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Brief Ihrer kath. Pfarrgemeinde Otterstadt
Nr. 75 Weihnachten 2010

Krippen
aus
Otterstadt
Krippenausstellung 2002  

 

Liebe Gemeinde!

Im Tagesgebet der Messfeier zum ersten Adventsonntag ist folgende   Bitte formuliert: „Herr, unser Gott, (…) hilf uns, dass wir auf dem Weg der Gerechtigkeit Christus entgegengehen.“

Jemanden „entgegengehen“, das tun wir im Alltag immer, wenn wir sehnsüchtig auf jemand warten. Wir können es nicht abwarten, bis der Augenblick der Begegnung, das Wiedersehen, da ist. Wir lassen alles stehen und liegen und laufen demjenigen, auf den wir warten, gerne entgegen,   voll Freude, gespannt, vielleicht auch mit Herzklopfen.

Advent heißt: Ankunft. Ankunft des Herrn!

Wir bereiten uns in diesen Tagen des Advent auf das Weihnachtsfest vor und erinnern uns an diesem Fest, an die erste Ankunft des Herrn, als Mensch unter uns Menschen. Das ewige Wort Gottes ist Mensch geworden, hat Fleisch angenommen und hat unter uns gewohnt (vgl. Joh 1,14). Sein zweites Kommen, die zweite Begegnung mit ihm, steht noch aus. Keiner kennt diese Stunde dieser endgültigen Begegnung mit ihm.

Je größer die Sehnsucht nach einer Begegnung mit einem Menschen ist, den wir schätzen, je mehr strengen wir uns an, uns gut darauf vorzubereiten. Die Adventszeit will und sollte unsere innere Sehnsucht nach der Begegnung mit diesem menschgewordenen Gott neu beleben.   Was können wir dafür tun? Noch größere Geschenke kaufen, noch besseres Essen kochen, noch mehr Vorbereitungsstress?   Warum das alles?

Warum nicht auch einmal gerade in der Vorbereitungszeit zur Ruhe kommen und sich wirklich Zeit nehmen unser Leben anzuschauen gerade im Hinblick auf die Frage: warum tun wir das alles, was wir tun? Wäre manchmal nicht weniger ehrlicher und letztlich auch mehr?

So wünsche ich Ihnen allen eine besinnliche, ruhige Adventszeit und die innere Freude über das erste Kommen des Herrn, als wahrer Mensch unter uns Menschen.

                   Ihr Th. Buchert Pfr.

Titelbild: Weihnachtsdarstellung aus dem Marienzyklus im Dom zu Speyer ( Amdreas Mayr 1851)

Zum Stand der Kirchenrenovierung

Mittlerweile ist die Erneuerung und Verlegung der Elektroleitungen in der Kirche abgeschlossen. Auch die neue Heizung, die künftig mit Gas betrieben wird, ist in der Sakristei installiert und angeschlossen. Somit ist nun die Kirchenheizung vom Pfarrhaus getrennt und die Wärme wird dort erzeugt wo sie gebraucht wird. (Bisher stand der Heizkessel im Keller des Pfarrhauses, wodurch ein enormer Wärme   - und Energieverlust - bis das warme Wasser in der Kirche war - unausweichlich gewesen ist).

Auch die Maler sind kräftig am Werk. Die Wände und das Gewölbe wurden komplett von Rußablagerungen und Schmutz gereinigt und grundiert. Zu zweidrittel ist auch schon der Neuanstrich   fertig (Gewölbe und Wände – bis etwa in Höhe der Fenstersimse). Auch die Restauratoren haben mit ihrer Arbeit im Bereich der Rekonstruktion der künstlerischen   Ausmalung   begonnen.

Bis Weihnachten sind die Arbeiten leider noch nicht abgeschlossen, aber man kann bis dahin – auch als Laie - die Fortschritte der Renovierung doch deutlich sehen. Viele Teilbereiche, an denen im Moment gearbeitet wird, sind leider durch das aufwendige Gerüst (das man auch bei einem einfachen Anstrich hätte aufbauen müssen) verdeckt. Mit Sicherheit lässt es sich einrichten, dass über die Feiertage die Kirche zeitweise am Nachmittag geöffnet ist, so dass man den „Weihnachtsspaziergang“ nutzen kann um zu schauen, wie es wird.

Auf einer so großen Baustelle gibt es immer auch Arbeiten, die im Verborgenen liegen, aber trotzdem erledigt werden müssen. Manch ehrenamtliche Hilfe ersparte uns auch schon unnötige zusätzliche Kosten.

Eine Reihe ehrenamtlicher Helfer haben sich schon im Sommer zum Ausräumen der Kirche eingefunden. Stellvertretend seien hier die Feuerwehr (Kirchenbänke) und Frank Berthold mit einigen Messdienern (Sakristei und Taufkapelle) genannt. Auch das Graben der Versorgungsschächte für Gas und Heizleitungen wurde von Freiwilligen übernommen.

Ich danke allen freiwilligen Helfern, wo immer sie auch zugepackt haben. Einschließen möchte ich auch die Familien, bei denen die Kirchenbänke und die Ausstattungsgegenstände der Kirche untergebracht werden konnten, sowie die Ortsgemeinde, die in der Sommerfesthalle und in der Schule Lagermöglichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Mein Dank gilt auch Herrn Klaus Feichtner und Herrn Arno Zimmermann, die nicht nur bei allen Arbeiten mit angepackt haben, sondern auch täglich an der Kirche anzutreffen sind, als Ansprechpartner für die Handwerker oder um nach dem Rechten zu schauen. Allen Helfern ein aufrichtiges Vergelt’s Gott!

Weiterhin hoffe ich auf Ihre Geduld als Pfarrgemeinde bis der Tag kommt, an dem wir wieder in unsere Kirche   können, doch ich bin sicher, das Warten lohnt sich.

Th . Buchert, Pfr.

 

Ich sagte zu dem Engel, der das alte mit

dem neuen Jahr verband: „Gib mir ein Licht,

damit ich festen Schrittes in die Ungewissheit

des neuen Lebens schreiten kann.“

Aber er antwortete mir: „Gehe hinein in die

Ungewissheit und lege deine Hand in Gottes

Hand: das ist mehr wert als ein Licht und

sicherer als den Weg zu wissen

Gedanken eines chinesischen Christen zum neuen Jahr.

 

Gemeindepastoral 2015

Das sog. „Diözesane Forum“, bestehend aus Mitgliedern der diözesanen Räte, Vertreter der pastoralen Berufsgruppen und der am Prozess beteiligten Arbeitsgruppen, diskutierte vom 12. - 14. November   unter Vorsitz von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Struktur der künftigen Pfarreien in der Diözese.

Geplant ist die z.Z. bestehenden 346 Pfarreien, die in 126 Pfarreiengemeinschaften zusammengeschlossen sind, in 70 Großpfarreien neu zu ordnen.

Für uns hätte dies, nach einem ersten Vorschlag des Ordinariats, bedeutet, dass die Pfarreien Altrip, Otterstadt und Waldsee (6440 Katholiken) zu einer neuen Einheit zusammen geschlossen werden sollten. In das oben erwähnte Diözesane Forum wurde dann ein erweiterter Vorschlag eingebracht. Danach sollte zu den genannten Pfarreien auch noch Neuhofen hinzukommen (dann 8270 Katholiken).

Lt. Internetbericht über die Tagung des Forums ist nun ein erneuerter Vorschlag auf dem Tisch. Auch Limburgerhof soll zur neuen Großpfarrei Waldsee hinzukommen (dann 11840 Katholiken). Offensichtlich ist man sich im Diözesanen Forum nicht einig geworden wo der Sitz des Pfarrers dann sein soll und hat den Vorschlag „zur Klärung vor Ort“ zurückgestellt.

Im Dezember soll nun über das weitere Vorgehen entschieden werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich die „kleine“ Lösung durchsetzen wird und wir mit dann ca. 8200 Katholiken eine Pfarrei mit halbwegs überschaubarer Größe haben werden.

Obwohl die Neuordnung der Pfarreien erst 2015 umgesetzt werden soll, wurde der erste Vorschlag des Ordinariats, die Aufnahme Altrips in die Pfarreiengemeinschaft bereits zum 1. September wirksam. Die sich daraus ergebenden Veränderungen hat Pfarrer Buchert in einem Amtsblattartikel bereits im August ausgiebig erläutert.

Da es immer wieder Diskussionen über die vorgenommenen Änderungen gibt, geben wir hier den Amtsblattartikel noch einmal wieder.

Klaus Feichtner

Notwendige Gottesdienst - Änderung ab Oktober

Wie Sie sicher schon aus der Presse wissen, wird zum 01.09.2010 zu unserer Pfarreiengemeinschaft noch die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Altrip dazukommen. Im Namen der Neustrukturierung der Diözese „Gemeindepastoral 2015“ die eigentlich einen Zusammenschluss von ca. 10.000 bis 12.000 Katholiken pro neustrukturierter Pfarrei vorsieht, ist unsere Pfarreiengemeinschaft - auf Grund der örtlichen Struktur und Gegebenheiten - mit nur 6.500 Katholiken eine der Kleinsten.

"Was kommt da nun auf uns zu?" - wird mancher sich fragen. Die entscheidenste Änderung, die mit diesem Zusammenschluss verbunden sein wird, ist die künftige Regelung der Sonntagsgottesdienste. Jede Pfarrei wird ab Oktober 2010 nur noch einen Sonntagsgottesdienst haben können. Das heißt entweder die Vorabendmesse am Samstagabend (bzw. am Vorabend eines Festes) um 18:30 Uhr oder den Frühgottesdienst um 9:00 Uhr oder das sog. Amt um 10:30 Uhr.

Der Gleichberechtigung wegen wird sich diese Ordnung von Woche zu Woche verschieben müssen, so dass für jede der drei Pfarreien im Rhythmus von drei Wochen, jeweils die Vorabendmesse, die Frühmesse oder das Amt als sonntägliche Eucharistiefeier stattfinden wird. In der Pfarrei, in der an einem Sonntag keine Eucharistiefeier sein kann , weil da die Vorabendmesse gefeiert wurde, findet sonntags um 10:30 Uhr in der Regel ein Wortgottesdienst für die Kinder statt, der von unserem neuen Gemeindereferenten Manfred Heitz geleitet wird. Manfred Heitz, der mit seiner Familie in Altrip wohnt, wird ab 01. September auch in Otterstadt und Waldsee schwerpunktmäßig in der Kinder - und Jugendarbeit tätig sein.

An der Werktagsordnung ändert sich bezüglich der Gottesdienste nichts! Es bleibt hier bei der alten Regelung: Montag und Donnerstag, 19:00 Uhr, Abendmesse in Otterstadt, Dienstag und Freitag, 19:00 Uhr in Waldsee. Andachten und Rosenkranzgebet finden ebenfalls an den bisher üblichen Tagen und Zeiten statt. Der Samstag wird weiterhin reserviert bleiben für Hochzeiten und Ehejubiläen. Hierfür bitte ich allerdings um rechtzeitige Terminabsprache im Pfarrbüro. Auch das Pfarrbüro wird in Otterstadt und Waldsee zu den gewohnten Tagen und Zeiten geöffnet sein.

Ich denke, dass die neue Sonn - und Feiertagsregelung den Bedürfnissen aller drei Pfarreien vorerst gerecht wird.

Glücklicher - und dankenswerterweise hilft weiterhin Herr Militärdekan i. R., Pfarrer Bernhard Niederer, in der Seelsorge mit, sodass hin und wieder - aus gravierenden Gründen - wie z. B. Patronatsfest, Jubiläen von Vereinen oder kirchlichen Gruppen an den Wochenenden auch Sonderregelungen möglich sein können. Weitgehend muss aber die neue Ordnung eingehalten werden, damit im Krankheitsfall ein Priester allein alle Gottesdienste an einem Wochenende innerhalb der neuen Pfarreiengemeinschaft feiern kann. Ich bitte Sie deshalb um Ihr Verständnis.

Auf eine weitere „Neuerung“ möchte ich noch aufmerksam machen.

Seit 01.08.2010 wohnt im „alten“ Schwesternhaus in Waldsee, Kirchstraße 12 der neue Leiter des Ministrantenreferates und des Referats „Geistliche Berufe der Kirche“ des Bischöflichen Jugendamtes in Speyer. Es ist Pfarrer Carsten Leinhäuser, der zuvor Kaplan in Pirmasens war . Auch er ist bereit, sofern es sein Termin - und Zeitplan zulässt, in unserer Pfarreiengemeinschaft auszuhelfen. Sein Arbeitsschwerpunkt ist aber nach wie vor im Bischöflichen Jugendamt in Speyer. Dennoch möchte ich ihm für seine Bereitschaft zur Mitarbeit danken.

Auch wenn sich nun ab Oktober die Sonntagsordnung bezüglich der Gottesdienste ändern wird, so liegt doch auch eine Chance im Zusammenschluss der drei Pfarreien. Denn jede der drei Pfarreien hat ihre Stärken. Wir können als Pfarreiengemeinschaft besser zusammenwachsen, indem wir die Vorteile der Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden erkennen und nutzen und dabei nicht nachlassen lebendige Kirche auch vor Ort zu sein. Wenn wir uns gemeinsam auf das Wesentliche in unserem Glauben und Leben als Christen besinnen und konzentrieren und danach handeln, bin ich sicher, dass auch mit der Zeit wieder geistliche Berufungen wachsen werden, die dem derzeitigen Priestermangel, auf den die Notwendigkeit der Neuregelung zurückzuführen ist, entgegenwirken können. Wie heißt es doch in einem Sprichwort so schön: Wenn man ganz unten ist, kann es nur wieder aufwärts gehen. In dieser Hoffnung wollen wir gemeinsam zuversichtlich in die Zukunft blicken   und unseren Weg in der Nachfolge Jesu gehen.

Th . Buchert, Pfr.

Kath. Kirche in Altrip – eine Pfarrei stellt sich vor

Die kath. Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Altrip zählt zu den jüngeren Pfarreien unseres Bistums. Erst in den Sechzigern wurde Altrip eigenständige Pfarrei. Davor gehörte Altrip zu Waldsee. Die erste, 1926/27 erbaute und im Krieg zerstörte Kirche und der 1954/55 erbaute Nachfolgebau an gleicher Stelle wurden vom Waldseer Pfarrer und dessen Kaplan mitverwaltet. Das in Altrip überhaupt eine kath. Kirche erbaut wurde, ist erstaunlich, zählte das Dorf 1947 gerade mal 80 Katholiken und 2700 Protestanten. Heute zählt Altrip 2100 Katholiken, 3000 Protestanten und circa 2200 Einwohner ohne Kirchenzugehörigkeit.

Neben der Kirche befindet sich das „Edith-Stein-Haus“, das über zahlreiche Räumlichkeiten unterschiedlicher Größe für die Gruppierungen der Pfarrei verfügt und zum Teil auch für private Veranstaltungen gemietet werden kann.

Zur Pfarrei gehört der „kath. Kindergarten Regino“. Mit drei Gruppen bietet er Platz für insgesamt 75 Kinder, davon 12 Zweijährige. Für 35 Kinder werden Ganztagesplätze bereitgehalten.

Gruppen und Verbände in Altrip

Für Kinder und Jugendliche gibt es die Junge Kirche Altrip, die vergangenes Jahr gegründet wurde und die Messdiener. Für die ganz Kleinen gibt es zwei Krabbelgruppen, die sich wöchentlich treffen. Die kfd Altrip bietet regelmäßig Veranstaltungenfür alle interessierte Frauen an – seit vielen Jahren schon in Kooperation mit den kfd der Nachbardörfer.

Aus der Bewegung „Pfarrerneuerung – Christsein für die Welt“ sind mehrere Gesprächskreise, von denen sich der älteste Gesprächskreis immer noch regelmäßig trifft. Der Liturgiekreis ist ebenfalls aus dieser Initiative entstanden. Ein Netz von über 70 Boten bringt den „Dynamo“, das Pfarrblatt der Pfarrei in die Häuser und sorgt für die Geburtstags- und Neubürgerbesuche sowie für die Besuche bei der Geburt eines Kindes.

Veranstaltungen der Pfarrei

Die größte Veranstaltung der Pfarrei ist der Adventsbasar am Wochenende des Ersten Advent. Samstag und Sonntag ist das Edith-Stein-Haus geöffnet und bietet unterschiedlichste Angebote zur Einstimmung auf die Adventszeit. Das Pfarrfest feiert die Pfarrei am Wochenende um Peter und Paul, dem Patronatsfest der Kirche.

Manfred Heitz

Grüß Gott!

Mein Name ist Manfred Heitz. Seit 1. September bin ich der neue Pastoralreferent in der Pfarreiengemeinschaft Waldsee mit Altrip und Otterstadt. An dieser Stelle möchte ich mich Ihnen kurz vorstellen.

Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Geboren und aufgewachsen bin ich in Ludwigshafen. Nach der Mittleren Reife habe ich eine Ausbildung zum Physiklaborant absolviert und dann in Mainz mein Abitur nachgeholt. Kath. Theologie studierte ich in Frankfurt am Main und Madrid. Meine ersten Berufsjahre verbrachte ich in der Pfarreiengemeinschaft Geinsheim (Neustadt). Vor zwei Jahren bin ich in Altrip angekommen, das nun mit Otterstadt und Waldsee eine Pfarreiengemeinschaft bilden wird.

Als meine erste und wichtigste Aufgabe sehe ich es, als Seelsorger für Sie, die Menschen in den drei Pfarreien, da zu sein. Darüber hinaus werde ich hauptsächlich für die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in der Pfarreiengemeinschaft verantwortlich sein. Die Arbeit in den drei Kindergärten, die Kommunion- und die Firmvorbereitung, das Mitwirken in den Jugendverbänden und bei Kinder- und Familiengottesdiensten werden Schwerpunkte meines Wirkens sein.

Ich möchte meine erste Zeit nutzen, um auf die verschiedenen Gruppen und Personen zuzugehen, die es in meinen beiden „neuen“ Pfarreien und Dörfern gibt. Dabei bin ich mir bewusst, dass mir dies nur teilweise gelingen wird. Darum bitte ich Sie, auch auf mich zuzukommen.

Ich will ein offenes Ohr für Ihre Anliegen, Wünsche und Ideen haben. Ich freue mich auf das Zusammenleben und die Begegnung mit Ihnen.

Mit herzlichen Grüßen

Manfred Heitz
Pastoralreferent

Zu Gast in der evangelischen Kirche

Unsere Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wird seit ca. einem halben Jahr renoviert. Um uns zu unterstützen, hat die protestantische Kirchengemeinde uns erlaubt, am Samstag oder am Sonntag unsere Gottesdienste in ihrer Kirche zu feiern.

Hierzu ein kleiner Streifzug zur Geschichte des protestantischen Gemeindezentrums mit ihrer Kirche.

Nach dem 2. Weltkrieg nahm die Zahl der Protestanten in Otterstadt deutlich zu, und es wurde daher überlegt, ein eigenes Gotteshaus zu bauen. Zu dieser Zeit wurden die Protestanten noch von Speyer aus betreut.

Die Gemeinde Otterstadt wies damals westlich der Lindenstraße ein Neubaugebiet aus, das bis dahin landwirtschaftlich genutzt worden war. Am Samstag, dem 23. September 1967 konnte der Grundstein zum Evangelischen Gemeindezentrum in Otterstadt gelegt werden.

Zitat: „Wir legen den Grundstein, indem wir hören, was Paulus schreibt: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf dem Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn, auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist“. (Epheser 2,19-22)

Mit großer Freude und voller Dankbarkeit feierte die protestantische Gemeinde am Sonntag, dem 3. November 1968 die Einweihung ihres neuen Pfarrzentrums. Der Festgottesdienst wurde vom evangelischen Singkreis Speyer-Nord mitgestaltet, der den Gottesdienst mit dem Lied: „Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein“ eröffnete.

Ein weiterer Höhepunkt einige Jahre später war die Einweihung der neuen Glocken am Samstag, den 12. Juli 1987.

Zitat: „Der Glockensachverständige der protestantischen Landeskirche Pfalz, Volker Müller, sprach von einem wunderbaren und seltenen Geläut in a`` und cis``, das harmonisch mit dem der katholischen Kirche abgestimmt ist.

Die größere Glocke a``
Uns, Herr, wirst du Frieden schaffen (Jes. 26,12)
Betglocke

Die kleinere Glocke cis``
Christus spricht: Kommt her zu mir alle ( Mt 11, 28a)
Taufglocke

Bereits 1980 erhielt die protestantische Kirche neue Fenster von der Glaskunstwerkstatt Hans Maurer aus Speyer. Die Fenster hat Frau Margot Stempel-Lebert aus Landau entworfen, wobei es ihr besonders wichtig war, dass die farbigen Fenster gut mit der räumlichen Gestaltung der Kirche harmonierten.

Zu einem späteren Zeitpunkt musste die Kirche erneut renoviert werden, und wurde im Oktober 2005 nach dem Apsisanbau wieder neu eröffnet. Der Fensterentwurf mit dem Thema: „Gottes Licht scheint in der Finsternis“ kam dieses Mal von der Glaskünstlerin Susanne Precht aus Lanscha in Thüringen.

Der Kindergarten wurde im August 1993 in einem feierlichen Akt von dem damaligen Bürgermeister Erich Flory seiner Bestimmung übergeben.

Seit vielen Jahren bereits finden die ökumenischen Frühschichten in der Advents- und Fastenzeit im protestantischen Pfarrzentrum statt, gestaltet von Angehörigen beider Gemeinden unter Leitung von Pfarrer Buchholz.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren evangelischen Mitchristen, dass wir unsere Gottesdienste in ihrer Kirche feiern dürfen. Besonders danken wollen wir Herrn Pfarrer Andreas Buchholz und der Familie Dötschel.

Wir wünschen Ihnen allen und ebenso unseren evangelischen Mitchristen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2011.

Herzlichen Dank auch an Petra Hillenbrand für ihre Mithilfe.

Für den Pfarrgemeinderrat
Elisabeth Simon (Vorsitzende)

Quellen:
Kuhn, Horst: Otterstadt, meine Heimat. 1994
Dötschel , Paul: Protestantisches Gemeindezentrum Otterstadt 1968-1993 (Broschüre)

Gebetsanliegen des Hl Vaters Januar - April 2010

Januar

Allgemeine Gebetsmeinung: Dass die Reichtümer der Schöpfung als kostbares Geschenk Gottes bewahrt, geschätzt und allen zugänglich gemacht werden.

Missionsgebetsmeinung: Dass die Christen die volle Einheit erlangen und vor allen Menschen die universale Vaterschaft Gottes bezeugen.

Februar

Allgemeine Gebetsmeinung: Dass die Identität der Familie geachtet und ihr unersetzbarer Beitrag zum Wohl der ganzen Gesellschaft anerkannt wird.

Missionsgebetsmeinung: Dass in den Missionsländern, in denen die Bekämpfung von Krankheiten besonders dringlich ist, christliche Gemeinden die Gegenwart Christi unter den Leidenden bezeugen.

März

Allgemeine Gebetsmeinung: Dass die Länder Lateinamerikas in der Treue zum Evangelium auf dem Weg der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens voranschreiten.

Missionsgebetsmeinung: Dass der Heilige Geist jenen christlichen Gemeinden und Gläubigen Licht und Kraft schenkt, die in vielen Teilen der Welt um des Evangeliums Willen verfolgt oder diskriminiert werden.

April

Allgemeine Gebetsmeinung: Dass die Kirche den neuen Generationen durch die glaubwürdige Verkündigung des Evangeliums stets neuen Lebenssinn und Hoffnung schenkt.

Missionsgebetsmeinung: Dass Missionare durch die Verkündigung des Evangeliums und das Lebenszeugnis Christus zu allen bringen, die ihn noch nicht kennen.

Aktion Dreikönigssingen 2011

"Kinder zeigen Stärke" lautet das Motto der Sternsingeraktion 2011. Als Beispielland hat das Kindermissionswerk für dieses Jahr Kambodscha ausgewählt.

Unser Blick soll auf behinderte Kinder in Kambodscha gerichtet werden. Die Behinderungen sind in den meisten Fällen durch die aus den vergangenen Kriegen zurückgebliebenen Minen verursacht worden.

Menschen mit einer Behinderung zählen in Kambodscha zu der am meisten benachteiligten Bevölkerungsgruppe. Sie sind besonders von Armut betroffen und haben oft keinen Zugang zu Bildung, Arbeit oder Gesundheitsversorgung. Nach über dreißig Jahren bewaffneter Konflikte sind die Infrastruktur und das Sozial- und Gesundheitssystem schlecht entwickelt. Da es keine staatliche Krankenversicherung gibt, müssen Behandlungen in öffentlichen Krankenhäusern und Medikamente aus eigener Tasche bezahlt werden. Auch wenn verhältnismäßig wenig Geld dafür verlangt wird, können es sich viele Kambodschaner nicht leisten, einen Arzt aufzusuchen. In den Dörfern gibt es ohnehin kaum Ärzte und Krankenhäuser. Kinder mit Behinderung können sich ohne Hilfe oft kaum bewegen. Besonders in Dörfern führen diese Kinder ein von ihrem sozialen Umfeld isoliertes Leben. Viele verlassen nie ihr Haus. Es fehlt an Rollstühlen, Gehhilfen oder Prothesen. Noch immer kommt es vor, dass Eltern ihre Kinder mit Behinderungen aus der Not heraus in Waisen- oder Krankenhäusern zurücklassen. Momentan haben weniger als 10 % der Kinder und Jugendlichen mit einer Behinderung die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen.

Termine der Sternsinger in Otterstadt:

Donnerstag, 6. Januar 2011:           Fest der Heiligen Drei Könige

19 Uhr: Gottesdienst mit Aussendung der Sternsinger

Samstag, 8. Januar 2011 und Sonntag, 9. Januar 2011:

13 – 17 Uhr: Die Sternsinger kommen in die Häuser.

Alle Kinder und Jugendliche sind herzlich eingeladen, bei der Sternsingeraktion mitzumachen!

Meldet euch bei Familie Berthold, Mannheimer Str. 56, Tel.: 33106 oder bei Familie Katz, Guidostr.3, Tel.: 33901.

Frank Berthold

ADVENIAT

Helfen Sie mit Ihrer Spende bei der Weihnachtskollekte „ADVENIAT" am 24. und 25. Dezember, den Mitchristen in Lateinamerika. Wenn Name und Anschrift auf der Opfertüte vermerkt sind oder eine Spende überwiesen wird, erhalten Sie eine Spendenquittung. Überweisungen richten Sie bitte an­Kath. Kirchenstiftung Otterstadt, Verwendungszweck „ADVENIAT".

Kreis- und Stadtsparkasse:     Kto. 120 022 BLZ 54750010
oder
Raiffeisenbank:                       Kto. 3204316 BLZ 54761411

G. André

Im vergangenen Kirchenjahr

... wurden durch das Sakrament der Taufe in die Kirche aufgenommen:

Blättner Lea Lilo und Blättner Luk Tobias, Otterstadt

Schneider Laura Katharina, Otterstadt

Zimmermann Vivienne, Otterstadt

Wörner Lara Soleil, Otterstadt

Katz Anna, Otterstadt

Stadler Paul, Otterstadt

.... gingen uns in die Ewigkeit voraus:

Hoffner Elisabeth
Seidenfuß Theresia
Blau Adam
Schmitt Renate
Zenger Gerhard
Maurer Barbara
Kuhn Irma
Martin Anna
Lupatsch Johann
Strebel Hermann
Zeiler Manfred
Schneider Alfons
Sohn Alfred
Kluba Stefan

Kirchenaustritte: 9
Wiederaufnahme: 1
G.André

Netter Therese
Voß Elisabeth
Schwerdel Anna Maria
Sohn Anna Maria
Schneider Maria
Kreutzenberger Hans
Spindler Wilibald
Flory Katharina
Erbach Thomas
Netter Rosa
Maurer Otwin
Berthold Klaus
Nowack Hans

Unsere Gottesdienste in der Weihnachtszeit

Sa.
18.12.2010

18:30

Vorstellung der Kommunionkinder mit Krippensegnung in der prot. Kirche

So.
19.12.2010,

18:00

Bußandacht in der prot. Kirche

Mo.
20.12.2010

ab 9:00

bringt Herr Pfarrer Buchert den Kranken, die nicht mehr in die Kirche kommen können, die Kommunion ins Haus. Falls Sie dies wünschen und im Pfarramt noch nicht bekannt sind, bitte unter Tel. 33145 anmelden.

Mo.
20.12.2010

14:30

Alten - und Krankengottesdienst
in der prot. Kirche

Fr.
24.12.2010
Heiliger Abend

15:00

22:00

Kinderkrippenfeier (Wortgottesdienst) im Remigiushaus

Christmette im Remigiushaus, musikalisch vom Kirchenchor mitgestaltet

Sa.
25.12.2010

Geburt des Herrn

10:30


18:30

Feierliches Hochamt im Remigiushaus
Es singt der Kirchenchor

Vesper zum Weihnachtsfest mit sakramentalem Segen im kath. Pfarrheim

So.
26.12.2010 Heiliger Stephanus

9:00

Amt für die Pfarrgemeinde
im Remigiushaus

Fr.
31.12.2010 Silvester

17:00

Jahresschlussgottesdienst
im Remigiushaus

Sa.
01.01.2011 Neujahr

10:30

Hochamt zum Hochfest der Gottesmutter Maria

So.
02.01.2011

18:00

Eucharistiefeier

Do.
06.01.2011
Hl. Drei Könige

19:00

Amt mit Aussendung der Sternsinger und Mitwirkung der Kommunionkinder

 

G. André

Internationale Ministranten Wallfahrt 2010 nach Rom  

Vom 31.07.2010 bis 06.08.2010 war es nach vier Jahren endlich wieder so weit! Wir, Messdienerinnen und Messdiener aus Otterstadt, machten uns in Begleitung von Pfarrer Buchert auf den Weg in die ewige Stadt. Zusammen mit ca. 900 anderen Minis aus dem Bistum Speyer fuhren wir nachmittags mit dem Reisesegen von Pfarrer Niederer mit dem Pilgersonderzug von Ludwigshafen los. Es war eine lange, aber sehr lustige Zugfahrt. Wir lernten viele neue Messdiener kennen und wurden mit dem Zugradio gut unterhalten. Außerdem durften wir bei einer Verlosung teilnehmen. Dafür mussten wir aus einem Buchstabensalat 35 Wörter, die mit dem Gottesdienst zu tun haben, finden. Einige von uns gaben nach der Hälfte auf, aber Katrin Tremmel und Markus Katz fanden in dem Chaos alle Wörter und hatten das Glück und wurden für die Papstaudienz ausgelost. Sie durften mit 40 anderen glücklichen Minis in nächster Nähe des Papstes sitzen.

Am nächsten Tag kamen wir vormittags in Rom   an. Schon am gleichen Tag besichtigten wir schon die ersten Kirchen und erkundeten in kleinen Gruppen die Stadt.

Für uns waren die Highlights die Papstaudienz, bei der wir gemeinsam mit ca. 50.000 anderen Minis auf dem Petersplatz gesungen und gebetet haben, der Petersdom, bei dem wir auch von der Kuppel aus die Sicht über Rom genießen konnten und die Priscilla-Katakomben, in denen wir gemeinsam mit unserem Pfarrer einen Gottesdienst gefeiert haben.

Den Rest des Tages durften wir immer selbst gestalten.

Neben dem Petersdom besichtigten wir noch die Lateran-Basilika, in der wir auch mit den Speyerer Ministranten den Abschlussgottesdienst mit unserem Bischof Karl-Heinz Wiesemann feierten. Außerdem besuchten wir das Pantheon, Maria Maggiore, Aracoeli, Sankt Paul vor den Mauern & noch vieles andere mehr.

Nach der Papstaudienz verbrachten wir den Rest des Tages bei dem super Wetter am Strand.

Die Tage vergingen viel zu schnell und so kamen wir am Freitag Vormittag wieder in Ludwigshafen an, wo uns auch schon einige Eltern freudig erwarteten und uns begeisterte Messdiener wieder nach Hause brachten.

Auf diesem Weg möchten wir uns noch einmal bei allen Eltern bedanken, die uns an den Bahnhof gebracht und auch wieder abgeholt haben.

Die Wallfahrt war für uns Messdiener eine tolle und eindrucksvolle Zeit und hat unsere Minis noch mehr miteinander verbunden.

Carmen Konietzny

 

kfd – wir engagieren uns für gerechte, gewaltfreie und nachhaltige Lebens- und Arbeitsbedingungen

in der Einen Welt

Um dieses Leitbild unserer Gemeinschaft mit Leben zu füllen, führen wir jährlich eine Glühweinaktion an St. Martin durch. Dies tun wir schon seit der Gründung der kfd, vor 28 Jahren.

Viele Aktionen der Nächstenliebe und Hilfe für Bedürftige sind schon seit Jahren zur Tradition in unserem Gemeinschaftsleben geworden.

Um einsame und bedürftige Menschen in Europa, Indien und Afrika finanziell zu unterstützen verkaufen wir jährlich Glühwein, Tee und Lebkuchen. Der diesjährige Erlös geht auf das Konto des Aidswaisenhauses „Maria Raschnitz“ in Südafrika.

Diese Aktion ist nur möglich durch die Hilfsbereitschaft eines Teams von ca. 8 Frauen, die bei jeder Witterung ihren Einsatz zeigen.

Bei solchen Tätigkeiten zeigt sich die gleichgesinnte Einstellung unserer Gemeinschaft, die nur zu erreichen ist, in einem harmonischen Zusammenleben.

Hand in Hand tätig zu sein sorgt dafür, dass die Struktur in unserer kfd ihre Größe behält und wir weiterhin auf sie zählen können.

Unser Zusammenhalt gibt uns die Kraft, die einzelne Frau in ihrer Einzigartigkeit und ihrer jeweiligen Lebenssituation zu stärken und ihr Stütze zu sein

Vielen Dank für Ihre Unterstützungen bei unseren Aktionen!

Maria Pfadt

Wir wünschen allen Lesern des KONTAKTY und ihren Familien ein frohes, gnadenreiches Weihnachtsfest und ein gesundes, gesegnetes Jahr 2011

Ihr Kontaktyteam