen wurden von einem Beobachter, aus der Zeit des Geschehens kommentiert. Wer wollte konnte den Querbalken des Kreuzes aufnehmen, um das enorme Gewicht des Kreuzes nachzuspüren. Den mitgebrachten Stein legten wir unter dem Kreuz – unser Kreuz – ab.

Neben dem nächsten Eingang lag ein großer Stein, wir gingen in die leere Grabkammer. Beim Betreten wurden unsere Hände von einem weiß gekleideten Mann, der einen Engel symbolisierte, mit duftendem Öl gesalbt. Dies sollte uns daran erinnern, dass die Frauen sich am Ostermorgen aufmachten um den Leichnam zu salben. Der Raum war in gedämpftem Hellblau, mit weißen Tüchern dekoriert. Auf der Grabstätte lagen die befleckten Leinentücher. Hier herrschte absolute Stille.

Danach gelangten wir in den großen Auferstehungssaal, ein heller, lichtdurchfluteter Raum. Unser Blick fiel auf eine bemalte Wand, in den Sonnenfarben gehalten. Vom gleisenden Gelb der Morgensonne bis zum Orange der Abendsonne. Weiße Bänke standen entlang der leeren Wände. Sie luden ein zum Besinnen und Nachspüren der Ostergeschichte. Zum Zeichen der Freude über die Auferstehung tanzten wir in zwei großen Kreisen um eine brennende Kerze.

Wir alle waren von diesem Vormittag begeistert. Für uns war es eine Bereicherung die Leidens- und Auferstehungsgeschichte nicht nur als Bibeltext sondern auch mit allen Sinnen zu erleben.

Maria Schlick, Petra Wallent

 

Patronatsfest

Das Leitungsteam der kfd möchte Sie recht herzlich einladen bei unserem Tisch in der Sommerfesthalle vorbei zu schauen.

Unser Programm bis zum Ende des Jahres:

06.09. Filmabend

20.09. Morgenlob und Kleidersammlung

08.10. Wanderung

11.10 . Rosenkranz und Zwiebelkuchen

25.10. Morgenlob

04. 11. Biblische Weinprobe

11.11. Glühwein an St. Martin

15. 11. Morgenlob

06.12. Adventsfeier

13.12. Morgenlob

 

Auf Wiedersehen

Lieber Herr Pfarrer Buchert,

nun ist es auch für uns soweit. Nachdem Sie sich schon in Waldsee und Altrip in Ihre neue Pfarrstelle verabschiedet haben, ist dies Ihr letztes Patronatsfest bei uns in Otterstadt. Der Rahmen Ihrer Verabschiedung ist gut gewählt.

Wir von der kfd möchten Ihnen danken für die gute Zusammenarbeit. Es war Ihnen zeitlich oft nicht möglich unsere Veranstaltungen zu besuchen. Sie ließen uns doch freie Hand, das Leben in der kfd nach unserem Geiste zu gestalten. So konnten wir uns zu der Gemeinschaft entwickeln, die wir heute sind.

Als Dankeschön und zum Abschied werden wir Ihnen den Erlös unserer Würzwischaktion zukommen lassen: In diesem Jahr haben wir die Kräuter speziell für Sie gesammelt und gebunden. Dieses Geschenk können Sie nach Ihren Vorstellungen verwenden.

Die kfd – Otterstadt wünscht Ihnen ein gutes Einleben, Kraft und viel positive Energie in Ihrer neuen Pfarreiengemeinschaft. Wir werden uns gerne an Sie erinnern und hoffen, dass auch Sie ab und zu an uns denken.

Alles Gute!

 

Katholischer Kirchenchor

St. Caecilia Otterstadt 1891

 

Für die Sängerinnen und Sänger unseres Kirchenchores ist das Jahr 2011 ein besonderes Jahr; gilt es doch ein kleines Jubiläum zu feiern. Im Jahre 1891, im gleichen Jahr wurde unsere Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt geweiht, gründete der damalige Pfarrer Georg Schneider den Caecilienverein Otterstadt, aus dem der heutige Kirchenchor St. Caecilia Otterstadt hervorging.

So freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr auf das 120-jährige Bestehen unseres Chores blicken können. Zusammen mit der 120. Wiederkehr der Kirchweihe wollen wir im Hochamt am Sonntag den 11. September 2011 um 10.30 Uhr unserem dreifaltigen Gott für dieses Jubiläum danken und gedenken. In diesem Gottesdienst werden wir von Ignaz Reimann die „Festmesse in F-Dur“ mit Orchester singen und musizieren.

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr wird ein „Benefizkonzert“ zu Gunsten der Renovierung unserer Pfarrkirche am Sonntag den 20. November 2011 um 17.00 Uhr sein. Zusammen mit dem Musikverein Otterstadt, dem Gesangverein Germania 1904 (Basischor und Voice Garden) sowie dem Chor der Grundschule wollen wir musikalisch unsere Freude über die gelungene Renovierung unserer Kirche zum Ausdruck bringen.

Eine besondere Ehre ist uns die wiederholte Einladung der „Saliergesellschaft Speyer“ zur musikalischen Gestaltung des Pontifikalamtes mit unserem Bischof Dr. Karl Heinz Wiesemann zum Privilegienfest am Samstag den 06. August 2011 um 17.00 Uhr im Dom zu Speyer. In diesem festlichen Gottesdienst werden wir zusammen mit dem Bläserensemble des Musikvereins und dem gemischten Chor des MGV Reilingen 1902 die „Missa Parochialis“ von Wolfram Menschick singen.

Auch Wehmut bringt uns das Jahr 2011, so müssen wir uns von unserem Pfarrer Thomas Buchert, nachdem ihm von unserem Bischof die Pfarreiengemeinschaft Bellheim verliehen wurde, verabschieden. Dankbar für seine geleisteten Dienste an unserem Chor wollen wir zu seiner Verabschiedung durch die Pfarrei am Patronatsfest „Mariae Himmelfahrt“ Sonntag den 21. August 2011 um 10.30 Uhr im Hochamt unsere Stimmen mit Liedsätzen und Motetten von Vecchi (Magnificat), Mozart (Ave verum), Reger (O Maria sei gegrüßt), Philipp (Maria Himmelskönigin), Mawby (Halleluja-Coda) und Schneider (Maria aufgenommen ist) erklingen lassen.

Dirk Schneider

Die Kerch un a de Kerchechor

die gibt‘s seit 120 Johr

Unter diesem Motto hat sich unser Kirchenchor am diesjährigen Karpfenfestzug beteiligt und in der Gruppe „Festwagen“ den 1. Preis gewonnen. Kirchenschweizer, Messdiener, „Pfarrer Arno“ und ca. 30 Sängerinnen und Sängern mit ihrem Chorleiter Dirk Schneider am Harmonium hatten auf dem Festwagen Platz genommen und während des ganzen Umzugs kräftig gesungen.

Klaus Feichtner

Kapfenfest2011 015

Ciao, Tschüss, Auf Wiedersehn!

Ganz herzlich möchten wir uns bedanken für das Vertrauen, das Sie uns besonders auch im religionspädagogischen Bereich entgegengebracht haben.

So konnten wir die Gottesdienste immer frei und Kind adäquat gestalten. Sie haben immer wieder öffentlich unsere Arbeit mit den Kindern gewürdigt.

Besonders in Erinnerung behalten werden wir Ihre pfälzische Erklärung wie die Stadt Speyer und Jonas zu ihren Namen kamen.

Zum Abschluss des Hoffest-Gottesdienstes mit dem Thema

„ Jonas und der Wal“ erzählten Sie:

„Der Wal mit Jonas im Bauch schwamm den Rhein entlang und dem Wal wurde schlecht. Als er an der Rheinbrücke vorbei kam, sahen die Menschen, dass es dem Wal schlecht ging. Also riefen sie: „Spei-er!“

Der Wal spie und Jonas flog heraus und die Menschen auf der Brücke riefen: „Der is Jo-nass“!

So kamen Speyer und Jonas zu ihrem Namen.

Wir lassen Sie mit einem lachenden und einem weinenden Auge in Ihre neue „Großgemeinde“ gehen. Es ist schade, nach so vielen Jahren der Zusammenarbeit Abschied zu nehmen. Aber wir wissen auch, dass ein Neuanfang Türen öffnen kann, die uns neue Perspektiven aufzeigen.

Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute, Gesundheit, weiterhin viel Freude bei der Verkündigung des Evangeliums und Gottes reichen Segen.

Alle Kinder, Eltern und Erzieherinnen Ihrer „Casa Vincentina“

Ökumenischer Johannesgottesdienst

- zum letzten Mal mit Thomas Buchert

Zum dritten Mal hatten die katholischen Pfarreien Otterstadt und Waldsee und die protestantische Kirchengemeinde Waldsee-Otterstadt zum Ökumenischen Johannesgottesdienst an die Flurkapelle zwischen Otterstadt und Waldsee eingeladen. Die freiwillige Feuerwehr Waldsee hatte in diesem Jahr die Bierzeltgarnituren und das Holz für das Johannesfeuer an die Kapelle gefahren, der Posaunenchor Speyer unter der Leitung von Philip Neidig war auf dem Weg zur Kapelle, die Verpflegung für Feuerwehr und Posaunenchor gekauft, Stockbrotteig gemacht, Plätzchen gebacken, Frank Berthold und 5 Otterstädter Messdiener und KonfirmandInnen aus Waldsee und Otterstadt standen bereit – und dann regnete es. Zwar immer nur kurze aber heftige Schauer und letztendlich wurde schweren Herzens beschlossen, den Johannesgottesdienst in der katholischen Kirche St. Martin in Waldsee zu feiern und Johannesfeuer, Picknick und Stockbrot in diesem Jahr entfallen zu lassen. Dass trotzdem rund 80 Katholiken und Protestanten zum Gottesdienst in die Kirche kamen, spricht dafür, dass der Johannesgottesdienst gut angenommen wird, ja dass er vielleicht schon eine kleine Tradition hat. In den letzen Jahren war es auch immer sehr stimmungsvoll an der schmucken Kapelle. Der Bauhof Waldsee hatte die Wiese gemäht, die Feuerwehren aus Otterstadt und Waldsee lieferten abwechselnd die Bierzeltgarnituren und kümmerten sich um das Johannesfeuer, Herr Neubauer war unser Grillmeister und das Stockbrot war der Renner für Jung und Alt. Der Altar wurde von den Otterstädter Katholiken geschmückt und der Erlös des Gottesdienstes war zugunsten der Jugendarbeit beider Konfessionen in beiden Dörfern. Nach dem Gottesdienst wurde das Mitgebrachte gegrillt, Jung und Alt saßen auf den Bänken an den Tischen oder auf Picknickdecken und genossen den Abend.

Organisiert wurde das Ganze von protestantischen ChristInnen aus beiden Dörfern und die Gottesdienste wurden vorbereitet von Marion Wagner, Andreas Buchholz und Thomas Buchert. Und dabei war die Zusammenarbeit mit Thomas Buchert immer sehr angenehm und problemlos, obwohl die Zeit oft knapp war. Überhaupt sind wir ProtestantInnen sehr dankbar für die Zeit mit Thomas Buchert. Auch durch ihn konnte die ökumenische Gemeinschaft zwischen unseren Kirchen in beiden Dörfern weiter wachsen. Wer hätte das vor Jahrzehnten denken können, dass die Konfessionen sich gegenseitig unterstützen, wo sie nur können?! In wie vielen Dörfern ist es möglich, dass die Konfirmation und der protestantische Familiengottesdienst an Heilig Abend in der katholischen Kirche gefeiert werden kann oder dass die katholischen ChristInnen während der Renovierung ihrer Kirche über ein Jahr ihre Gottesdienste im kleinen protestantischen Kirchenraum feiern?

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Johannesgottesdienst 2010
Thomas Bucher mit KonfirmandInnen beim Fürbittgebet

Und so bedauern wir gemeinsam mit der katholischen Gemeinde in Otterstadt und Waldsee sehr, dass Thomas Buchert uns verlässt. Wir wünschen ihm alles Gute bei seiner neuen Herausforderung! Mit der jüngsten Übernahme auch der Altriper Katholiken hat er ja schon einmal geübt, was es heißt, sehr großen Gemeindegebilden vorzustehen. Wir danken ihm für die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit und wünschen ihm Gottes Segen! Und wir hoffen, dass er in seiner neuen Gemeinde sein offenes und freundliches Wesen, sowie seine erfrischende volksnahe Art zu predigen, nicht verliert - trotz noch umfangreicherer Gemeindestrukturen. So geben wir ihm das ermutigende Wort des 2. Timotheusbriefes 1,7 mit auf den Weg

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Und zurück zum diesjährigen Johannesgottesdienst: vielleicht waren es ja Abschiedstränen, die immer wieder vom Himmel regneten?

Gemeindediakonin Marion Wagner und Pfarrer Andreas Buchholz

Das Team der Remigiusbücherei möchte sich bei Herrn Pfarrer Buchert ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Er ließ uns stets selbständig arbeiten, hatte aber dennoch immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen und Probleme.

Ganz besonders gerne erinnern wir uns aber an den Vorlesetag mit Herrn Pfarrer Buchert anlässlich der Bibliothekstage Rheinland-Pfalz, bei dem er den Vorschulkindern aus dem Buch „An der Arche um Acht“ vorgelesen hat. Diese Lesung hat den Kindern, aber nicht zuletzt auch Pfarrer Buchert viel Spass bereitet.

Wir wünschen Herrn Pfarrer Buchert für seinen weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute und dass all seine Wünsche in Erfüllung gehen. Über ein Wiedersehen, auch außerhalb der Otterstadter Grenzen, würden wir uns sehr freuen.

Bis bald, alles Gute und nochmals herzlichen Dank

das Team der

 

Papstbesuch in Deutschland

  Vom 22.09. - 25.09. kommt Papst Benedikt XVI. zu einem offiziellen Besuch nach Deutschland. Er macht Station in Berlin, wo er am 22. Sept. im Bundestag eine Rede halten wird. Er besucht auch Erfurt und Freiburg. Einige Mitglieder unserer Pfarrei und eine Gruppe von Messdienern werden die Messe in Freiburg mitfeiern.

Zur Vorbereitung und zum guten Gelingen des Papstbesuches empfiehlt die deutsche Bischofskonferenz das nachfolgende Gebet:

Papstbesuch

 

Gebetsanliegen des HL. Vaters August - Dezember 2011

AUGUST

Allgemeine Gebetsmeinung: ... dass der Weltjugendtag in Madrid die Jugendlichen aus aller Welt dazu anregt, ihr Leben in Christus zu verwurzeln und zu gründen.

Missionsgebetsmeinung: ... dass Christen des Westens für das Wirken des Heiligen Geistes gefügig sind und die Frische und die Begeisterung ihres Glaubens wiederfinden.

 

SEPTEMBER

Allgemeine Gebetsmeinung: ... für alle Lehrer, daß sie die Liebe zur Wahrheit vermitteln und die Schüler zu wahren moralischen und geistlichen Werten erziehen.

Missionsgebetsmeinung: ... dass christliche Gemeinden überall auf dem asiatischen Kontinent das Evangelium begeistert verkünden und die Schönheit und Freude des Glaubens bezeugen.

OKTOBER

Allgemeine Gebetsmeinung: ... für Kranke im Endstadium, daß sie bei ihrem Leiden vom Glauben an Gott und der Liebe der Mitmenschen gestützt werden.

Missionsgebetsmeinung: ... dass die Feier des Weltmissionssonntags unter dem Gottesvolk die Begeisterung für die Evangelisierung steigert und die Unterstützung der Mission durch das Gebet und die materielle Hilfe für arme Kirchen vermehrt.

NOVEMBER

Allgemeine Gebetsmeinung: ... für die katholischen Ostkirchen, daß ihre ehrwürdige Tradition als geistlicher Reichtum für die ganze Kirche erkannt und geschätzt wird .

Missionsgebetsmeinung: ... dass der afrikanische Kontinent in Christus die Kraft zur Verwirklichung von Versöhnung und Frieden findet, wie es sich die Zweite Afrikasynode wünscht.

DEZEMBER

Allgemeine Gebetsmeinung: ... dass alle Völker der Erde durch das gegenseitige Kennenlemen und die gegenseitige Achtung in Einklang und Frieden wachsen.

Missionsgebetsmeinung: ... daß Kinder und Jugendliche Boten des Evangeliums sind und ihre Würde stets geachtet und sie von jeder Form von Gewalt und Ausbeutung verschont bleiben.

 

Messdiener Ausflug in den Heidelberger Zoo

Am Samstag, den 14.05.2011 sind wir morgens mit dem Zug von Speyer nach Heidelberg in den Zoo gefahren. Bei sonnigem Wetter nahmen wir dort zunächst an einer Führung der Zooschule teil. Die Führerin begleitete uns durch den ganzen Zoo und erklärte uns viel Wissenswertes über die Tiere. So lernten wir beispielsweise, wie sich Zebras gegen Geparden und Löwen verteidigen. Am Elefanten-Gehege konnten wir das seltene Schauspiel beobachten, wie sich zwei Elefanten badeten. Höhepunkt des Ausfluges war ohne Zweifel die Fütterung der Robben: Vor großem Publikum präsentierten die eleganten Schwimmer ihre erlernten Kunststücke und wurden dann mit zahlreichen Fischen belohnt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Zoo-Bistro fuhren wir wieder nach Speyer zurück, wo uns auch schon einige Eltern erwarteten, um uns nach Hause zu bringen. Auf diesem Wege den Fahrern noch einmal ein herzliches Dankeschön.

Abends feierten wir gemeinsam mit der Feuerwehr die Floriansmesse mit und konnten die Segnung eines neuen Feuerwehrbootes miterleben.

Zum Abschied von HerrnPfarrer Buchert möchten wir ihm besonders für die eindrucksvollen Romwallfahrten danken. Die zahlreichen Touren durch die Stadt, sowie die einzigartigen Gottesdienste in den Katakomben bleiben unvergesslich.

Gerne denken wir auch an die vielen gemeinsamen Gottesdienste in unserer Kirche.

Auf seinem weiteren Lebensweg wünschen wir Ihm alles Gute.

Die Messdiener

beim Ausflug nach Heidelberg

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Unsere Messdiener auf dem Festwagen des Kirchenchores beim Karpfenfestumzug

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