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Brief Ihrer kath. Pfarrgemeinde Otterstadt

Nr.69 Pfingsten - 100 Jahre Elisabethenverein

 

Liebe Gemeinde!

In jedem Sonntagsgottesdienst sprechen wir im Glaubensbekenntnis:

„Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, …“  Doch was ist der Heilige Geist und was bedeutet in diesem Sinne „heilig“ und „katholisch“ ?

Der „Heilige Geist“ ist die göttliche Antriebskraft, die in uns Menschen wirkt und wirken will, wenn wir ihr uns öffnen. So wie der Kraftstoff für ein Auto unverzichtbar ist, so unverzichtbar ist   auch Gottes guter Geist für unser Leben. Sieben Gaben, d.h. sieben „Kraftstoffbestandteile“ –um im Bild zu bleiben- werden dem Heiligen Geist zugeschrieben: Weisheit, Verstand, Rat, Erkenntnis, Mut, Frömmigkeit und Ehrfurcht vor Gott.

Wer braucht   in seinem Leben nicht die nötige Weisheit, um zu erkennen was wirklich wichtig ist im Leben? Einen guten Rat bei wichtigen Entscheidungen, die richtige und rechtzeitige Erkenntnis von Gut und Böse, den Mut auch schwierige Probleme beherzt anzugehen, statt davon zu laufen und schließlich Gott in seiner vielfältigen Schöpfung zu erkennen und anzuerkennen, sind für unser Leben und Zusammenleben unabdingbar. Im Gebet öffnen wir uns diesen Gaben, nehmen uns Zeit über unser Leben nachzudenken und erkennen dann auch, was zu tun oder besser zu lassen ist.   Gott schenkt uns diese Kraft durch seinen Geist, der uns in der Taufe zugesprochen- und mit dem wir in der Firmung besiegelt worden sind. Wir müssen ihm uns immer wieder neu öffnen und ihn wirken lassen. Das tun wir wenn wir Pfingsten feiern.

Das Stichwort heilig, ist eine Ehrenbezeichnung und ein Anspruch zugleich. Wenn wir Gottes guten Geist als heilig bezeichnen und dieser in uns und der Gemeinschaft der Gläubigen (= Kirche) wirkt, so ist die Heiligkeit ein sich daraus ergebender Anspruch, dem es gilt, durch unser Tun und Lassen gerecht zu werden. Katholisch heißt in diesem Sinne aus dem Griechischen wörtlich übersetzt nichts anderes als „allumfassend“, weil die Gemeinschaft der Gläubigen die ganze Welt umfasst. Gottes Geist bewegt und bewegte schon immer Menschen außergewöhnliches zu tun. Die Apostel trugen die Botschaft Jesu in die ganze Welt hinaus, gründeten Gemeinden, wodurch Kirche entstand und durch ihre Nachfolger bis heute besteht. Somit ist das Pfingstfest auch der Geburtstag der Kirche. Wäre die Kirche  reines Menschenwerk, wäre sie wohl kaum über 2000 Jahre alt. Gottes guter Geist ist es, der nach wie vor in der Kirche durch die   Menschen in ihr lebt und wirkt.

Mit diesen Gedanken grüßt sie zum Pfingstfest,

 

Einladung

zum 100-jährigen Jubiläum des Elisabethenvereins

Am Pfingstmontag, den 01. Juni 2009

um 10.30 Uhr zum Festgottesdienst

- es singt der Kirchenchor -

Eine Fotoausstellung über 100 Jahre Elisabethenverein

ist im Kirchenvorraum bis zum 08. Juni zu sehen.

Ebenso ein Infostand über die ökumenische Sozialstation

 

und

 

am Sonntag, den 07. Juni 2009

zum Hoffest (ehemals Laternenfest)

des Kath. Kindergartens „Casa Vincentina”

um

11.00 Uhr zum Gottesdienst von den Kindern gestaltet

(bei Schönwetter auf dem Königsplatz,

bei Schlechtwetter in der kath. Kirche)

für Essen und Trinken ist im Kindergarten gesorgt.  


100 Jahre St. Elisabethenverein Otterstadt

1909 - 2009

Versetzen wir uns in das Jahr 1909. Hilfe für die Kranken wurde dringend benötigt. Die Familien waren kinderreich, 1910 wurden 372 Schüler von 4 Lehrern unterrichtet. Für die Feldarbeit wurde jede Hand gebraucht, natürlich auch die der Mütter. Die Versorgung der Kleinkinder war in vielen Fällen ein ungelöstes Problem.

So dass im Protokoll folgendes zu lesen ist:

„Unterm heutigen 28.IV.1909, versammelten sich mehrere Einwohner von Otterstadt, um einen Verein zu gründen, der den Namen St. Elisabethenverein tragen soll und den Zweck hat die Mittel zu sammeln und entgegen zu nehmen zur Unterhaltung von barmherzigen Schwestern, bezüglich Besorgung der ambulanten Krankenpflege in Otterstadt, sowie Errichtung einer Kleinkinderbewahr - und Arbeitsschule.

Einstimmig erkannte man die Notwendigkeit und beschloss die Gründung. In dieser Sitzung wurden die Statuten der Satzungen beraten und angenommen.

 

Es wurden gewählt:

als Vorstand: H. Herr Pfarrer Karl Mayer

als Ausschussmitglieder:

Elisabetha Fischer Anna Herrmann
Susanna Heim Veronika Johannes
Barbara Lang Elisabetha Breyer
Franziska Ackermann Luise Sold
Gertraud Hillenbrand Anna Erbach
Anna Göck Anna Holz
Katharina Merz Anna Waas
Katharina Berthold Elisabetha Ruffing
Katharina Mayer Elise Hillenbrand
Margaretha Benkert Fr.v. Joseph Klier
Maria Hüdel Katharina Lehr
A.M. Müller  

              

Gewählt wurden     als Rechnerin:       Frau Hauptlehrer Barbara Lang

                              als Revisoren:   Frau Postinspektor Anna Holz und     Frau M. Hüdel

 

Zum Sammeln der Beiträge erklärten sich bereit:

Frau Anna Waas, Anna Maria Müller, Anna Göck, Kath. Mayer, Margaretha Benkert, Veronika Johannes, Anna Herrmann, Elisabetha Breyer, Luise Sold, Anna Erbach.”

In der Satzung wurde unter folgenden §§ festgelegt:

§ III - „Zweck des Vereins ist zunächst Sammlung und Entgegennahme freiwilliger Gaben zur Gründung und Unterhaltung einer Niederlassung von barmherzigen Schwestern zur ambulanten Krankenpflege sowie Errichtung und Unterhalt einer Kleinkinderbewahr- und einer Arbeitsschule für größere Mädchen.”

§ IV - „Die Mitgliedschaft wird erworben durch Eintragung in Mitgliederliste und Zufügung eines bestimmten Monatsbeitrags, der jedoch nicht unter 20 Pfennig betragen darf.” Man erhoffte von finanziell besser gestellten Familien einen höheren Monatsbeitrag.

§ V - „Die Mitglieder des Vereins haben Anspruch auf unentgeltliche Krankenpflege für sich und ihre Angehörigen; Aufnahme der Kinder in die Kinderbewahr- und Arbeitsschule muß eigens honoriert werden.”

Zum Vorstand sollte nach Möglichkeit der katholische Ortspfarrer von Otterstadt gewählt werden. Das war in diesem Fall der hochw. Herr Pfarrer Alois Karl Mayer, der Gründer des Vereins.

 

Gegen Ende des 1. Weltkrieg (1914-1918) kamen nach langen Bemühungen am 10. Januar 1918   6 Ordensfrauen nach Otterstadt. Sr. M. Dula Stolz, war Kindergartenschwester und als 1. Oberin mit der Einrichtung der Schwesternstation betraut. Pfarrer Karl Mayer, der Gründer des Vereins, durfte diese Freude noch kurz vor seinem Tod erleben. Er starb am 7. März 1918. Aus Dankbarkeit für die größten Verdienste des verstorbenen Vorstandes wurde am 10. Nov. 1918 beschlossen, alljährlich an seinem Sterbetag ein Seelenamt zu halten. Als neuer Vorstand wurde Pfarrer Wilhelm Sarreither gewählt. Zugleich wurde beschlossen und in die Satzung aufgenommen, dass immer der jeweilige Ortspfarrer Vorstand des Vereins sein soll.

Man schätzte die Dienste der Krankenschwester sehr, insbesondere im Monat Okt. 1918, als auch in Otterstadt die spanische Grippe stark aufgetreten war. Es war fast kein Haus davor verschont. Trotzdem starben nur 2 Menschen. Im Protokoll wird berichtet: „ Im Jahr 1918 wurden von der Krankenschwester 470 Kranke gepflegt, 5.737 Krankenbesuche gemacht, 543 Verbände angelegt und 27 Nachtwachen gehalten”.

Ende des Jahres 1918 zählte der Verein 290 Mitglieder.

 

1919 Zur Generalversammlung am 16. März 1919 musste erst die Erlaubnis der französischen Kontrollbehörde in Speyer eingeholt werden. In Anwesenheit eines französischen   Offiziers, des gesamten Gemeinderates, der Kirchenverwaltung und zahlreicher Mitglieder wurde die Generalversammlung abgehalten.

 „Die Generalversammlung genehmigte alsdann die Absendung eines Protestes gegen   den unchristlichen und undinglichen Schulerlaß des derzeitigen bayerischen Ministers für Unterricht und Kultus und verlangt, daß der christliche Charakter der Volksschule erhalten und der Religionsunterricht Pflichtfach bleibt; dieser Protest wird durch den Vorstand an den hochw. Herrn Bischof Dr. Ludwig Sebastian in Speyer geschickt.”

Gleichzeitig bildet sich ein Ortsausschuss zur Verteidigung der christlichen Schule, dem folgende Herren angehören: Bürgermeister Friedrich Hillenbrand,   Adjunkt Jakob Goeck, Hauptlehrer Friedrich Lang, Lehrer Karl Stork, Joseph Klier, Valentin Flory, Bartholomäus Ackermann, Valentin Erbach, Valentin Reis, Lorenz Mayer, Joseph Reiland, Pfarrer Wilhelm Sarreither.”

 

1920 Die Gesamtausgaben des Vereins waren höher als die Einnahmen, und dies trotz 150 Mark Zuwendungen des St. Johannesvereins. Die Mitglieder wurden gebeten dafür zu sorgen, dass die Schwestern ihren Bedarf an Kartoffeln und Gemüse unentgeltlich bekommen, damit auch dadurch die Vereinskasse geschont werden kann. Dies haben die Otterstadter bis zuletzt eingehalten. Um die Unkosten zu decken, wurde weiter nach Einnahmequellen gesucht.

 

1921 So fand am 27. Nov.1921 eine Familienunterhaltung des Elisabethenvereins im Saal „Zum Lamm” unter Mitwirkung des Pfarrcäcilienvereins (Kirchenchor) und der Jungfrauenkongregation (die schöne Fahne wird bis heute in der kath. Kirche aufbewahrt) statt, die ein voller Erfolg war. Dieser Elisabethentag, wie er später genannt wurde, fand große Zustimmung und wurde viele Jahre auch mit Theateraufführungen beibehalten, an die man sich gerne erinnert.

Am 15. Okt. kam eine 2. Krankenschwester hinzu, weil eine Krankenschwester unmöglich die Last der Krankenpflege hätte tragen können.

  

1922 In der Generalversammlung am 15. Januar wurde berichtet: „Bezüglich der Handarbeitsschule wird über mangelnde Teilnahme Klage geführt. Ein Hauptgrund scheint darin zu liegen, dass über Strick- und Häkelarbeiten das Flicken und Nähen vernachlässigt wurde und zwar nicht weil es die Schuld der Handarbeitsschwester ist, sondern weil die Mädchen, die mit Flick- und Näharbeiten kommen, von den anderen schief angesehen werden. Zur Abhilfe verlangt die Versammlung einmütig: „dass von der Handarbeitsschwester bestimmte Tage festgelegt werden, an welchen nur Flick- und Näharbeiten verrichtet werden dürfen, denn Flicken und Nähen lernen sei nützlicher als die feinen Handarbeiten.”

Weiter   bittet der Vorstand (Pfr. Sarreither) die laufenden Jahreseinnahmen auf die Höhe zu bringen, dass sie für den jährlichen Bedarf wenigstens ausreichen. Der   Monatsbeitrag der Mitglieder wird auf 2 Mark einstimmig festgesetzt.

Am 8. Okt. 1922 musste nochmals eine Versammlung abgehalten werden. „Der Zweck der Versammlung war die Beratung und Beschlussfassung über die notwendigen Maßnahmen zur Linderung der Not und Teuerung, soweit davon unsere Schwesternstation betroffen ist. Nach eingehender lebhafter Beratung wurden   ordnungsgemäß folgende Beschlüsse gefasst:

1.    Im letzten Quartal 1922 soll der Monatsbeitrag der Mitglieder statt 2 Mark wie bisher, 10 Mark betragen.

2.    Bei der im November üblich stattfindenden Elisabethenfeier soll ein Eintrittsgeld von 20 Mark erhoben werden, damit daraus dem Schwesternhaus ein namhafter Betrag überwiesen werden kann. (Eintrittsgeld im Kino beträgt gegenwärtig 30 Mark, Eintrittsgeld zur Tanzmusik 30 M, ¼ l Wein während der Tanzmusik 40 Mark).”

Man merkt an der schnellen Preisentwicklung bereits die Inflation.

Im Jahre 1922 betrugen die Einnahmen             23.049,75 M

                                      die Ausgaben             32.392,90 M.  

 Nähschule 1928

 

1928 Da der Besuch der Handarbeitsschule von Jahr zu Jahr abnahm, wurde diese nur noch in den Wintermonaten gehalten.  

1931 Am   2. Nov. 1931 wurde eine Kleider- und Wäschesammlung   durchgeführt. Das Erhaltene von den Frauen gereinigt, entsprechend hergerichtet und an Hilfsbedürftige abgegeben.

1932 Der Handarbeitsunterricht wird aus Mangel an Teilnehmern ganz    eingestellt.

1934 „Im Januar dieses Jahres (1934) stellte Bürgermeister Spindler an den Elisabethenverein die Frage, ob derselbe das bisher der Gemeinde gehörige Schwesternhaus nicht käuflich übernehmen wolle. Da die Lage des Gebäudes sowohl für die Kinderschule,als auch für die Krankenstation sehr günstig ist....” Zu diesem Zwecke wurde einstimmig beschlossen, dass der Elisabethenverein in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Speyer einzutragen ist.  

Am 13. Februar 1934 kaufte der Elisabethenverein e.V. das Schwesternhaus für 6.000,- Reichsmark. Der Verein hat 311 Mitglieder, deren Beitrag   25 Pfennig beträgt. Die Kinderschule wurde durchweg von 50 - 60 Kindern besucht. Viele Dorfbewohner sind arbeitslos.

 

 

Kindergarten 1934

 

1937 Nun besteht wieder der Wunsch, einer Handarbeitsschule; es soll das Möglichste getan werden, um dem Wunsch zu entsprechen. Das Kloster wird um eine 2. Krankenschwester bis Nov. 1937 gebeten.   Aufgrund des Abbaus klösterlicher Lehrkräfte an öffentlichen Schulen   scheiden 2 Schwestern aus dem Schuldienst.

1938 Am 30. April wird berichtet, dass die übliche Jahreshauptversammlung wegen Viehseuche ausfallen muss.

1939 Die Generalversammlung am 22. Januar war vorschriftsmäßig bei der Behörde bekannt gegeben und genehmigt. Anwesend war im Auftrag des Bezirksamtes, Herr Oberwachtmeister Schmitt. Für die erkrankten Arbeiter an den Bunkeranlagen wurde ein Zimmer im Schwesternhaus beschlagnahmt.  

1942 „Im April 1942 wurde durch Verfügung des Bezirksamtes Speyer die hiesige Kinderschule aufgelöst und konnte trotz Einspruch des Vereinsvorstandes, Hochw. H. Pfarrer Steets, nicht wieder geöffnet werden.”

1945 „Nach Einzug der Amerikaner in Otterstadt und dem Untergang des Hitler-Reiches wurde im Juni der kath. Kindergarten (Kinderschule) wieder eröffnet. Am 2. Juni kam als Kindergartenschwester Sr. Vincentina. Da der Raum im Schwesternhaus mit Möbeln Fliegergeschädigter belegt war, fand dieser zunächst in einem Saal des Schulhauses statt.” Nach wenigen Wochen, musste der Kindergarten wieder ins Schwesternhaus,   weil französische Soldaten in der Schule Quartier bezogen. Kurze Zeit konnte deshalb der Kindergarten gar nicht geöffnet werden. Mit ein paar Tischen und Bänken wurde der Saal möbliert. Spielsachen bastelte die Schwester (aus kaputten Sachen) selbst.  Am 1. Okt. 1945 kamen auch die Schulschwestern wieder in den Schuldienst, die Volksschule wurde wieder kath. Konfessionsschule.   

Die Schwestern , die um diese Zeit in Otterstadt waren:

Schwester Chrysologa, Oberin und Krankenpflege

Schwester Vincentina, Kindergärtnerin

Schwester Friedelinde, Haushaltspflege

Schwester Olivia, Lehrerin

Schwester Cordula, Lehrerin.       

 

1946 Das Dach des Schwesternhauses wurde für rund   1.000,- Mark repariert, davon 600 Mk Zuschuss aus der Kirchenkasse. Der Elisabethenverein hat 380 Mitglieder, der Beitrag beträgt 40 Pfennig und soll ärmeren Mitgliedern entsprechend ermäßigt werden.

In den Nachkriegsjahren wurde auch die ehemalige Bücherei im Schwesternhaus als Notwohnung für Flüchtlinge genutzt. Im Kindergarten war alles sehr bescheiden. Es   waren bis zu 100 Kinder in einem großen Saal (auch schon zweijährige). Die Toiletten (Plumpsklos) befanden sich außerhalb des Gebäudes, auf dem Hof. Im Sommer wurde viel im Freien gespielt.

 

 Kindergarten 1948

1950 Im Kindergarten wurden die Kinder auf 2 Gruppen verteilt und    eine 2. Erzieherin eingestellt.  

1957   Der Vorstand, Pfarrer Pirro teilte mit, „daß die Abortanlagen des Kindergartens den hygienischen Erfordernissen nicht mehr entsprechen und darum Neue erstellt werden müssen.”

1958 Im Kindergarten wurde der Neubau der Toilettenanlagen und einer Waschküche fertiggestellt.  Auch bei den Schwestern soll renoviert werden. Zu diesem Zweck wurde am 1. Juni 1958 von den Frauen eine Haussammlung durchgeführt.

1961 Ende Januar zog Pfarrer Pirro in das neu erbaute Pfarrhaus in der Luitpoldstraße, wo er am 1. Sept. 1961 starb.

1964 Ende Juni stand das Schwesternhaus in neuem Glanz da, zur Freude der ganzen Gemeinde.

1965 Der Verein zählt 350 Mitglieder. Zur Entlastung von Sr. Vincentina wurde ab 1. April eine Helferin eingestellt. Der Kindergartenbeitrag betrug 12,- DM. Es wurden von der Krankenschwester Leandra 995 mal Kranke versorgt, 4.294   Krankenbesuche durchgeführt und 24 Nachtwachen   gehalten.

1966 Die Wände des Kindergartens wurden bis zur halben Höhe mit Holz verkleidet.

1967 Der Kindergarten wurde zu klein, obwohl schon längst keine Zweijährigen mehr aufgenommen wurden. Im Mai fand eine Beratung über die Erweiterung des Kindergartens statt. Es wurden viele Pläne erstellt.

1969 Nach dem endgültig genehmigten Plan kam es zum Bau von zwei neuen Kindergartenräumen, darunter auch das Pfarrheim (wo sich heute die kath. Öffentl. Bücherei befindet).

1970 Am 19. Juli 1970wurde endlich der Kindergartenerweiterungsbau durch Hochw. Herrn Domkapitular Thiebes geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Am Samstag, den 15. Aug. 1970 wurde das 1. Laternenfest im Hof des Kindergartens abgehalten. Der Kirchenchor führte dieses Fest zugunsten des Kindergartens aus. Zur Betreuung der Jugend wurde ein Jugendausschuss bestellt.

1971 In der Generalversammlung am 14. März berichtete Pfr. Wilhelm die schwierige Situation im Schwesternhaus, um Nachwuchs sei es schlecht bestellt. Wie soll in Zukunft die Krankenpflege gewährleistet sein? So wurde über die Errichtung einer Sozialstation Waldsee-Otterstadt und die übrigen Verbandspfarreien gesprochen. Bei der Betreuung der Jugend gab es Schwierigkeiten. 

1972 Im Kindergarten werden etwa 100 Kinder in drei Gruppen betreut. Ab 1973 sollten die Gruppen verkleinert werden, so dass im großen Kindergarten schon wieder Platz- und Personalprobleme anstanden. Es war sehr schwierig Kindergärtnerinnen zu bekommen. Für das Schwesternhaus wurde ein Telefonanschluss beantragt.

1973 Pfarrer Feit berichtet, er sei erfreut, „einen so großen, wohl fundierten und gut geleiteten Verein vorzufinden, bei dem alle sozialen Einrichtungen wie Kindergarten, Krankenpflege und Jugendbetreuung in einer Hand und unter einem Dach zusammengefasst seien und alles bestens zum Wohle der Dorfgemeinschaft funktioniere.”

1974   Im Kindergarten besteht immer noch Personalmangel und Raumnot. Am 1. April nahm Frl. Heidel (Frau Kluger) als neue Fachkraft ihre Tätigkeit im Kindergarten auf. Die Gemeinde stellte 2 Räume im Gemeindehaus zur Auslagerung der Pfarrbücherei zur Verfügung. Dadurch war die Erstellung eines 4. großen Gruppenraumes möglich.Die Gründung einer Sozialstation für den Raum Ludwigshafen-Speyer war ernsthaft in Vorbereitung. Dem Verband sollten angehören: Mutterstadt, Limburgerhof, Neuhofen, Altrip, Waldsee u. Otterstadt.  Die Zentrale der Sozialstation sollte in Limburgerhof sein, die Außenstellen in Waldsee und in Otterstadt sollten weiter genutzt werden.

1975 Pfr. Feit dankte für die großen Leistungen der Krankenschwester Philippine, die trotz hohen Alters noch ständig unterwegs war und ihren Dienst tat. Sie machte 1126 Hausbesuche, versorgte 593 mal Patienten und hielt 4 Nachtwachen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, „daß wir noch recht lange mit ihren Diensten rechnen dürfen.”

Im Kindergarten durften nicht mehr als 25 Kinder in einer Gruppe sein. Personell sei der Kindergarten jetzt in den 4 Gruppen gut besetzt. Schwester Vincentina (Leiterin), Frau Kluger (Stellvertreterin), Frl. Ackermann (Frau Endres), Frau Maurer,   zwei Helferinnen und eine Reinigungsfrau.

Im Spätsommer wurde die ökumenische Sozialstation gegründet, deren Sitz in Limburgerhof ist und ihre Satzungen verabschiedet. Der Vorstand der Sozialstation hatte folgende Zusammensetzung: 1. Vorstand evang. Pfarrer Moll aus Mutterstadt, 2. Vorstand Herr Eisele (kath.) aus Limburgerhof, weitere Vorstandmitglieder sind   Pfarrer Feit (kath.) aus Otterstadt, Pfarrer Abt (kath.) aus Waldsee und der diensttuende evang. Diakon von Waldsee.  

1976 Die Sozialstation war noch nicht in Funktion, da die Genehmigung der Regierung noch nicht vorlag.

1977 Im März berichtet Pfr. Feit, dass die Krankenschwester Philippine schwer erkrankt sei und ins Mutterhaus zurückberufen wurde. Die Sozialstation werde voraussichtlich erst am 1. Juli 1978 mit der Arbeit beginnen. Für Otterstadt wurde eine weltliche Krankenschwester eingesetzt. Die Kosten trägt zu 1/3 die evang. Kirchengemeinde Speyer-Nord und 2/3 die kath. Pfarrei Otterstadt. Der Mitgliedsbeitrag muss von DM 1,--, auf DM 2,-- angehoben werden.  

1978 Am 1. Juli nahm die ökum. Sozialstation ihre Arbeit auf. Die weltliche Krankenschwester, Frau Lang schied zum 1.7. aus. Am 1. Okt. wurde eine neue Schwester eingesetzt, zur Überbrückung half die Schwester aus Waldsee aus.

1982 Sozialstation: Für Otterstadt stand eine Halbtagskraft zur Verfügung. Der Kindergarten wurde von 95 Kindern besucht.

1983 Schwester Vincentina hat das Ruhestandsalter erreicht, sollte aber so lange wie möglich die Leitung des Kindergartens beibehalten. Es wurde folgende Erklärung abgegeben: „Der Elisabethenverein Otterstadt wünscht, dass Schwester Vincentina auch nach ihrer eventuellen Pensionierung hier wohnen soll. Der Verein stellt die Wohnung für die Schwestern   zur Verfügung.”

1984 Außenrenovierung von Kindergarten und Schwesternhaus.   Erneuerung von 23 Fenstern, 2 Türen, Dachisolierung, neue Dachkandel, Hof des Kindergartens und sonstige Arbeiten standen an. Ende des Jahres 84 hatte der Verein 411 Mitglieder.

1985 Die Renovierungsarbeiten am Schwesternhaus und Kindergarten sind abgeschlossen. Der Kindergarten wurde von 95 Kindern besucht und von einem 12-köpfigen Team betreut. Von den angemeldeten Kindern musste die Mehrzahl der 3-jährigen bis zum nächsten Jahr   mit der Aufnahme warten.

1986 Der Kindergarten wurde wieder mal zu klein. Wegen der räumlichen Enge konnten von 47 Anmeldungen nur 28 Kinder angenommen werden. Es wurde der Beschluss gefasst, den Kindergarten durch Umbau im Eingangsbereich und des Hofes zu erweitern. Schwester Vincentina ging am 1. August 86 in den Ruhestand. Frl. Karin Walka sollte die Leitung des Kindergartens übernehmen.   

Schwester Vincentina Ruffing

1987 Das Laternenfest am 19. Juli wurde in der Sommerfesthalle gefeiert.   Der Elternausschuss des Kindergartens richtete das Fest aus und reduzierte es auf einen Tag.

1988 Fertigstellung der Bauarbeiten im Kindergarten. Es entstand ein neuer Gruppenraum, es wurde ein Personalzimmer, eine größere Küche mit Kinderküche und ein Intensiv- und Gymnastikraum eingerichtet.

1989 Mit der längst fälligen Pfarrheimrenovierung sollte begonnen werden.       

1990 Der Kindergarten wurde schon wieder zu klein. Ein Anbau war nicht mehr möglich. Die flexible Öffnungszeit wurde wieder eingeführt.

Der Sozialstation standen für die gesamten Pflegekräfte 17 Autos zur Verfügung.

1991 Um einen Notstand an Kindergartenplätzen bis zur Fertigstellung eines Gemeindekindergartens, der auf evang. Gelände erbaut wird,   zu überbrücken, wurde auf 1 Jahr befristet eine 5. Kindergruppe    errichtet. Die flexiblen Öffnungszeiten fanden jetzt besseren Anklang.

Von der Sozialstation waren 2 Pfleger und eine Halbtagskraft für Otterstadt und Waldsee zuständig. Die Sozialstation sah sich gezwungen, ab 1. Jan. 1992   nach 15 Jahren die Beiträge von DM 36,- auf DM 48,- zu erhöhen. Die Pflegegebühren sind für Mitglieder erheblich günstiger als für Nichtmitglieder.

1992 Bei den Ausgaben der Sozialstation, stellten die Personalkosten von DM 1.300.000, --   den größten Posten dar. Pfarrer Feit ging aus Krankheitsgründen in den Ruhestand und zog nach Edenkoben.

1993 Frau Rita Endres übernimmt die Leitung im Kindergarten. Sie berichtete, dass 120 Kinder in 5 Gruppen betreut werden. Die flexiblen Öffnungszeiten wurden von 15-20 Kindern genutzt. Im August 1993 siedelte eine Gruppe mit Personal in den neuen   Kindergarten in der Huttenstraße um.

1994 Von der Sozialstation wurden zu dieser Zeit ständig 19 Patienten betreut.

1995 Im Kindergarten betrugen die Personalkosten DM 626.405,65.  

1996 Im Kindergarten stand wieder eine Renovierung an. Das Dach war undicht und die sanitären Anlagen mussten modernisiert werden.

1997 Der Elisabethenverein zählt am 1. Januar 448 Mitglieder. Von den Mitgliedsbeiträgen wurden DM 19.026 an die Sozialstation Limburgerhof weitergeleitet. Die gesamten Renovierungsmaßnahmen des Kindergartens sollten in mehreren Bauabschnitten durchgeführt   und aus Kostengründen auf 3 Jahre verteilt werden. 1997 beginnt die Toiletten-, Waschraum- und Dacherneuerung. Im Bereich der Sozialstation Limburgerhof lebten zu dieser Zeit 45.687 Einwohner.

1998 Die Renovierungsarbeiten im Kindergarten gingen weiter mit dem Neubau der Heizungsanlage und der Wasserzuleitung in die Gruppenräume, dazu wurden noch kleine Küchenzeilen angeschafft.

Im Kindergarten waren 13 Kinder anderer Nationalitäten und  4 von der Schule zurückgestellte Kinder. Insgesamt besuchten 91 Kinder den Kindergarten.

1999 Das 90-jährige Jubiläum des Elisabethenvereins begann Pfarrer Buchert mit einem Krankengottesdienst am 16. Nov. 1999 um 15 Uhr. Anschließend ging es im Remigiushaus bei Kaffee und Kuchen mit der   Generalversammlung weiter. Bei der Kindergarten-Renovierung, stand als letztes der Außenanstrich inkl. Fensterläden und die Anschaffung von Einrichtungsgegenständen an.  

2000 Von der Sozialstation wurde das „Betreute Wohnen” in Neuhofen übernommen.

2002 Schwester Ludwigis Ruffing starb am 21. Juni 2002, 2 Tage nach ihrem 91. Geburtstag. Sie verbrachte seit 1986 ihren Lebensabend in Otterstadt. Ihre leibliche   Schwester, Schwester Vincentina Ruffing, kehrte aus Alters- und Gesundheitsgründen am 28.10.2002, als letzte Schwester von Otterstadt ins Mutterhaus nach Speyer zurück. Vorher wurde sie am 25. Okt. - nach 57 Jahren Tätigkeit in Otterstadt - in einem Gottesdienst und anschließender Feier im Remigiushaus verabschiedet. Als Abschiedsgeschenk bekam der Kindergarten den Namen „Casa Vincentina” verliehen. Ganz Otterstadt trauerte um sie. Eine Ära ging zu Ende. Somit wurde auch die Schwesternstation in Otterstadt aufgelöst.

2003 Die nun leer stehende Schwesternwohnung sollte zum neuen Pfarrheim umgebaut werden. Die Baumaßnahme wurde wesentlich   durch eine zweckgebundene Erbschaft von Anna Hoffmann - ehemaliges Kirchenchormitglied und Pfarrgemeinderatsvorsitzende - finanziert.

Der Leiter des kath. Pfarrverbandes Waldsee-Limburgerhof, Herr Stellmann, übernahm die Aufgabe des Rechners für den Kindergarten Otterstadt. Herr Stellmann ist seit vielen Jahren bereits Rechner aller Kindergärten des Pfarrverbandes, nun auch für Otterstadt.  

2005 AmSonntag, den 16. Jan., war Einweihung und „Tag der offenen Tür” für das neue Pfarrheim, in der ehemaligen Schwesternwohnung, und für die kath. öffentliche Bücherei, die sich seitdem im alten Pfarrheim befindet. Der große Saal im neuen Pfarrheim wurde „Anna Hoffmann-Saal” genannt, und dient seither dem Kirchenchor für die wöchentliche Singstunde. Ferner sollten die neuen Räume von nun an für alle kirchlichen Veranstaltungen und alle kirchlichen Gremien genutzt werden.

Der Elisabethenverein hatte am 1. Jan. 2005, 375 Mitglieder, der Jahresbeitrag liegt seit 2002 bei € 25,--.

Haus des Elisabethenvereins 2009

Jetzt befindet sich im Erdgeschoss der Kath. Kindergarten,

darüber liegend (ehemals Schwesternwohnung) das Kath. Pfarrheim

und in einem Teil des Untergeschosses die Kath.Öffentl.Bücherei.

 

100 Jahre sind vergangen.

Das Ziel, das sich der Verein vor hundert Jahren gesteckt hat - sich um Kranke und Kinder zu kümmern - ist heute noch das Gleiche. Dank gilt dem Gründer, Pfarrer Karl Mayer, dafür, dass er die Not im Dorf erkannt hat und sich um die Schwesternstation bemühte.  

In den 100 Jahren des Elisabethenvereins haben viele Schwestern in Otterstadt mit Hingabe gewirkt. Das ganze Dorf ist ihnen zu Dank verpflichtet. Sie haben sich zum Wohle der Bewohner unseres Dorfes abgemüht. Besonders die Krankenschwestern haben manche Nacht bei den Kranken verbracht und sind den Menschen mit Rat und Tat zur Seite gestanden - auch im Gebet. Sie waren wahrhaft ein Segen für das Dorf.

Unser Dank gilt auch den Schwestern des Instituts St. Dominikus in Speyer, die uns die folgende Liste aller in Otterstadt wirkenden Schwestern erstellt haben.

 

Institut St. Dominikus Speyer

Niederlassung: Otterstadt, Schulstraße 17

gegründet: 1918 – aufgelöst 2002

 

Sr. M. Guadasalva Wagner              Volksschule           Jan.-Aug.1918      

Sr. M. Alphäa Belser                        Krankenpflege         1918-1919

Sr. M. Bartholomäa Loer                 Volksschule             1918-1924

Sr. M. Cordula Sellinger                   Volksschule             1918-1925

Sr. M. Dula Stolz                             Kindergarten           1918-1919

Sr. M. Rita Ernst                              Handarbeit              1918-1922

Sr. M. Honoria Kleinpeter                Kindergarten           1919-1929

Sr. M. Elidia Köhler                         Krankenpflege         1919-1922

Sr. M. Laetifika Frey                        Krankenpflege         1921-1926

Sr. M. Manfreda Deckarm               Handarbeit              1922-1927

Sr. M. Eucheria Beck                       Krankenpflege         1922-1927

Sr. M. Sabina Seither                       Haushalt                  1923-1926

Sr. M. Winfrieda Nuber                   Volksschule             1924-1928

Sr. M. Bellanda Schlachter               Volksschule             1925-1935

Sr. M. Bernardine Baier                   Krankenpflege         1926-1944

Sr. M. Sabina Seither                       Haushalt                  1928-1938

Sr. M. Apollonia Teutsch                  Volksschule             1928-1937

Sr. M. Gloria Bredel                        Kindergarten           1929-1933

Sr. M. Neta Rieder                          Krankenpflege         1930-1931

Sr. M. Philippa Fuchs                       Kindergarten           1934-1940

Sr. M. Agnesia Karch                      Volksschule             1935-1937

Sr. M. Thaddäa Steinfeltz                 Kindergarten           1940-1943

Sr. M. Chrysologa Feld                    Krankenpflege         1944-1952

Sr. M. Friedelinde Stöbener             Haushalt                  1944-1948

Sr. M. Olivia Vogt                            Volksschule             1944-1983

Sr. M. Vincentina Ruffing                  Kindergarten           1945-2002

Sr. M. Cordula Anton                      Volksschule             1945-1947

Sr. M. Melania Römer                     Volksschule             1947-1951

Sr. M. Notburga Kreiner                  Haushalt                  1947-1949

Sr. M. Agreda Steinhöfel                  Haushalt                  1949-1961

Sr. M. Fintana Nist                          Handarbeit               1950-1951

Sr. M. Helmtrudis Nist                     Oberin                     1951-1953

Sr. M. Engeltrud Schopperth            Volksschule             1952-1956

Sr. M. Theobalda Reichert               Krankenpflege         1953-1956

Sr. M. Mercedes Geisert                  Oberin                     1954-1965

Sr. M. Leandra Schönborn               Krankenpflege         1954-1971

Sr. M. Ludolfine Reichling                Haushalt                  1961-1970

Sr. M. Martina Kaufmann                Handarbeit              1963-1981

Sr. M. Thekla Buchheit                    Haushalt                  1971-1977

Sr. M. Philippine Groh                    Krankenpflege         1971-1977

Sr. M. Elia Dengel                            Haushalt                 1981-1987

Sr. M. Ludwigis Ruffing                                                  1986-2002

 

 

Im Jahre 1950 v. li. nach re. Sr. Agreda, Olivia, Chrysologa, Melania und Sr. Vincentina.

Besonderer Dank gilt auch den Pfarrern, die immer den Vorsitz des Elisabethenvereins hatten. Sie haben die vielen Umbauten im Kindergarten mitgetragen und gleichzeitig unsere Gemeinde in diesen 100 Jahren betreut:

 

Pfarrer Alois Karl Mayer                      1901 - 1918

Pfarrer Wilhelm Sarreither                     1918 - 1924

Pfarrer Johannes Steets                        1924 - 1942

Pfarrer Josef Pirro                                1942 - 1961

Pfarrer August Josef Wilhelm                1961 - 1972

Pfarrer Wilhelm Feit                              1972 - 1992

Pfarrer Berthold Koch                          1992 - 1998

Pfarrer Thomas Buchert                        1998 - bis heute

Beim Lesen der vielen Protokolle, die zum großen Teil noch in Sütterlin-Handschrift geschrieben sind, stehen viele Namen von Otterstadtern, die sich für die Menschen und den Verein eingesetzt haben, auch sie verdienen unseren Dank und das Denken an sie im Gebet.

Gertrude André


Die Katholische Frauengemeinschaft - kfd – stellt sich vor

Fortsetzung unserer Leitbildsätze

 

Diesen Leitbildsatz verwirklichen wir hier in Otterstadt durch verschiedene Aktionen:

z.B. Salzsäckchen am Dreifaltigkeitssonntag, Würzwische am Patronatsfest, Bibelkuchen am Missionssonntag, Glühweinverkauf an St. Martin, Beteiligung am Weihnachtsmarkt.

Die Erlöse aus diesen Aktionen sind für Projekte in der Mission, aber auch für akute Notsituationen in unserer näheren Umgebung bestimmt.

Des Weiteren sammeln wir gebrauchte Kleidung und Haushaltsgegenstände, die wir an gemeinnützige Organisationen weitergeben

 

 

Diesen Leitbildsatz verwirklichen wir in Otterstadt z.B. durch den Weltgebetstag der Frauen, der jedes Jahr am ersten Freitag im März gefeiert wird. In der jährlichen Durchführung wechseln wir uns mit dem Prot. Frauenkreis ab.

Dieser Tag wird weltweit von vielen religiösen Gemeinschaften abgehalten: Evangelische Frauen in Deutschland, Ev. Brüder – Unität, Bund Alt – Katholischer Frauen Deutschlands, Frauenwerk im Bund Evangelisch – Freikirchlicher Gemeinden, Frauenwerk Evangelisch – Methodistische Kirche, Die Heilsarmee, Kommission der Orthodoxen Kirche, Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland uvm.

Der nächste Weltgebetstag, der am 7. März 2010 stattfindet, wird von Frauen aus Kamerun gestaltet.

Dazu laden wir Sie alle schon jetzt recht herzlich ein.

 

Zum Thema „Ökumene“ lädt die Diözese Speyer zu einem Dekanatsforum ein.

Das Thema lautet:

Leidenschaftlich glauben und leben

„    wir lernen mit Frauen anderer Religionen“ –

(aus dem neuen Leitbild der kfd)

 

Wann?                         Am 15. Juni in der Zeit von 14:30 Uhr – 18:30 Uhr

Wo?                            Pfarrheim Hanhofen

Unkostenbeitrag           € 3,-

Auch hierzu möchten wir Sie recht herzlich einladen. Es wird bestimmt ein sehr interessanter Nachmittag.


 

Aids Waisenhaus der Mallersdorfer   Schwestern in Kenia

Der Ordensgründer und neue Selige unserer Diözese, Pfarrer Paul Josef Nardini, ist seit seiner Seligsprechung im Oktober 2006 in unserer Diözese bekannt. Er war vor ca 150 Jahren Pfarrer in Pirmasens. Sein Anliegen war es, der Not und Armut der Menschen damals, besonders notleidenden Kindern und Jugendlichen, zu helfen. Durch seine Ordensgründung, der sogenannten Mallersdorfer Schwestern, geht das Werk Paul Josef Nardinis auch heute noch weiter. Die Schwestern gründeten vor ungefähr 60 Jahren in Südafrika (Nähe Johannesburg) fünf Missionsstationen. Unter anderem betreuen sie dort Kindergärten, eine Schule mit Internat, ein Krankenhaus, eine Sterbehaus für Aidskranke und ein Waisenhaus für Kinder, die Eltern und alle Verwandten durch die Krankheit Aids verloren haben. Eine Schulkameradin unseres Pfarrers Th. Buchert , Sr. Melinda Seiler aus Weyher, ist als Ordensschwester seit zwanzig Jahren in Südafrika tätig, was garantiert, dass jeder Cent dort ankommt wo er gebraucht wird. Die kfd Otterstadt möchte in Zusammenarbeit mit der Pfarrei Projekte der Schwestern unterstützen, besonders im Bereich des Waisenhauses und hofft auf Ihre Unterstützung.

 

 


 

Aktion in Otterstadt

 

72-Stunden – Uns schickt der Himmel – So lautete die diesjährige Sozialaktion des BDKJ vom 7. bis 10. Mai 2009. In 14 Bistümern hatten rund 100.000 Kinder und Jugendliche Zeit eine soziale Aufgabe zu bewältigen. Und wir in Otterstadt waren eine von etwa 2.500 Aktionsgruppen.

So erhielten wir am Donnerstag um 17:07 Uhr auf dem Geschirrplätzel nahe dem Jakobspilger in der Maximilianstraße in Speyer den Auftrag: ,,Anlegen eines Bibelgartens. Viel Erfolg!“.

Voller Neugierde und mit ersten Überlegungen machten wir uns auf den Rückweg   nach Otterstadt, wo wir uns erstmal zusammensetzten um eine grobe Planung zu erstellen. Dazu gehörte die Frage, was alles in einen Bibelgarten gehörte, und die Vorstellung der geplanten Bepflanzung in unserem Kirchengarten.   So beendeten wir auch schon den ersten Tag, um am Freitag richtig anzupacken, denn es mussten die Wege vorbereitet und Erde, Kies und jede Menge Rindenmulch   verteilt werden.

Am Freitag morgen begannen wir den Tag mit einer kurzen Besprechung. Danach wurde von den Kleineren der Buchs zur Umrandung der Mulchwege gepflanzt und gegossen und die größeren machten sich zur Aufgabe ein Loch für den mit Teichfolie ausgelegten Sumpf zu graben. So konnten wir nach vielen Schaufeln endlich mit der Bepflanzung der vorbereiteten Kreise beginnen, in die unter anderem ein Weinstock, ein Feigenbaum, ein Olivenbaum und ein Mandelbaum gepflanzt wurden.   Der erste Tag war geschafft, wir hatten nur noch 41 Stunden, um unsere Aufgabe zu erfüllen, aber dies schien realisierbar.

Am Samstag musste nun noch der Rest ausgesät und bepflanzt und die Beschilderung der einzelnen Pflanzen gemacht werden. Dies erledigten wir zwischen Besuchen des Koordinierungskreises und der Presse, um gegen Nachmittag festzustellen, dass wir unsere Aufgabe erfüllt hatten.   Am Sonntag folgte noch ein Familiengottesdienst zum Thema 72- Stunden Aktion, den wir mitgestalteten und um 17 Uhr die Schlussandacht, die auch das Ende der deutschlandweiten Aktion war.

Zusammenfassend kann man sagen, dass uns die Aktion sehr viel Spaß gemacht hat und wir sehr stolz sind, ein Teil unseres Kirchengartens mitgestaltet zu haben. Abschließend möchten wir uns noch bei den Pfalzwerken für eine Spende von 500 € bedanken, sowie den zahlreichen Erwachsenen, die uns tatkräftig zu Seite standen.

Katrin Tremmel

Noch herrscht gespannte Erwartung

 

Aber jetzt ist es raus: Carmen liest die Aufgabe vor

 

...und mit diesem Team wollen wir die Aufgabe bewältigen

 

 

Celina, Amelie, Chiara, Daniela, Ana und Jana haben Buchs gepflanzt und gegossen

 

Die erste biblische Pflanze - der Weinstock - wurde unter prominenter Mithilfe der Schauspielerin Janina Sautz (ganz links) gepflanzt

 

Michael, der Sämann

 

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